Corona und Atemwegsinfekte: So krank ist Deutschland derzeit
Millionen Deutsche leiden unter Erkältung, Grippe, Corona und Co. Das Robert Koch-Institut meldet hohe Infektionszahlen und eine begonnene Grippewelle.

Deutschland befindet sich mitten in der Erkältungssaison. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts litten in der 48. Kalenderwoche rund 7,2 Millionen Menschen an akuten Atemwegserkrankungen.
Die Infektionszahlen bewegen sich damit auf einem hohen Niveau. Die Zahl der Erkrankungen war Ende November deutlich angestiegen, berichtet das «Robert Koch-Institut».
Besonders betroffen sind Kinder und Jugendliche im schulpflichtigen Alter. Bei den 5- bis 14-Jährigen liegen die Werte über denen früherer Saisons.
Grippewelle nimmt Fahrt auf
Die jährliche Grippewelle hat laut «RND» Ende Dezember begonnen. In der ersten Januarwoche wurden bereits rund 11'070 laborbestätigte Influenza-Fälle gemeldet.

Das ist mehr als doppelt so viel wie in der Vorwoche. Besonders auffällig ist die Dominanz von Influenza-B-Viren, schreibt der «Tagesspiegel».
Diese werden überwiegend bei Menschen zwischen fünf und 34 Jahren nachgewiesen. Experten sehen einen Zusammenhang mit der Corona-Pandemie und den damaligen Isolationsmassnahmen.
Corona bleibt präsent
Auch das Coronavirus spielt weiterhin eine Rolle im Infektionsgeschehen. Die 7-Tage-Inzidenz liegt laut «wetter.com» bei 7,2 Neuinfektionen pro 100'000 Einwohner. Die Hospitalisierungsrate beträgt 2,27 und deutet auf eine stabile Versorgungslage hin.
Bei den virologischen Untersuchungen wurden hauptsächlich Rhinoviren und SARS-CoV-2 nachgewiesen. Die bereinigte Positivenrate für Corona betrug in Proben sieben Prozent.
Parainfluenzaviren und humane saisonale Coronaviren wurden zu geringeren Anteilen gefunden.
RSV-Infektionen steigen an
Beim Respiratorischen Synzytial-Virus verzeichnet das «RKI» seit Wochen einen Anstieg. Ende Dezember wurden 967 Fälle übermittelt, Anfang Dezember waren es noch 430.
Besonders gefährdet sind Säuglinge und Kleinkinder. Für die Saison 2024/25 wurden bislang 40 Todesfälle mit Influenzavirusinfektion gemeldet.
80 Prozent der Verstorbenen waren 60 Jahre oder älter. Experten empfehlen Risikogruppen die Grippeimpfung sowie eine Corona-Auffrischungsimpfung.
















