Weltweit haben sich rund 128 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. In der Schweiz steigt die Zahl an Neuinfizierten allmählich. Die Übersicht.
CORONAVIRUS analyse
Ein Beutel mit einer Probe auf das Coronavirus zur Analyse. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Schweiz zählt bislang 596'790 Fälle Corona-Infizierte und 9643 Todesfälle.
  • Die Test-Positivitätsrate lag am 29. März (90'893 Tests) bei 5 Prozent.
  • Weltweit haben sich rund 128,2 Mio. Menschen infiziert. 22 Mio. Fälle sind aktiv.

Hier geht es zum aktuellsten Update.

Weltweit war die Zahl der Corona-Neuinfektionen in den vergangenen Wochen zurückgegangen. Doch in einer Trendwende haben die Infektionen zuletzt wieder zugenommen.

Laut «worldometers» wurden weltweit insgesamt rund 128,2 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Aktive Fälle sind es zurzeit 22 Millionen, die Todesfälle belaufen sich auf 2,8 Millionen.

Hier finden Sie die Übersicht und Entwicklung der grössten Brandherde Europas und auf der ganzen Welt.

Coronavirus Schweiz – So entwickeln sich die Neuinfektionen

Seit dem ersten bestätigten Fall des Coronavirus in der Schweiz vom 25. Februar 2020 haben sich hierzulande 596'790 Personen infiziert (Stand 29. März).

Am Montag meldet das BAG 4573 Neuinfizierte bei 90'893 Tests in drei Tagen. Die Positivitätsrate liegt somit bei 5 Prozent. Über das Wochenende wurden zudem 131 Personen im Zusammenhang mit dem Coronavirus hospitalisiert.

Vor einer Woche meldete das BAG 3643 Neuinfizierte bei 84'317 Tests in drei Tagen. Die Positivitätsrat lag bei 4,3 Prozent.

Impfung Coronavirus
Die Schweiz muss beim Impfen vorwärts machen. - Keystone

Am Freitag meldete das BAG 2053 Neuinfizierte (Vorwoche 1748) bei 43'094 Tests. Die Positivitätsrate lag bei 4,8 Prozent.

Am Donnerstag meldete das BAG 2046 Neuinfizierte (Vorwoche 1750) bei 42'877 Tests. Die Positivitätsrate lag bei 4,8 Prozent.

Die Anzahl der Todesfälle in Folge des Coronavirus liegt bei 9643 Personen (Stand 29. März). Das sind 12 mehr als am Freitag.

Noch aktive Fälle zählt die Schweiz gemäss «worldometers» aktuell rund 41'800.

Lockerungen des Bundesrats stehen aus

Seit dem 18. Januar befindet sich die Schweiz im zweiten Lockdown. Eine erste Lockerung hat der Bundesrat seit dem 22. März zugelassen.

Die «5er-Regel» ist gefallen: Seither dürfen im privaten Rahmen 10 Personen auf einmal zusammenkommen. Für private Treffen draussen gilt bereits heute eine Beschränkung auf 15 Personen.

Die Terrassen von Bars und Restaurants bleiben derweil weiterhin geschlossen. Weitere Lockerungsschritte sind frühestens in drei Wochen geplant. Dann könnten Terrassen, je nach Fallzahlen, öffnen dürfen.

Im Bereich Sport & Kultur sollen wieder Veranstaltungen mit bis zu 150 Personen im Freien möglich sein. In Innenräumen – zum Beispiel Theater oder Kinos – wären 50 Menschen erlaubt. Auch diese Lockerung bleibt bis auf weiteres noch abzuwarten.

Coronavirus Massnahmen
Die neuen Massnahmen des Bundesrats, gültig ab dem 22. März 2021. - BAG

Bereits seit dem 1. März sind Museen, Zoos oder Bibliotheken wieder geöffnet. Auch sämtliche Geschäfte sind offen. Die Homeoffice-Empfehlung wurde verschärft, in Büros gilt eine Maskenpflicht überall, wo sich mehr als eine Person aufhält.

Seit dem 6. Juli trägt die Schweiz wegen des Coronavirus in Bussen oder Zügen eine Maske. Neben der nationalen ÖV-Maskenpflicht wurde diese seit 19. Oktober auf alle öffentlich zugänglichen Innenräume ausgeweitet.

Impfstoff-Zulassungen von Swissmedic

Am Samstag 19. Dezember hat Swissmedic dem Vakzin von Pfizer/Biontech grünes Licht gegeben. Noch in der gleichen Woche wurde in den ersten Kantonen mit dem Impfen begonnen.

Am Dienstag, 12. Januar, hat Swissmedic den zweiten Impfstoff für die Schweiz zugelassen. Dieser wurde vom US-Hersteller Moderna entwickelt.

In New York können sich bald 16-Jährige impfen lassen

Die Impfkampagne in den USA schreitet weiter mit einem Rekordtempo voran. Ein gutes Beispiel dafür ist der US-Bundesstaat New York. Dort kann sich bereits ab Dienstag (30. März) ein Grossteil der Erwachsenen (ab 30) für eine Corona-Impfung anmelden.

Das gab Gouverneur Andrew Cuomo am Montag (Ortszeit) bekannt. Ein weiterer dramatischer Schritt der Impfbemühungen in New York: Ab dem 6. April, also ab nächster Woche, können sich sogar Jugendliche ab 16 Jahren anmelden. Gerade erst vor einer Woche hatte der Staat die Impfberechtigung für Personen über 50 Jahren eröffnet.

«Wir können das Licht am Ende des Tunnels sehen. Bis wir aber dort angekommen sind, ist es wichtiger denn je, die Schutzmassnahmen einzuhalten», sagte Cuomo. Bis am Montag wurden im ganzen Bundesstaat mehr als 9 Millionen Impfdosen verabreicht. Mehr als 16 Prozent der Bevölkerung wurden bereits zweimal gepikst.

Frankreich mit steigenden Zahlen

Frankreich liegt mit über 4,55 Millionen Infizierten auf Rang 4. Die Zahl der Todesfälle liegt bei rund 95'000. Das Land kehrt immer wieder in harte Lockdowns zurück.

Die Zahl der Intensivpatienten hat mittlerweile den Höchststand der zweiten Corona-Welle im letzten Herbst überboten. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden wurden am Montag (29. März) 4970 Corona-Patienten auf den Intensivstationen behandelt.

Auf dem Höhepunkt der zweiten Welle Mitte November lagen auf den französischen Intensivstationen 4903 Patienten. Im Frühjahr war die Situation mit 7000 Intensiv-Patienten aber noch einmal höher.

Frankreich Coronavirus Lockdown
In Frankreich gilt seit Samstag der bereits dritte Lockdown. - keystone

Dennoch ist die Corona-Situation in Frankreich extrem angespannt. Mediziner hatten am Wochenende wegen der besorgniserregenden Lage auf den Intensivstationen im Grossraum Paris Alarm geschlagen: Dort liegt die Auslastung der Intensivstationen bei weit mehr als 100 Prozent.

Am Montag gab ausserdem das französische Statistikamt Insee die Sterblichkeit im Jahr 2020 bekannt. Im Vergleich zum Vorjahr sei die Zahl der Todesfälle um mehr als neun Prozent angestiegen. «Ein solcher Anstieg der Sterblichkeit wurde in Frankreich seit 70 Jahren nicht mehr verzeichnet», hiess es weiter.

Österreich wartet mit weiteren Öffnungs-Schritten zu

Österreich zählt rund 539'500 Infizierte und knapp 9300 Todesopfer.

Auch in Österreich waren die Fallzahlen mit dem Coronavirus einige Zeit lang stark angestiegen. Bis am 7. Februar befand sich Österreich unter Bundeskanzler Sebastian Kurz im kompletten Lockdown.

Seither haben sich die Fallzahlen zwar stabilisiert, aber noch nicht wesentlich entspannt. Trotzdem leitete Kurz «behutsame Öffnungsschritte» ein. So wurden zum Beispiel wieder alle Geschäfte geöffnet. Mit der FFP2-Maskenpflicht bei Kundenkontakt sollen Ausbrüche des Coronavirus verhindert werden.

European Council
Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz trägt eine Schutzmaske. - Keystone

Auf vielfachen Wunsch von Eltern sind die Schulen in den Präsenzunterricht übergegangen. Auch dort wird ein negatives Ergebnis verlangt. Auch Museen können wieder besucht werden. Die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen bleiben bestehen.

Eigentlich hätten bereits weitere Öffnungsschritte entschieden werden sollen. Doch die Regierung will die weitere Entwicklung abwarten. Die jüngsten Enwicklungen? Im Osten wird ein sechstägiger Oster-Lockdown verhängt.

Zahlen in Deutschland steigen

In Deutschland hat nach Überzeugung des Robert-Koch-Instituts die dritte Corona-Welle begonnen. «Wir haben ganz klare Anzeichen dafür», sagte RKI-Präsident Lothar Wieler jüngst im Gespräch mit der UN-Journalistenvereinigung (ACANU).

Bundeskanzlerin Angela Merkel griff daher durch: Angesichts weiter steigender Corona-Infektionszahlen wollte sie Deutschland über Ostern in den verschärften Lockdown schicken. Am Mittwoch aber zog sie die Beschlüsse zurück und entschuldigte sich dafür.

Coronavirus Angela Merkel
Bundeskanzlerin Angela Merkel (M, CDU), Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (l, SPD) und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) an einer Pressekonferenz im Kanzleramt nach den Beratungen von Bund und Ländern. - dpa

Gemäss «worldometers» befindet sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle bei 76'600. Insgesamt wurden bislang 2,8 Millionen Menschen positiv auf das Virus getestet.

Das Land befindet sich im Kampf gegen das Coronavirus seit dem 16. Dezember im Lockdown. Alltagsmasken im öffentlichen Verkehr und Geschäften nicht mehr ausreichend. Nötig sind sogenannte OP-Masken der Standards KN95/N95 oder FFP2.

Italien: Erneuter Lockdown wegen dritter Welle

In Italien liegt die Gesamtzahl der Infizierten bei 3,54 Millionen. Todesopfer im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gab es bisher über 108'300.

Aufgrund sinkender Zahlen hatte Italien die meisten Regionen des Landes anfangs Februar auf Stufe Gelb runtergestuft. Doch wegen erneut drastisch ansteigender Zahlen begibt sich das Land ab dem 15. März in den dritten Lockdown. Binnen einer Woche habe es mehr als 150'000 neue Infektionen mit dem Coronavirus gegeben.

Coronavirus
Italiens Regierungschef Draghi bei der Bekanntgabe neuer Corona-Massnahmen - POOL/AFP

Bis am 6. April gilt nun im ganzen Land die höchste, rote Alarmstufe. Das bedeutet, dass dort Schulen, Hochschulen, Cafés und Restaurants geschlossen werden. Nur der Ausser-Haus-Verkauf bleibt erlaubt – der Verkauf aller nicht dringend benötigten Produkte wird gestoppt.

Dafür soll mit einer grossen Impf-Offensive gegen das Coronavirus vorgegangen werden. Ministerpräsident Mario Draghi spricht davon, Italien bis zum 15. September coronafrei zu machen.

Lockerungen in Grossbritannien

Die Zahlen in Grossbritannien (Platz 6, 4,34 Mio. Infektionen) befinden sich seit einigen Wochen auf einem stabilen Niveau von rund 6000 Neu-Infektionen pro Tag.

Wegen der raschen Ausbreitung der Corona-Mutation kündigte Premier Boris Johnson erst einen Shutdown für London an. Am 6. Januar wurde dieser auf das ganze Land ausgeweitet.

Der Premier warnte, die neue Variante VUI2020/12/01 des Coronavirus breite sich rasch aus. Gestorben sind insgesamt rund 126'600 Menschen – die höchste Anzahl an Todesopfern in ganz Europa.

Coronavirus neue Variante
Die in Grossbritannien entdeckte neue Variante des Coronavirus ist nach Angaben von Premier Johnson nach ersten Erkenntnissen deutlich ansteckender als die bekannte Form. - dpa

Seit dem 8. Dezember werden in Grossbritannien die ersten Menschen gegen das Virus geimpft. Zusätzlich zum Impfstoff von Biontech/Pfizer wird seit dem 4. Januar auch mit dem Impfstoff von AstraZeneca geimpft.

Bis Ende Juni will Premier Boris Johnson alle Corona-Massnahmen beenden, wie er am 22. Februar bekannt gab.

Ein erster Schritt waren am 8. März die Wiedereröffnung der Schulen. Nach zwei Monaten im Lockdown kehrten in England die Schüler zum Präsenzunterricht zurück.

Am 29. März traten weitere Lockerungen inkraft: Zwei Haushalte oder bis zu sechs Menschen dürfen sich nun wieder in Parks und Gärten treffen. Die «Stay at home»-Anordnung wird aufgehoben, allerdings bittet die Regierung die Bevölkerung, weiterhin auf nicht notwendige Fahrten zu verzichten. Unüberdachte Sportanlagen und Schwimmbäder dürfen wieder öffnen.

«Lockdownli» in Schweden

Mit seinem Sonderweg war bisher auch die Entwicklung in Schweden hochbrisant. Das Land zählt mit 780'000 mittlerweile mehr Gesamtinfizierte als die Schweiz. Doch besonders hoch ist in Schweden die Sterberate. Rund 13'400 Todesopfer zählt das skandinavische Land.

Im ÖV muss weiterhin keine Masken getragen werden. Das Gesundheitsministerium empfiehlt lediglich Personen ab 16 Jahren, eine Schutzmaske während der Stosszeiten zu tragen.

Coronavirus Schweden
Reisende aus Dänemark werden von schwedischen Polizisten in Malmö mit Atemschutzmasken an der Grenzkontrollstelle am Bahnhof Hyllie empfangen. Die schwedische Regierung stoppt die Einreise aus Grossbritannien und dem Nachbarland Dänemark. Hintergrund ist eine Variante des Coronavirus, die sich vor allem in Grossbritannien ausgebreitet hat. - dpa

Aus Angst vor einer dritten Welle des Coronavirus muss Schweden jedoch in den Mini-Beizenlockdown.

Seit dem 1. März müssen Restaurants, Kneipen und Cafés neu um 20.30 Uhr schliessen. Zudem sollen Wettkampfveranstaltungen ausserhalb des Spitzensports nicht mehr zugelassen sein.

USA: Biden führt Europa als abschreckendes Corona-Beispiel an

Seit der Notfallzulassung des Corona-Impfstoffs vom Biontech/Pfizer wird in den USA geimpft. Seit Montag 14. Dezember erhalten Mitarbeiter von Gesundheitseinrichtungen sowie Bewohner von Alten- und Pflegeheimen das Vakzin.

Am 18. Dezember erhielt zudem auch die Corona-Impfung von Moderna eine Notfallzulassung. Seit dem 28. Februar ist auch das Vakzin von Johnson & Johnson zugelassen.

Donald Trump Joe Biden
Joe Biden erhielt seine erste Impfung gegen das Coronavirus im Live-TV. - Keystone

In den USA ist die Zahl der bestätigten Neuinfektionen seit einem Höhepunkt im Januar wieder deutlich zurückgegangen. Einer der Gründe für die relative Besserung in den Vereinigten Staaten ist nach Ansicht von Experten die rasch fortschreitende Impfkampagne.

Die USA führen seit Monaten die Liste mit den meisten Infizierten und Toten an und meldeten auch immer wieder Rekorde. Insgesamt haben sich in dem Land über 31 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert, rund 563'200 Menschen starben.

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