Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zum Coronavirus.
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Was tun bei einem Verdacht? Bei Fragen kann man sich auf der Homepage des BAG oder über die Hotline informieren. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Das BAG unterhält eine Hotline, über die Sie sich über das Coronavirus informieren können.
  • Auf der Webseite des BAG erhalten Sie ausführliche Informationen.
  • Hier finden Sie Antworten zu häufig gestellten Fragen.

Hier bekomme ich Informationen:

Ausführliche Informationen über den Coronavirus-Krankheitserreger finden Sie auf der Homepage des Bundesamt für Gesundheit (BAG) oder über die BAG-Hotline. Das BAG rät, sich zuerst auf der Homepage zu informieren, bevor Sie die Infoline anrufen.

Unter der Nummer Tel: 058 463 00 00 informiert das BAG über das Coronavirus und liefert Antworten zu allfälligen Fragen.

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Ein Mann informiert sich über die Zahlen der weltweiten Coronavirus-Ansteckungen. - Keystone

Wie stelle ich eine Infektion mit dem Coronavirus fest?

Die Coronavirus-Symptome unterscheiden sich nicht deutlich von denen anderer viraler Infektionen der Atemwege (Erkältung oder Grippe). Daher kann eine Erkrankung nur durch eine Laboranalyse sicher bestätigt werden. Dazu kann beispielsweise ein Abstrich aus Nase und Rachen genommen werden.

Da die Krankheit in den meisten Fällen mild verläuft, werden nicht alle Personen auf das neue Coronavirus getestet. Getestet werden besonders gefährdete Personen mit Krankheitssymptomen und solche, bei denen sich die Krankheitssymptome verstärken (hohes Fieber, Atembeschwerden oder Atemnot).

Haben Sie Husten und Fieber, und die Symptome sind leicht und bessern sich rasch? Dann bleiben Sie zu Hause, bis Sie 48 Stunden lang keine Symptome mehr hatten.

So gehe ich bei einem Verdacht vor:

Neben Husten und/oder Fieber können Halsschmerzen, Kurzatmigkeit, Fiebergefühl oder Muskelschmerzen auf eine Coronavirus-Infektion hinweisen.

Eine Infektion mit dem Coronavirus kann auch ohne starke Symptome verlaufen. Manchmal tritt auch nur eines der Symptome auf.

Coronavirus - Italien
Eine Anwohnerin steht auf einem Balkon und applaudiert während eines Flashmobs gegen Einsamkeit. - dpa

Wenn Sie eines dieser Symptome haben, müssen Sie sich zu Hause in Selbst-Isolation begeben, damit Sie niemanden anstecken. Vermeiden Sie möglichst den Kontakt zu anderen Personen. Sind die Symptome leicht, dann können Sie sich selber pflegen.

Wenn Sie zu den besonders gefährdeten Personen gehören oder sich die Symptome verschlimmern: Rufen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt an. Dieser entscheidet, ob eine medizinische Abklärung durchgeführt werden muss, oder ob Sie weiterhin zuhause bleiben und sich selber pflegen können.

Wann zähle ich zu den besonders gefährdeten Personen?

Das neue Coronavirus ist für Personen ab 65 Jahre und für alle mit einer Vorerkrankung gefährlich. Sie können schwer erkranken.

Mit einer dieser Vorerkrankungen ist man besonders gefährdet:

• Bluthochdruck

• Chronische Atemwegserkrankungen

• Diabetes

• Erkrankungen und Therapien, die das Immunsystem schwächen

• Herz-Kreislauf-Erkrankungen

• Adipositas / Fettleibigkeit

Krebs

Zählen Sie zur Risikogruppe, dann vermeiden Sie es möglichst aus dem Haus/der Wohnung zu gehen. Fragen Sie Verwandte, Bekannte oder Freiwillige an, die für Sie die Einkäufe erledigen. Meiden Sie Orte mit vielen Menschen. Reduzieren Sie persönliche Kontakte. Halten Sie Abstand zu Mitmenschen.

Rentner
Ein Rentnerpaar sitzt auf einer Bank an der Sonne. (Symbolbild) - dpa

Vermeiden Sie unnötige private und geschäftliche Treffen. Scheuen Sie Besuche in Altersheimen und Pflegeheimen. Gehen Sie Kontakten mit kranken Personen aus dem Weg. Und bleiben Sie bei Symptomen wie Husten, Fieber und Atembeschwerden zu Hause.

Wenn Sie zum Arzt müssen, fahren Sie mit Ihrem Auto oder Velo oder gehen Sie zu Fuss. Ist das nicht möglich, dann nehmen Sie ein Taxi. Halten Sie mindestens zwei Meter Abstand zu anderen Personen.

Haben Sie ein oder mehrere Krankheitssymptome wie Husten, Halsschmerzen, Kurzatmigkeit, Fieber, Fiebergefühl, Muskelschmerzen oder plötzlicher Verlust des Geruchs- und/oder Geschmackssinns? Dann rufen Sie sofort Ihre Ärztin/Ihren Arzt oder ein Spital an. Auch am Wochenende. Beschreiben Sie Ihre Symptome und sagen Sie, dass Sie zu den besonders gefährdeten Personen gehören.

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Ein Isolationszimmer fotografiert während einer Pressekonferenz über den Coronavirus (COVID-19) und die Massnahmen, welche die Insel Gruppe ergriffen hat, im Inselspital in Bern. - Keystone

Weitere häufig gestellte Fragen:

Kann man sich in der Schweiz mit dem neuen Coronavirus anstecken? Ja, in der Schweiz nimmt das Risiko zu, sich mit dem neuen Coronavirus anzustecken.

Wie wird das neue Coronavirus übertragen? Hauptsächlich bei engem und längerem Kontakt: Wenn man zu einer erkrankten Person weniger als 2 Meter Abstand hält.

Übertragung durch Tröpfchen: Niest oder hustet die erkrankte Person, können die Viren direkt auf die Schleimhäute (Nase, Mund, Augen) von anderen Menschen gelangen.

Übertragung über die Hände: Ansteckende Tröpfchen gelangen beim Husten und Niesen auf die Hände. Oder man berührt eine Oberfläche, auf denen sich Viren befinden. Sie gelangen in Mund, Nase oder Augen, wenn man diese berührt.

Warum sind die Hygiene- und Verhaltensregeln so wichtig? Beim Coronavirus handelt sich um ein neues Virus, gegen das die Menschen noch keine Immunabwehr haben. Es kann zu vielen Ansteckungen und Erkrankungen kommen. Deshalb müssen wir die Ausbreitung des neuen Coronavirus möglichst verlangsamen.

Besonders Personen mit einem höheren Risiko, schwer zu erkranken, müssen wir schützen. Das sind die über 65-Jährigen und solche mit einer Vorerkrankung. Dazu zählen Bluthochdruck, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronischen Atemwegserkrankungen, Krebs sowie Erkrankungen und Therapien, die das Immunsystem schwächen.

Wie lange dauert es zwischen Ansteckung und Erkrankung? Und ab wann ist eine Person ansteckend? Die Zeitspanne zwischen der Ansteckung und dem Auftreten der ersten Symptome beträgt meist fünf Tage. Sie kann jedoch bis zu 14 Tage dauern.

Wer am neuen Coronavirus erkrankt, ist während einer langen Zeit ansteckend. Nämlich: Einen Tag bevor Symptome auftreten, das heisst bevor man überhaupt merkt, dass man sich angesteckt hat. Während man Krankheitssymptome hat. Dann ist man am ansteckendsten. Bis mindestens 48 Stunden nachdem man sich wieder ganz gesund fühlt.

Was müssen Sie tun, wenn Sie mit einer mit dem neuen Coronavirus infizierten Person Kontakt hatten? Bei engem Kontakt mit einer bestätigten, infizierten Person die nicht im selben Haushalt lebt und sie keine intime Beziehung hatten: Überwachen Sie Ihren Gesundheitszustand.

Sie haben keine Krankheitssymptome (Husten [trockener Reizhusten], Halsschmerzen, Kurzatmigkeit und/oder Fieber, Fiebergefühl, Muskelschmerzen): beobachten Sie, ob sich Krankheitssymptome entwickeln.

Sie haben leichte Krankheitssymptome (Husten [trockener Reizhusten], Halsschmerzen, Kurzatmigkeit und/oder Fieber, Fiebergefühl, Muskelschmerzen): Bleiben Sie isoliert zu Hause, bis Sie keine Krankheitssymptome mehr haben. Warten Sie danach weitere 48 Stunden, bis Sie wieder in die Öffentlichkeit gehen (siehe Seite «Selbst-Isolation und Selbst-Quarantäne»).

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Corona ist eine Atemwegserkrankung wie viele andere «Winter-Krankheiten». - dpa

Ihre Krankheitssymptome werden stärker (hohes Fieber, Atembeschwerden oder Atemnot) oder sie haben eine Vorerkrankung und sind deshalb besonders gefährdet: Rufen Sie eine Ärztin/einen Arzt oder eine Gesundheitseinrichtung an. Diese entscheiden, ob eine medizinische Abklärung durchgeführt werden muss. Oder ob es ausreicht, wenn Sie weiterhin zu Hause in Isolation bleiben (siehe Seite «Selbst-Isolation und Selbst-Quarantäne»).

Wenn Sie mit einer infizierten Person im selben Haushalt wohnen oder intim waren: Bleiben Sie während zehn Tagen zu Hause in Quarantäne (siehe Seite «Selbst-Isolation und Selbst-Quarantäne»). Beobachten Sie, ob sich Krankheitssymptome (Fieber und Husten) entwickeln. Gehen Sie vor wie oben beschrieben.

Kann ich mich via Lebensmittel mit dem Coronavirus anstecken? Eine Übertragung des neuen Coronavirus durch Lebensmittel oder Trinkwasser auf den Menschen ist bis jetzt nicht bekannt. Wenn Sie ganz sicher sein wollen: Waschen und erhitzen Sie die Lebensmittel gut.

Können Tiere bei uns in der Schweiz das neue Coronavirus übertragen? Bisher gibt es keine Hinweise darauf, dass bei uns Tiere ein Infektionsrisiko für den Menschen darstellen oder das Virus verbreiten. Weder bei Haustiere wie Hunde, Katzen oder Hamster noch Insekten wie Mücken, Zecken, Fliegen, Wanzen, Flöhe usw.

Kann das Coronavirus über Türklinken, Handys oder andere Alltagsgegenstände übertragen werden? Ja. Wenn eine mit dem Coronavirus infizierte Person in die Luft niest oder hustet, bleiben Tröpfchen mit Viren auf Oberflächen haften. Berühren Sie diese danach und greifen sich an Auge, Nase oder Mund, gelangen die Viren in den Körper. Sie können sich infizieren.

Steigt die Gefahr, sich mit dem neuen Coronavirus anzustecken, wenn man raucht? Rauchen schwächt generell das Immunsystem. Daher kann es eine Ansteckung mit dem neuen Coronavirus begünstigen. Das BAG empfiehlt daher dringend: Hören Sie auf zu rauchen.

Zudem: Für Raucherinnen und Raucher steigt das Risiko deutlich, schwerwiegend an COVID-19 zu erkranken – oder sogar daran zu sterben.

Kann ich mich über die Luft mit dem Coronavirus anstecken? Was muss ich beachten? Ja, man kann sich über die Luft anstecken. Wenn eine infizierte Person in Ihrer Nähe hustet, niest oder mit Ihnen spricht. Dann können Tröpfchen über die Luft in Ihre Atemwege gelangen. Und Sie können sich so mit dem neuen Coronavirus anstecken.

Achtung vor Fehlinformationen über das Coronavirus!

Mit der grossen Medienberichterstattung über die sich ausbreitende Krankheit sind auch viele Fehlinformationen im Umlauf. Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt vor der Verbreitung von «Gerüchten». Fehlerhafte Empfehlungen zu Medikamenten oder Vorsorgemassnahmen gegen das Virus könnten gesundheitsgefährdend sein.

Auch durch die sozialen Medien werden solche Falschmeldungen schnell verbreitet.

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