Rösti möchte KI-Gipfel als Rahmen für Debatte in der Schweiz

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Genève,

    Der Weltgipfel zur künstlichen Intelligenz (KI) im kommenden Juni in Genf soll laut Bundesrat Albert Rösti die Diskussion in der Schweiz zum Thema anregen. Das Treffen könne «wichtige Impulse geben», sagte der Bundesrat am Dienstag in Bern.

    Bundesrat Albert Rösti möchte, dass der KI-Gipfel in Genf als Rahmen für die Diskussionen in der Schweiz dient. (Archivbild)
    Bundesrat Albert Rösti möchte, dass der KI-Gipfel in Genf als Rahmen für die Diskussionen in der Schweiz dient. (Archivbild) - KEYSTONE/ANTHONY ANEX

    Der Gipfel ersetze nicht die innenpolitischen Prozesse zum Thema, sagte der Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek). «Er bietet uns vielmehr einen Rahmen» für die nationalen Debatten, betonte Rösti am Forum von Digitalswitzerland. Mehrere Chefs von globalen Technologieunternehmen hatten in den letzten Tagen für eine Verlangsamung plädiert, um die mit der KI verbundenen Bedrohungen besser zu verstehen.

    Laut Rösti sind Daten, Infrastrukturen, Rechenkapazitäten, Energie und der Umgang mit den Herausforderungen der KI Fragen, die «nicht nur die Schweiz beschäftigen». Der Bundesrat betonte auch, wie wichtig es sei, dass die Bevölkerung die Grundzüge der KI erfasse.

    Weiter kam Rösti auf die beiden Hauptziele des Gipfels vom 21. und 22. Juni 2027 für die Schweiz zurück, die im Juli in Genf vorgestellt worden waren. Vor allem wolle der Bundesrat die Attraktivität des Landes für in der KI tätige Unternehmen hervorheben. Zweitens solle der Gipfel Fortschritte in der internationalen Zusammenarbeit ermöglichen. Die Schweiz befürworte eine Regulierung. Diese soll jedoch minimal sein, um Innovationen nicht zu behindern.

    Fünftes Gastland

    Als fünftes Gastland des Gipfels wünsche sich die Schweiz vor allem die Teilnahme von Ministern, die für KI zuständig sind, anstelle von Staats- und Regierungschefs. Eingeladen würden auch die Vertreter jener Staaten, die das Treffen bereits organisiert hätten. Diesen Ansatz bezeichnete Rösti in Genf als Mittel für «konkrete» Diskussionen. Der Bundesrat hatte beschlossen, sechs Millionen Franken in den Gipfel zu investieren.

    Das Forum vom Dienstag bot zudem SRG-Generaldirektorin Susanne Wille die Gelegenheit, eine neue nationale Kampagne zur Stärkung des Wissens über diese neuen Technologien vorzustellen.

    Weltweite KI-Gipfel fanden bisher in Bletchley Park (Vereinigtes Königreich, 2023), Seoul (Südkorea, 2024), Paris (Frankreich, 2025) und im Februar dieses Jahres in Neu-Delhi in Indien, statt.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #5546 (nicht angemeldet)

    Rösti sollte nichts mehr organisieren, er muss weg.

    User #3114 (nicht angemeldet)

    Ki-Gipfel: ein Gipfeli mit einem Zettel drin, auf dem ein schlauer Spruch geschrieben steht.

    Weiterlesen

    selfie
    153 Interaktionen
    Eingriffe
    Schülerproteste
    227 Interaktionen
    Hand weg

    MEHR IN POLITIK

    Wolodymyr Selenskyj
    8 Interaktionen
    Kiew
    fsb ukraine-krieg
    5 Interaktionen
    Moskau
    Netanjahu
    Ramallah/Tel Aviv

    MEHR AUS GENèVE

    spritze
    13 Interaktionen
    Neue Studie zeigt
    na
    16 Interaktionen
    Fussball-Talk
    Sport
    Schweizer Sporthilfe