Krieg

Krieg im Iran lässt Benzinpreise in USA deutlich steigen

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USA,

Auch Autofahrer in den USA bekommen die Auswirkungen des von ihrer Regierung geführten Krieges im Iran deutlich zu spüren. Es ist das erste Mal seit Juli 2024, dass der Durchschnittspreis die Marke von 3,50 Dollar knackte.

Die Benzinpreise in den USA sind so hoch wie lange nicht mehr.
Die Benzinpreise in den USA sind so hoch wie lange nicht mehr. - KEYSTONE/AP/Yuki Iwamura

Seit Kriegsbeginn kletterten die Preise für bleifreies Benzin bis Dienstag (Ortszeit) um 55 Cent auf rund 3,54 US-Dollar pro Gallone, wie der amerikanische Automobilverband AAA auf Anfrage der deutschen Nachrichtenagentur DPA mitteilte. Das ist ein Anstieg von fast 19 Prozent. Eine Gallone entspricht 3,785 Litern.

Auch in der Schweiz dürfte der Benzinpreis an den Zapfsäulen laut Experten weiter zulegen. Zu Wochenbeginn waren auf dem Benzinpreis-Radar des Touring Club Schweiz (TCS) Literpreise von zumeist deutlich über 1,80 Franken aufgeführt. «Die Preise für Treibstoffe und Heizöl dürften in den nächsten Tagen spürbar anziehen», schrieb am Montag der Importverband Avenergy Suisse zur internationalen Marktlage. Beim TCS ging man davon aus, dass die Marke von 2 Franken pro Liter Benzin in den nächsten Tagen in die Nähe rückt.

Der Krieg im Iran hat den Schiffsverkehr in der Strasse von Hormus nahezu zum Erliegen gebracht. Durch die Meerenge wird in Friedenszeiten rund ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls transportiert. Die Schockwellen des Stopps sind weltweit zu spüren.

Das Thema Benzinpreise birgt gerade in den USA politischen Sprengstoff, auch mit Blick auf die anstehenden Zwischenwahlen im November. US-Präsident Donald Trump versprach im Wahlkampf, die Förderung fossiler Energieträger wie Öl und Kohle auszubauen – und so die Energiepreise für seine Landsleute deutlich zu verringern.

Seit Beginn des Krieges sucht die US-Regierung nach Wegen, das Angebot auf den Weltmärkten zu erhöhen, etwa durch gelockerte Sanktionen für russisches Öl. Regierungssprecherin Karoline Leavitt versuchte am Dienstag, die Bürgerinnen und Bürger in den Vereinigten Staaten zu beruhigen: «Die US-Bevölkerung kann versichert sein, dass der jüngste Anstieg der Öl- und Benzinpreise nur vorübergehend ist.»

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