Schottland und Wales erlassen - anders als England - weitere Corona-Massnahmen

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    Grossbritannien,

    Schottland und Wales haben - anders als England - wegen der wesentlich ansteckenderen Omikron-Variante neue Corona-Beschränkungen angekündigt.

    Spieler von Celtic Glasgow
    Spieler von Celtic Glasgow - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Zuschauer aus Stadien verbannt - Silvesterparty in Edinburgh abgesagt.

    Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon teilte den Abgeordneten des schottischen Parlaments am Dienstag mit, dass die öffentliche Silvesterparty in Edinburgh wegen der steigenden Zahl von Covid-Fällen abgesagt werde. Live-Sportveranstaltungen sollen ab dem 26. Dezember «praktisch zuschauerfrei» sein.

    Für mindestens drei Wochen soll die Zahl der Besucher bei öffentlichen Veranstaltungen im Freien auf 500 und in geschlossenen Räumen auf 100 Steh- beziehungsweise 200 Sitzplätze begrenzt werden soll. Sturgeon forderte die Menschen zudem auf, bis mindestens zur ersten Januarwoche «so viel wie möglich zu Hause zu bleiben».

    Sturgeons Ankündigung folgt auf noch strengere Massnahmen, die in Wales verkündet wurden. Dort müssen nun alle Sportveranstaltungen hinter geschlossenen Türen abgehalten werden. Der walisische Wirtschaftsminister Vaughan Gething bestätigte, dass ein Fonds in Höhe von drei Millionen Pfund (3,5 Millionen Euro) zur Verfügung stehen werde, um die von den Einnahmeausfällen betroffenen Vereine zu unterstützen.

    Ausserdem wurde bekannt, dass die walisischen Behörden nun Geldstrafen verhängen können, wenn Menschen nicht von Zuhause aus arbeiten. Nach der am Montag erfolgten Änderung von einer blossen Empfehlung zu einer gesetzlichen Verpflichtung zur Heimarbeit können die Betroffenen mit einer Geldstrafe von 60 Pfund (70 Euro) belegt werden, wenn sie keine «angemessene Begründung» vorbringen können. Arbeitgebern drohen Strafen von bis zu 10.000 Pfund, wenn sie ihren Mitarbeitern wiederholt nicht erlauben, von zu Hause aus zu arbeiten.

    In London hat sich der wegen mutmasslicher Verfehlungen in der Pandemie unter Druck stehende Premierminister Boris Johnson bisher nicht zu verschärften Massnahmen für England durchringen können. Johnson sagte am Dienstag in einer kurzen Videobotschaft, dass er zwar neue Einschränkungen nach Weihnachten nicht ausschliessen könne, dass es aber derzeit «nicht genügend Beweise gebe, um strengere Massnahmen vorher zu rechtfertigen».

    Johnson steht unter Druck, weil er an einer nicht regelkonformen Feier von Mitarbeitern im Garten seines Regierungssitzes teilgenommen haben soll. Zuvor hatten Berichte von einer Weihnachtsfeier während des Lockdowns vergangenes Jahr für Aufsehen gesorgt.

    Nachdem Johnson wegen der auf Rekordniveau steigenden Infektionszahlen neue Kontaktbeschränkungen erliess, stimmten vergangene Woche fast hundert Abgeordnete seiner Partei gegen die Massnahmen. Der bisherige Brexit-Minister David Frost trat aus Protest zurück. Johnsons Partei erlitt zudem bei einer Nachwahl zum Unterhaus eine herbe Niederlage.

    In Grossbritannien können die Regierungschefs der einzelnen Landesteile eigene Corona-Massnahmen erlassen. Schottland und Wales sind dabei traditionell strenger als England.

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