Donald Trump

    Donald Trump: Republikaner wenden sich vom Präsidenten ab

    Simon Binz
    Simon Binz

    USA,

    Der Iran-Konflikt ist nicht beendet, die Inflation explodiert – und nun droht Donald Trump auch noch massiver Widerstand aus den Reihen der eigenen Partei.

    Donald Trump
    Donald Trump droht massiver Widerstand aus der eigenen Partei. - getty

    Das Wichtigste in Kürze

    • Trumps Zustimmungswerte sinken – Inflation & Iran-Krieg belasten den US-Präsidenten stark.
    • Mit dem Ende der Vorwahlsaison verliert er seinen wichtigsten Hebel über die Republikaner.
    • Die Abgeordneten könnten sich vor den Midterms im November offen gegen ihn stellen.

    Für Donald Trump (79) häufen sich die Probleme. Der Iran-Krieg ist nicht vorbei, die Inflation steigt rasant – und ausgerechnet jetzt beginnen Republikaner, sich vom Präsidenten zu distanzieren. Doch alles der Reihe nach!

    Zum Start der Fussball-WM sollte der Konflikt mit dem Iran eigentlich beendet sein. Trump wollte einen Sieg verkünden, sich als Friedensbringer inszenieren.

    Verlieren die Republikaner die Midterms?

    Doch daraus wurde nichts: Die USA und der Iran griffen sich in dieser Woche erneut gegenseitig an. Trump verkündete zwar am Samstag, eine Friedensvereinbarung solle am Sonntag unterzeichnet werden – der Iran dementierte prompt.

    Donald Trump hat Macht-Hebel verloren

    Die andauernde Hängepartie wird für Trump auch innenpolitisch zum Problem. Harvard-Politologe Matthew Baum erklärt gegenüber «Bild»: «Der Krieg gegen den Iran ist äusserst unpopulär, was ihn zu einem Hauptgrund für wachsenden Widerstand macht.»

    Bislang hielt Donald Trump seine Partei mit einem entscheidenden Instrument in der Spur: Er verteilte oder verweigerte seinen Abgeordneten das «Endorsement» – seine offizielle Unterstützung für die Midterm Elections im November.

    Donald Trump
    Donald Trump steht innenpolitisch unter Druck. - keystone

    Wer Trumps Gunst verlor, hatte schlechtere Karten bei den Vorwahlen. Doch diese Phase läuft aus. Baum sagt: «Die Vorwahlsaison geht zu Ende, was die Republikaner im Kongress von einer unmittelbaren Angst befreit.» Glauben die Kongressmitglieder, dass ihre Wiederwahl gefährdet ist, könnten sie sich bald offen gegen ihn stellen.

    Inflation auf höchstem Stand seit drei Jahren

    Zusätzlich unter Druck gerät Trump durch die Verbraucherpreise. Im Mai stieg die Inflation erstmals seit drei Jahren auf über vier Prozent. Das ist auch der zweite Monat in Folge, wo der Wert deutlich über dem Fed-Ziel von zwei Prozent liegt.

    US Inflation Donald Trump
    In den USA stieg die Inflation im Mai erstmals seit drei Jahren auf über vier Prozent. - keystone

    Energie verteuerte sich um 23,5 Prozent, Benzin sogar um 40 Prozent. Auf die gestiegenen Zahlen angesprochen, sagte Trump am Mittwoch: «Die Zahlen waren grossartig. Ich liebe die Inflation.»

    WM ohne Trump

    Dass den Präsidenten die öffentliche Stimmung zunehmend beunruhigt, zeigt ein weiteres Detail: Am Freitag starteten die USA mit einem 4:1-Sieg gegen Paraguay in die Heim-WM – doch Trump fehlte im Stadion. Nachdem er bei einem NBA-Spiel ausgebuht worden war, sagte er seinen geplanten Auftritt in Los Angeles ab.

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    Donald Trump wurde am Montag in New York von den Knicks-Fans ausgebuht. - x.com/harrjsisson / x.com/abc

    Kommentare

    User #5774 (nicht angemeldet)

    Bald, bald stehen nur noch die Denkmäler, die sich Herr Trump hat bauen lassen.

    User #4035 (nicht angemeldet)

    Hört schon auf sagt man, er herrscht doch eisern über seine untertanen..

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