Reichstes Prozent hat CO₂-Budget für 2026 schon aufgebraucht
Das reichste Prozent der Weltbevölkerung hat ihren CO2-Anteil für 2026 bereits nach zehn Tagen aufgebraucht. Das geht aus einer neuen Oxfam-Studie hervor.

Das Wichtigste in Kürze
- Nach zehn Tagen hat das reichste Prozent ihr CO₂-Budget für 2026 bereits aufgebraucht.
- Die reichsten 0,1 Prozent brauchten sogar nur drei Tage dafür,
- Zudem investieren Superreiche nebst den hohen Emissionen am umweltschädlichsten.
Das Jahr 2026 ist erst zehn Tage alt. Doch bereits jetzt ist der faire CO₂-Anteil einer Bevölkerungsschicht für das ganze Jahr aufgebraucht.
Die Rede ist vom reichsten Prozent der Weltbevölkerung. Sie verpulverten bereits so viel CO₂, dass ihr faires Guthaben an Kohlenstoffemissionen schon aufgebraucht wäre.
Zehn statt 365 Tage für ein jährliches Budget. Eine Zahl, die jedoch von den reichsten 0,1 Prozent der Weltbevölkerung noch unterboten wird.
Vom Klimawandel sind Arme und Frauen betroffen
Denn: Die reichsten 0,1 Prozent brauchten statt zehn lediglich drei Tage, um ihren CO₂-Anteil in die Atmosphäre zu blasen.
Diese besagt auch: Vom Klimawandel am stärksten betroffen sind jene, die am wenigsten zur Klimakrise beigetragen haben. Darunter sind Menschen in Ländern mit niedrigem Einkommen. Und besonders indigene Gruppen, Frauen und Mädchen.
Superreiche investieren am umweltschädlichsten
Deswegen hat «Oxfam» das britische Finanzministerium zum Handeln aufgefordert, wie «The Guardian» schreibt.
Denn, so «Oxfam»: «Die reichsten Einzelpersonen und Unternehmen verfügen über unverhältnismässige Macht und Einfluss.»
Die Superreichen würden nicht nur am meisten CO₂-Emissionen verursachen. Sie würden zeitgleich auch in die umweltschädlichsten Industrien investieren.
Reichstes Prozent müsste für 1,5-Grad-Ziel 97 Prozent weniger CO₂ verbrauchen
So verfüge ein Milliardär im Schnitt über ein Investment-Portfolio, welches jährlich 1,9 Millionen Tonnen CO₂ produziere. Das entspricht umgerechnet den jährlichen Emissionen von 400'000 Benzinfahrzeugen.
Besonders krass: Um das Pariser Klimaabkommen einzuhalten und die Erderwärmung auf 1,5 Grad einzudämmen, bräuchte es vor allem Effort von den Reichsten.
Das Prozent müsste seine Emissionen bis 2030 drastisch verringern. Ganze 97 Prozent CO₂ müsste es einsparen, um die Ziele des Pariser Klimaabkommens einzuhalten.















