Futsal Minerva: Siege sind an der Tagesordnung

Pierre Benoit
Pierre Benoit

Köniz,

Futsal Minerva ist seit Jahren der Meistertitel sicher – und nun haben die Spieler auch im Cup ihre Fähigkeiten demonstriert.

Minerva
Futsal Minerva bejubelt den klaren Sieg im Cupfinal gegen Aussenseiter Benfica Rorschach. - zVg

Auf den Meistertitel ist Futsal Minerva seit Jahren abonniert – auch im Cup haben die Minervaner jetzt einmal mehr Muskeln gezeigt und im Final mit einem 7:1-Kantersieg gegen Benfica Rorschach ihre krasse Überlegenheit auf nationaler Ebene demonstriert.

Doch trotz all der Erfolge: Minerva, mit dem ehrgeizigen und umtriebigen Präsidenten Miro Prskalo an der Spitze, bleibt weiterhin hungrig. Mit Leidenschaft und Stolz versuchen die Mannen um Cheftrainer Pedro Santos und Sportchef Caio Japa den Anschluss an die internationale Spitze zu bewerkstelligen.

Dass dies kein leichtes Unterfangen ist, mussten die Minervaner in den letzten Jahren bei ihren Auftritten in der Futsal Champions League erfahren. Die Konkurrenz aus Portugal, Spanien, Kroatien, Frankreich und Russland war jeweils noch eine Nummer zu gross, sodass die Berner in der entscheidenden Phase nicht mehr dabei waren.

Klare Verhältnisse im Cupfinal

Die Rollen waren verteilt – hier Minerva, der Ligaprimus, Serienmeister und Tabellenführer, dort der kämpferische Aussenseiter Benfica Rorschach. Den Grundstein zum klaren Sieg legte Minerva bereits zu Beginn der einseitigen Partie.

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Auch im Cup hat Futsal Minerva einmal mehr Muskeln gezeigt. - zVg

Nach drei Minuten stand es 2:0 – die Weichen waren gestellt und im weiteren Verlauf der Begegnung steuerten die Einheimischen einem deutlichen 7:1-Sieg entgegen und feierten den vierten Cupsieg der Vereinsgeschichte.

Dieser Erfolg ist ein weiterer Beweis für die aussergewöhnliche Konstanz des Vereins, der sich mit spielerischer Klasse und Leidenschaft an der Spitze des Schweizer Futsals etabliert hat.

Langweilig, oder?

Präsident Miro Prskalo widerspricht vehement, wenn man ihn darauf anspricht, dass Männer-Futsal in der Schweiz zu einer langweiligen Angelegenheit geworden ist, weil der Meister und Cupsieger jeweils schon vor Saisonbeginn bekannt ist.

«Das ist überhaupt nicht so. Jeder Match hat eine andere Geschichte, vor jedem Spiel ist die Anspannung gross, weil wir wissen, dass jedes Team gegen uns doppelt motiviert ist und uns bezwingen will. Dies war auch im Cupfinal nicht anders. Der Gegner war stark, seine Fans sind mit zwei Autocars angereist und unterstützten ihre Mannschaft lautstark. 650 Zuschauer füllten die Weissensteinhalle, 1800 Personen verfolgten das Spiel online, die Ambiance war hervorragend und das Spiel hochklassig», sagt Prskalo.

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«Stillstand ist für uns keine Option», sagt Miro Prskalo, der Mann, der hinter der Minerva-Dominanz steht. - zVg

Mit den Männern läuft es derzeit rund, bei den Frauen besteht noch Luft nach oben, doch auch hier ist Minerva ambitioniert.

Der Blick in die Zukunft

«Ziele treiben uns an. Wir hinterfragen regelmässig, ob wir noch auf Kurs und unsere Ziele sinnvoll und erreichbar sind. Im Zentrum steht dabei die kontinuierliche Professionalisierung von Minerva: Wir analysieren, priorisieren und setzen uns neue, ambitionierte Ziele. Manche sind gross, andere kleiner – doch alle verfolgen dasselbe: Erfolg, Entwicklung und nachhaltiges Wachstum. Für uns und den Schweizer Futsal. Denn eines ist klar: Stillstand ist für uns keine Option», sagt Miro Prskalo, der Mann, der hinter der Minerva-Dominanz steht.

Der weite Weg an Europas Spitze

Den Sprung von der nationalen an die europäische Spitze hat Futsal Minerva bisher noch nicht geschafft. Dies ist dem ambitionierten Präsidenten ein Dorn im Auge und er unternimmt seit Jahren einiges, um den Anschluss zu schaffen und in der Futsal Champions League in die entscheidende Phase vorzudringen.

«Wir versuchen, den nächsten Schritt zu machen, werden uns im Sommer weiter verstärken und sind auch bestrebt, für unsere Spieler mit einer leichten Reduktion des Arbeitspensums mehr Ruhezeit zu erhalten und noch häufiger trainieren zu können», so Prskalo.

Info

Futsal Minerva

Der Schweizerische Fussballverband führt seit 2006 eine eigene Futsal- Meisterschaft durch. Futsal Minerva wurde 2010 gegründet, im gleichen Jahr Nationalliga-B-Meister und stieg in die Nationalliga A auf. Bisher feierte Minerva achtmal den Schweizermeistertitel. (2012/13/17/19/22/23/24/25). Vier Cupsiege (2023/24/25/26). Drei Aktivmannschaften und ein Frauenteam.

Wer ihn kennt, weiss, dass der Präsident nicht aufgeben wird, bis die gesteckten Ziele erreicht werden. Teil von Europas Spitze, Meistertitel der Frauen und deutlicher Aufschwung im Nachwuchsbereich.

Den Nachwuchs fördern

Ein Hauptaugenmerk legt der Verein auch auf die Nachwuchsförderung. In der Lettra Design Futsal Juniors League kämpfen mittlerweile rund 750 Jugendliche um Tore und Punkte. Am vergangenen Samstag fand in der Weissensteinhalle der Kids Day mit den Finalspielen in den Kategorien E, D7, D9, C, FF11, FF14 statt. Die Stimmung hätte nicht besser sein können.

Verfolgst du die Futsal Liga in der Schweiz?

Zwischen den Halbfinal- und den Finalspielen holten sich die Kinder fleissig Autogramme bei den Spielern des Minerva-Fanionteams, auch eine Podiumsdiskussion lockerte das Programm auf und zum Abschluss stand das Spiel der Swiss Futsal Premier League, Champions Group zwischen Futsal Minerva und Benfica Rorschach auf dem Programm. Minerva bestätigte erwartungsgemäss den Sieg im Cupfinal und liess den Rorschachern keine Chance.

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