WM 2026

    WM 2026: Alles zur Schweizer Nati an der WM

    Ronny Reisch
    Ronny Reisch

    Genève,

    Zum sechsten Mal in Serie ist die Schweizer Nati an der Fussball-WM dabei. Mit dem Viertelfinaleinzug gelingt ein Coup.

    WM 2026
    Die Nati jubelt nach dem Sieg über Bosnien an der WM 2026. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Schweizer Nati hat sich ungeschlagen für die WM 2026 qualifiziert.
    • In den Testspielen ist die Bilanz durchzogen – «wir müssen aufwachen», fordert Xhaka.
    • In den USA, Kanada und Mexiko spielt die Nati jetzt die «beste WM aller Zeiten».

    2026 nimmt die Schweizer Nati zum 13. Mal an einer Fussball-Weltmeisterschaft teil. Zum sechsten Mal in Folge ist die Schweiz an der WM – seit 2006 war die Nati immer dabei. Die Bilanz: Viermal Achtelfinal, einmal das Out in der Gruppenphase (2010).

    Traust du der Schweizer Nati an der WM 2026 den Einzug in den Viertelfinal zu?

    An der WM 2026 erreicht die Schweizer Nati nun das, was sie an den letzten beiden Europameisterschaften geschafft hat: Den Einzug in den Viertelfinal. Spieler und Verantwortliche riefen schon vor dem Turnier selbstbewusst «die beste WM aller Zeiten» als Ziel aus.

    Der Weg an die WM 2026

    Der Start in die Qualifikation verlief aus Schweizer Sicht herausragend: Mit einem 4:0-Erfolg gegen den Kosovo und einem 3:0 gegen Slowenien startete die Kampagne im September 2025. In beiden Spielen führte die Nati bereits zur Pause komfortabel.

    Schweizer Nati
    Zu Beginn der Qualifikations-Kampagne kann die Schweizer Nati auf ganzer Linie überzeugen. - Keystone

    Gegen Schweden gelingt in der Schlussphase das 2:0 – ein perfekter Abschluss der Quali-Hinrunde. Auch im vierten Spiel bleibt die Schweizer Nati ohne Gegentor, spielt in Slowenien aber nur 0:0.

    Die Reaktion darauf ist stark: Im November gelingt ein 4:1-Heimsieg gegen Schweden. Trotz 1:1-Remis im Kosovo zum Abschluss gewinnt die Schweizer Nati die Quali-Gruppe souverän.

    WM Quali 2026 - Group B (31.10.2026)SpSNUTorePkt
    1.Schweiz LogoSchweiz640214:214
    2.Kosovo LogoKosovo63126:511
    3.Slovenia LogoSlovenia60243:84
    4.Schweden LogoSchweden60424:122
    WM Quali 2026 - Group B (31.10.2026)SpPkt
    1.Schweiz LogoSchweiz614
    2.Kosovo LogoKosovo611
    3.Slovenia LogoSlovenia64
    4.Schweden LogoSchweden62

    Die Vorbereitungsspiele

    Das WM-Jahr 2026 beginnt die Schweiz im März gegen Deutschland. In einem spektakulären Test unterliegt die Schweizer Nati mit 3:4. Vier Tage später liegt der Fokus gegen Norwegen auf der Defensive. Dieser Test endet mit 0:0.

    Deutschland Schweiz
    In Basel messen sich Deutschland und die Schweiz am 27. März in einem spektakulären Testspiel. - Keystone

    Im Mai rücken die Spieler zum Nati-Vorbereitungscamp für die WM ein. Und das erste Testspiel ist ein Erfolg: 4:1 gegen Jordanien. Embolo und Xhaka verwandeln einen Penalty, Ndoye und Joker Fassnacht treffen aus dem Spiel.

    Es folgt die Reise nach Nordamerika, wo vor WM-Start noch gegen Australien getestet wird. Früh sorgt Ndoye für die Führung, dann bricht die Schweiz aber ein. Der lethargische Auftritt wird bestraft: Australien gleicht nach der Pause aus und das Spiel endet 1:1.

    Australien
    Bei der WM-Hauptprobe gegen Australien funktioniert vieles nicht wie erhofft. Captain Granit Xhaka ist unzufrieden. - Keystone

    Nach dem Spiel ärgert sich Granit Xhaka im Interview: «Es waren viele Dinge nicht gut diese Woche.» Der Captain sagt klar: «Wir müssen jetzt aufwachen. Sonst können wir nach drei Spielen heimfahren.» Die Stimmung vor der WM ist angespannt.

    Schweizer Nati an der WM 2026

    Der Start in die WM 2026 verläuft für die Schweizer Nati in San Francisco überhaupt nicht nach Plan. Gegen den nominell schwächsten Gruppengegner Katar muss sich das Team von Murat Yakin mit einem 1:1 begnügen.

    Schweizer Nati
    Nach dem ersten Spiel an der WM 2026 gibt es auf Seiten der Nati noch viel zu bereden. - Keystone

    Früh patzt Akanji und Kobel muss eine Grosschance bereinigen. Dann vergeben die Schweizer erste gute Möglichkeiten, bis Embolo in der 17. Minute per Penalty zur Führung trifft.

    Doch der Chancenwucher bleibt: Trotz insgesamt 27 Abschlüssen gelingt der Schweiz kein weiterer Treffer. Und in der Nachspielzeit folgt der grosse Schock: Durch ein Eigentor des eingewechselten Muheim gibt die Schweiz den Sieg aus der Hand.

    Schweizer Nati
    Kurz vor Schluss verspielt die Schweizer Nati die sicher geglaubten drei Punkte beim WM-Auftakt gegen Katar noch. - Keystone

    Damit wuchs der Druck auf die Nati für die weiteren Gruppenspiele. In Los Angeles traf die Nati danach auf Bosnien-Herzegowina.

    Nati bezwingt Bosnien klar

    Und hier zeigt das Yakin-Team eine Reaktion. Der Trainer wechselt beim Stand von 0:0 Ruben Vargas, Johan Manzambi und Djibril Sow ein – am Ende steht es 4:1 für die Nati!

    Manzambi (2) und Vargas treffen, dazu verwandelt Granit Xhaka einen Penalty in der Nachspielzeit. Damit ist die Quali für den Sechzehntelfinal so gut wie fix.

    Johan Manzambi
    Johan Manzambi trifft doppelt für die Nati. - keystone

    Das letzte Gruppenspiel fand in Vancouver statt. Ruben Vargas und Johan Manzambi schiessen die Nati zum 2:1-Sieg über Co-Gastgeber Kanada. Damit sichert sich das Yakin-Team den Gruppensieg.

    Und Vancouver scheint ein gutes Pflaster für die Nati zu sein: Im Sechzehntelfinal gewinnt die Nati 2:0 gegen Algerien. Vor allem in der zweiten Halbzeit zeigt die Nati einen starken Auftritt. Breel Embolo und Dan Ndoye schiessen die Schweizer zum Sieg – und damit in den Achtelfinal.

    Dort trifft die Nati – erneut in Vancouver – auf Kolumbien. 120 intensive und zähe Minuten bleibt das Spiel torlos.

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    Ruben Vargas schiesst die Schweiz in den Viertelfinal. - SRF

    Im Penaltyschiessen verwandelt Ruben Vargas den entscheidenden Versuch. Die Nati steht im Viertelfinal, dort wartet in der Nacht auf Sonntag (12. Juli, 3 Uhr) auf Titelverteidiger Argentinien.

    Kommentare

    User #4461 (nicht angemeldet)

    Was noch faszinierend anzusehen ist: 7 von 8 Mannschaften im Viertelfinal befinden sich geografisch alle im selben Gürtel und grenzen aneinander. Marroko, Spanien, Frankreich, Schweiz, Belgien, England und Norwegen. Fünf an Land, sieben mit Seegrenze.

    User #6408 (nicht angemeldet)

    Jep. Wer nicht hupt ist kein Schweizer hupt.gratuliere.

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