WM 2026: Fifa schuldet Gastgeber-Städten noch mehrere Millionen
Mindestens vier Gastgeber-Städte der WM 2026 haben noch offene Forderungen gegen die Fifa: Der Weltverband schuldet ihnen jeweils rund eine Million Dollar.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Fifa soll mehreren WM-Gastgeber-Städten noch versprochene Zahlungen schulden.
- Pro Stadt habe der Weltverband eine Million US-Dollar für Fussball-Projekte zugesichert.
- Zum Vergleich: In die Kassen der Fifa soll die WM rund 15 Milliarden Dollar gespült haben.
Die Fifa kommt aus den negativen Schlagzeilen einfach nicht heraus: Während der ins Wanken geratene Präsident Gianni Infantino am Mittwoch zum Krisen-Gipfel nach Rabat lädt, setzt es den nächsten Schlag. Und diesmal kommen die Vorwürfe aus den USA.
Einem Bericht von «The Athletic» zufolge schuldet die Fifa nämlich mehreren Gastgeber-Städten der WM 2026 noch Geld. Zumindest vier Städte – deren Vertreter anonym bleiben – fordern vom Fussball-Weltverband jeweils eine Million US-Dollar.
Bonus-Zahlungen vor WM 2026 versprochen?
Diese Zahlung sei den Städten als Zuschuss für Fussball-Infrastruktur und soziale Projekte versprochen worden. Gianni Infantino hatte auch den Gastgeber-Städten bei der Klub-Weltmeisterschaft im Vorjahr solche Gelder versprochen.

Die Fifa-Führung habe den Gastgeber-Städten «wiederholt versichert», dass sie denselben Betrag erhalten würden. «Die Vertreter gaben an, dass dieses Versprechen mündlich von Mitgliedern der FIFA-Führung gegeben und in Meetings mehrfach wiederholt wurde. Die Zahlung ist jedoch nicht erfolgt», schreibt «The Athletic».
Verlustgeschäft für Städte, Riesen-Profit für die Fifa
Insgesamt gab es an der WM-Endrunde zehn Austragungsorte in den USA. Ob einige von ihnen die von der Fifa versprochenen Gelder erhalten haben, ist aktuell nicht bekannt. Auch ist unklar, ob die Gastgeber-Städte in Kanada und den USA auf Zahlungen warten.

Insgesamt spülte die WM 2026 den Berichten zufolge rund 15 Milliarden US-Dollar in die Kassen der Fifa. Für die Gastgeber-Städte war das Turnier dagegen ein Verlustgeschäft: Die Kosten liegen gemäss «The Athletic» im hohen zweistelligen oder niedrigen dreistelligen Millionen-Bereich. Sämtliche Einnahmen gehen aber an die Fifa.
















