UN-Menschenrechtsrat hält Sondersitzung zum Iran ab

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Genève,

Nach der Niederschlagung der jüngsten Protestwelle im Iran tritt der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen zu einer Sondersitzung zusammen.

Menschenrechtsrat
Eine Sitzung des Menschenrechtsrats am europäischen Hauptsitz der Vereinten Nationen in Genf. - Salvatore Di Nolfi/Keystone/dpa

Das Treffen in Genf soll nächsten Freitag stattfinden, wie ein Sprecher des UN-Gremiums ankündigte. Die Initiative zu der Sondersitzung sei von Deutschland, Grossbritannien, Island, Moldau und Nordmazedonien ausgegangen, sagte der Sprecher. Auf der Tagesordnung stehe die «sich verschlechternde Menschenrechtslage in der Islamischen Republik Iran». Der aus 47 Staaten bestehende Menschenrechtsrat kann auf Missstände aufmerksam machen, Resolutionen verabschieden und Untersuchungen durchführen lassen. Er kann jedoch keine Sanktionen erlassen.

Bei Protesten gegen die autoritäre iranische Führung sollen Tausende Menschen getötet worden sein. Das in den USA ansässige Menschenrechtsnetzwerk HRANA hat fast 4000 Todesopfer verifiziert. Weitere knapp 9000 Todesfälle befinden sich laut Angaben der Organisation noch in Prüfung.

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