Donald Trump könnte Iran-Herrscher noch diese Woche ausschalten
Donald Trump fordert das Ende der Mullah-Herrschaft im Iran. Ex-Diplomaten und Analysten halten sogar einen gezielten Schlag gegen Führer Chamenei für denkbar.

Das Wichtigste in Kürze
- Trump fordert das Ende von Chameneis Herrschaft im Iran nach Protesten mit vielen Toten.
- Experten spekulieren über eine gezielte US-Aktion gegen Chamenei.
- Zugleich wird gewarnt, dass ein Attentat einen regionalen Grosskonflikt auslösen könnt.
Donald Trump fordert öffentlich ein Ende der seit 37 Jahren andauernden Herrschaft von Ajatollah Ali Chamenei, dem geistlichen Führer Irans.
Auslöser sind die gewaltsam niedergeschlagenen Proteste im Iran mit laut Berichten über 3400 Toten. Weil die Behörden das Internet blockieren, gibt es kaum verlässliche Informationen aus dem Land.
Gegenüber dem Portal «Politico» sagte der US-Präsident: «Es ist an der Zeit, für eine neue Führung im Iran zu sorgen.» Das hat Spekulationen über ein militärisches Vorgehen der USA ausgelöst.
Experten spekulieren über gezielten Schlag von Donald Trump
Dennis Citrinowicz, Nahost-Experte beim israelischen Thinktank Institute for National Security Studies, hält sogar ein gezieltes Vorgehen gegen Chamenei für möglich.
Er schreibt auf X: Donald Trump suche womöglich eine «einzige entscheidende Massnahme, die es ihm ermöglicht, einen Sieg über den Iran zu erklären.»
Daniel Shapiro (56), ehemaliger US-Botschafter in Israel, geht auf der Plattform X noch weiter. Er glaubt, dass US-Spezialkräfte schon diese Woche einen Attentatsversuch auf Chamenei starten könnten. Die Vorbereitungen liefen bereits.
Mit dem in den Nahen Osten verlegten Flugzeugträger USS Abraham Lincoln seien die USA bald zu grossen Angriffen fähig.
Shapiro erwartet einen Angriff auf Chamenei, kombiniert mit Schlägen gegen Kommandozentren der Revolutionsgarden und der Basij-Miliz.
Erst dann könne Trump sagen, er habe sein Versprechen an das iranische Volk erfüllt, so Shapiro.
Attentat auf Iran-Herrscher wäre «ausserordentlich gefährlich»
Citrinowicz warnt jedoch eindringlich vor einem solchen Attentat durch Donald Trump. «Das gezielte Angreifen hochrangiger Führer im Nahen Osten – insbesondere religiöser Führer – ist ein ausserordentlich gefährlicher Kurs.»
Chamenei sei mehr als nur ein politischer Anführer. «Er ist politische Autorität; Religiöses Symbol und ideologischer Anker der Islamischen Republik.»
Ein Attentat könnte laut ihm einen grossen regionalen Konflikt auslösen, möglicherweise mit religiöser Dimension. Zudem könnten die USA keinen passenden Nachfolger einsetzen.
Radikale Gruppen wie die Revolutionsgarden liessen sich kaum stoppen. Laut Shapiro könnte das System trotz Machtwechsel repressiv bleiben.
Die Experten sind sich einig: Ein Regimewechsel ist nicht durch eine Einzelaktion erreichbar. Er könne nur vom iranischen Volk selbst kommen. Dafür brauche es langfristige Unterstützung und nicht nur militärische Mittel.



















