Donald Trump: «Ich denke, der Krieg ist so gut wie vorbei»
Die Lage im Nahen Osten bleibt hoch angespannt. Nach Angriffen, Gegenschlägen und politischen Drohungen überschlagen sich im Iran-Krieg die Ereignisse.

Das Wichtigste in Kürze
- Mojtaba Khamenei wird neuer oberster Führer des Irans inmitten des Krieges.
- Luftangriffe der USA und Israels sowie iranische Gegenangriffe intensivieren die Gewalt.
- Ölpreise steigen deutlich, belastet durch die regionale Instabilität.
- Alle Neuigkeiten gibt es hier im Ticker von Nau.ch.
Seit nun mehr als einer Woche spitzt sich der Konflikt rund um den Iran immer weiter zu. Nach Angriffen, Gegenschlägen und scharfer Rhetorik wächst international die Sorge vor einer weiteren Eskalation im Nahen Osten.
Mehrere Länder haben ihre Sicherheitsvorkehrungen erhöht, während Diplomaten gleichzeitig versuchen, eine Ausweitung des Konflikts zu verhindern. Am Montag ist auch der Ölpreis erstmals seit Jahren wieder auf über 100 US-Dollar angesteigen.
Zusätzlich verschärft ein politischer Umbruch in Teheran die Lage: Nach dem Tod von Ali Khamenei wurde sein Sohn Mojtaba Khamenei zum neuen obersten Führer ernannt. Gleichzeitig dauern Luftangriffe, Gegenangriffe und politische Spannungen an.
Trump: Teheran muss nukleare Ambitionen endgültig aufgeben
00.01: Trump hat erläutert, woran er den Erfolg des Kriegs gegen den Iran messen will. Entscheidend sei, dass Teheran seine nuklearen Ambitionen endgültig aufgebe.
Auf eine Nachfrage der CNN-Journalistin Julia Benbrook zu seiner Aussage, die USA hätten «in vieler Hinsicht bereits gewonnen», erklärte Trump, ein Erfolg wäre erreicht, wenn der Iran am Ende darauf verzichte, erneut ein Atomwaffenprogramm zu verfolgen.
Er verwies dabei auch auf den US-Sondergesandten Steve Witkoff, der ihn bei der Pressekonferenz in Florida begleitete. Iranische Vertreter müssten klar sagen, dass sie keine Atomwaffen entwickeln wollten, sagte Trump. Bei früheren diplomatischen Gesprächen hätten sie dazu nicht eindeutig Stellung genommen.
Nach den Angriffen der USA und Israels auf iranische Einrichtungen sieht Trump die nuklearen Fähigkeiten des Landes stark geschwächt. Der Iran werde für lange Zeit keine Kapazitäten mehr haben, Waffen zu entwickeln, die gegen die USA, Israel oder deren Verbündete eingesetzt werden könnten.
Trump: Iran-Krieg könnte innert weniger Tage vorbei sein
23.55: Trump hält ein Ende des Kriegs mit dem Iran in den kommenden Tagen für möglich. Auf die Frage eines Reporters, ob die US-Militäroperationen noch diese Woche oder in wenigen Tagen abgeschlossen sein könnten, antwortete er: «Ich denke schon.»
Trump erklärte zudem, die iranische Führung sei weitgehend ausgeschaltet worden. «Alles, was sie hatten, ist weg, einschliesslich ihrer Führung», sagte er und sprach von mindestens zwei Führungsebenen, die verschwunden seien.
Trump: «Eltern verstorbener Soldaten haben gesagt, ich solle die Arbeit beenden»
23.54: Trump hat erklärt, Familien gefallener US-Soldaten hätten ihn gebeten, «die Arbeit gegen den Iran zu beenden».
Trump reagierte damit auf die Frage, wie viele amerikanische Opfer er in diesem Krieg in Kauf zu nehmen bereit sei. Solche Konflikte führten immer zu Todesfällen, sagte er.
Der Präsident verwies auf einen Besuch auf dem Luftwaffenstützpunkt Dover Air Force Base, wo er die Familien der Gefallenen getroffen habe. Die Eltern hätten ihn dort gebeten: «Bitte bringen Sie die Sache zu Ende.»
Chamenei-Sohn ein US-Ziel? Trump gibt keine Antwort
23.45: Trump hat sich enttäuscht über die Ernennung von Mojtaba Khamenei zum neuen Obersten Führer des Iran geäussert. Er befürchte, dass die Wahl des Sohnes des verstorbenen Ali Khamenei zu weiteren Problemen führen werde.
Auf die Frage von Reportern, ob Mojtaba Khamenei nun ein mögliches Angriffsziel sei, wich Trump aus. Eine solche Aussage wäre «unangemessen», sagte er und verwies darauf, selbst mehrfach Ziel von Attentatsversuchen gewesen zu sein.
Trump erklärte zugleich, die USA sollten bei der Wahl der iranischen Führung eine Rolle spielen. Man wolle sich «einbringen» und hoffe, dass künftig ein Staatsoberhaupt gewählt werde, das «einmal etwas Friedliches bewirken kann».
Trump: «Sehr gutes Gespräch mit Putin»
23.39: Trump hat nach eigenen Angaben am Montag ein «sehr gutes Gespräch» mit Wladimir Putin geführt. Der russische Präsident habe dabei signalisiert, er wolle im Nahen Osten «hilfreich sein».
Es war das erste Telefonat der beiden seit Beginn des Iran-Konflikts. Trump sagte, man habe dabei auch über die sich zuspitzende Lage im Nahen Osten gesprochen.
Gleichzeitig äusserte der US-Präsident erneut Frustration über den anhaltenden Krieg zwischen Russland und der Ukraine. Er habe Putin gesagt, hilfreicher wäre es, den Krieg zwischen beiden Ländern zu beenden.
Trump bezeichnete den Ukraine-Krieg als «nie endenden Kampf», zeigte sich mit Blick auf mögliche Fortschritte jedoch vorsichtig optimistisch.
Trump will gewisse Öl-Sanktionen aufheben
23.33: Trump hat angekündigt, seine Regierung werde «bestimmte ölbezogene Sanktionen» vorübergehend aussetzen, um die Preise zu senken.
Welche Sanktionen konkret aufgehoben werden sollen, liess Trump offen. «Wir haben Sanktionen gegen einige Länder. Wir werden diese aufheben, bis sich die Lage wieder normalisiert», sagte er.
Zu den am stärksten sanktionierten, zugleich aber ölreichen Staaten gehören unter anderem der Iran und Russland.
Trump: «Iran will den Nahen Osten übernehmen»
23.23: Trump spricht weiter darüber, warum die USA und Israel den Iran angegriffen haben. Demnach würde Teheran, «den nahen Osten übernehmen», so der US-Präsident.
«Der Iran ist ein sehr mächtiges Land. Sie wollten den Nahen Osten übernehmen. Wenn wir sie nicht angegriffen hätten, hätten sie den Nahen Osten übernommen», so Trump.
Der US-Präsident erklärte, die meisten iranischen Raketen und anderen Waffen seien inzwischen zerstört. Sie seien «gegen Länder des Nahen Ostens gerichtet gewesen, die damit nichts zu tun hatten».
Trump spielt den Ölpreisanstieg herunter
23.22: Trump spricht nun über den Preisanstieg beim Öl und wiederholt seine früheren Aussagen, dass der Iran-Krieg langfristig zu sinkenden Ölpreisen führen wird.
«Die Strasse von Hormus wird sicher bleiben», sagte der US-Präsident. «Wir werden dieser Bedrohung ein für alle Mal ein Ende setzen, und die Folge werden niedrigere Öl- und Gaspreise für amerikanische Familien sein.»
Trump spielte auch die Folgen des Ölpreisanstiegs für die amerikanischen Verbraucher herunter und beharrte darauf, dass die Angebotsverknappung «andere Länder viel stärker betrifft als die Vereinigten Staaten».
«Das betrifft uns nicht wirklich», sagte er. «Wir haben so viel Öl.»
Trump zu Irans Angriff auf Nachbarn: «Das war sehr dumm»
23.20: Nun äussert sich Trump zu Irans Angriff auf seine Nachbarn und sagt, dieser Schritt sei «sehr töricht, sehr dumm» gewesen.
«Die Nachbarn Irans waren weitgehend neutral oder wollten sich zumindest nicht einmischen», sagte Trump und fügte hinzu, dass sie nach den Angriffen Teherans «auf unsere Seite getreten sind und begonnen haben, anzugreifen, und zwar tatsächlich recht erfolgreich».
Trump fügte hinzu, dass er mit dem Angriff auf den Iran sein Versprechen aus dem Jahr 2015 einlöse, dass er dem Iran nicht erlauben werde, Atomwaffen zu erwerben.
Trump: «Iran wollte nicht auf nukleare Ambitionen verzichten»
23.15: Trump äussert sich etwas detailierter dazu, warum die USA den Iran überhaupt angegriffen haben. Demnach deutet der US-Präsident an, dass Teheran während den begrenzten Verhandlungen in diesem Jahr weiterhin nukleare Ambitionen geäussert habe.
«Trotz der unzähligen Gelegenheiten, auf ihre nuklearen Ambitionen zu verzichten, die sie noch vor kurzem hatten, sagten sie Herrn Witkoff … sie sagten tatsächlich: ‹Wir wollen weiterbauen›», sagte Trump vor Reportern Florida.
Er charakterisierte die iranische Perspektive mit den Worten: «Im Wesentlichen, kurz gesagt: ‹Wir wollen weiterhin Atomwaffen bauen›».
Trump spekulierte auch, dass wenn die USA im vergangenen Sommer nicht die iranishen Atomanlagen angegriffen hätten, «sie eine Atomwaffe besessen» und diese schon längst eingesetzt hätten. «Zumindest Israel wäre sicherlich vernichtet worden.»
Trump: haben über 5000 Ziele angegriffen, einige bleiben«für später».
23.10: Trump erkärt weiter, die USA hätten seit Beginn des Krieges im Iran über 5000 Ziele angegriffen, «einige davon sehr wichtige Ziele», aber das US-Militär lasse «einige der wichtigsten Ziele für später offen, falls wir sie angreifen müssen».
«Wenn wir sie treffen, wird es viele Jahre dauern, bis sie wieder aufgebaut sind, da dies mit der Stromerzeugung und vielen anderen Dingen zu tun hat», fuhr er fort.
In der Rede am Montag (Ortszeit erklärte der Präsident ausserdem, die Ziele der USA im Iran seien «so gut wie erreicht».
Trump sieht «grosse Fortschritte» im Iran-Krieg
23:00: Trump hält in seinem Golfclub im US-Bundesstaat Florida eine Pressekonferenz ab. Dabei erklärt der US-Präsident, dass die USA im Krieg gegen den Iran «grosse Fortschritte» gemacht. Das lasse darauf schliessen, dass die Militäroperation möglicherweise kurz vor dem Abschluss stehe.
Trump erwähnte, man komme dem militärischen Ziel sehr nahe. «Wir erzielen grosse Fortschritte bei der Erreichung unseres militärischen Ziels, und manche würden sagen, es sei so gut wie erreicht», erklärte er. Zugleich behauptete er, sämtliche iranischen Streitkräfte seien vollständig zerstört worden.
Regierung in Iran: «Niemand hat eine Ahnung»
22.32: Trump meinte weiter, dass «niemand eine Ahnung hat», wer nach der Ermordung von Ayatollah Ali Khamenei den Iran regieren wird, obwohl sein Sohn, Mojtaba Khamenei, zum neuen Obersten Führer ernannt wurde.
«Ihre Terroristenführer sind weg, oder sie zählen die Minuten bis zu ihrem Verschwinden.» Das sagte Trump bei einer Klausurtagung der republikanischen Abgeordneten in Florida. «Und jetzt hat niemand eine Ahnung, wer die zukünftigen Staatsoberhäupter sein werden.»
Trump, der Mujtaba Khamenei zuvor als inakzeptable Wahl für die Führung Irans abgelehnt hatte, beharrte darauf, bei der Auswahl des neuen Staatsoberhaupts mitwirken zu müssen.
Er deutete zudem an, dass US-amerikanische und israelische Streitkräfte Mujtaba Khamenei ins Visier nehmen könnten, und erklärte am Wochenende gegenüber «ABC News»: «Wenn er unsere Zustimmung nicht erhält, wird er nicht lange im Amt bleiben.»
Trump bezeichnet den Krieg als «kurzfristigen Ausflug»
22.25: Trump bezeichnete den andauernden Krieg im Iran während einer Rede vor der republikanischen Konferenz des Repräsentantenhauses in Doral, Florida, als «kurzfristigen Ausflug».
«Unser Land steht wirklich gut da. Ich meine, auf einem Niveau, das niemand für möglich gehalten hätte. Wir haben einen kleinen Ausflug unternommen, weil wir das Gefühl hatten, das tun zu müssen, um ein Übel zu beseitigen. Ich denke, Sie werden sehen, dass es sich um einen kurzfristigen Ausflug handeln wird», sagte der US-Präsident.
«Wie gut ist unser Militär doch, nicht wahr?», sagte der Präsident dann unter dem Jubel der Menge und wiederholte dabei zweimal das Wort «kurzfristig». Nur Stunden zuvor retweetete sein Verteidigunsminister Pete Hegseht ein Bild auf dem unter anderem Stand: «Wir haben gerade erst angefangen zu kämpfen.»
Moskau: Trump und Putin haben über Iran-Krieg gesprochen
22.18: US-Präsident Donald Trump und Kremlchef Wladimir Putin haben nach Angaben aus Moskau über den Iran-Krieg und den Ukraine-Krieg gesprochen.
Das Telefonat habe eine Stunde gedauert und sei sachlich, offen und konstruktiv gewesen, teilte Putins aussenpolitischer Berater Juri Uschakow in einem vom Kreml veröffentlichten Kommentar mit.
Trump habe angerufen. Aus den USA gab es zu dem Telefonat zunächst keine Informationen.

Putin habe in dem Telefonat Überlegungen für eine baldige politisch-diplomatische Lösung für den Iran-Krieg geäussert unter Berücksichtigung der Kontakte zu den Führungen der Golfstaaten, dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian und weiterer Staaten, hiess es.
Trump habe seine Einschätzung der Entwicklung gegeben. Es habe ein sachlicher Meinungsaustausch stattgefunden.
Israel und die USA greifen den Iran seit gut einer Woche an. Teheran antwortet mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Ziele in den benachbarten Staaten am Persischen Golf und in Israel.
Israel: Wieder Ziele der iranischen Regierung angegriffen
21.53: Israels Luftwaffe hat Armeeangaben zufolge erneut militärische Ziele der iranischen Regierung angegriffen.
In der Hauptstadt Teheran sei eine Kommandozentrale der Al-Kuds-Brigaden der iranischen Revolutionsgarden und in Isfahan eine Stätte zur Herstellung und Lagerung von Waffen getroffen worden, hiess es in einer Armeemitteilung.
Zudem hätten israelische Kampfjets in der Gegend der Stadt Schiras weitere Stellungen ins Visier genommen. Die Angriffe seien inzwischen abgeschlossen.
Die Al-Kuds-Brigaden sind die Auslandsabteilung der iranischen Revolutionsgarden. Laut Israels Armee sind sie auch für Waffenlieferungen in die gesamte Region zuständig.
Papst Leo drückt sein Mitgeführ für Kriegsopfer aus
21.55: Papst Leo XIV. hat angesichts der Bombardierungen der vergangenen Tage im Nahen Osten sein tiefes Mitgefühl für die Opfer ausgedrückt.
Das Oberhaupt von weltweit etwa 1,4 Milliarden Katholiken denke an die vielen Unschuldigen, darunter zahlreiche Kinder, sowie an diejenigen, die ihnen Hilfe geleistet hätten, teilte der Heilige Stuhl am Abend bei Telegram mit.

Leo bete dafür, dass die Feindseligkeiten so bald wie möglich ein Ende finden.
Besonders erwähnt wird in der Mitteilung des Vatikans der libanesische Priester Pierre al-Rai, der nach Angaben aus dem Libanon bei einem Angriff von Israels Militär auf das christliche Dorf Klajaa im Süden des Landes getötet wurde.
Iran: Massenkundgebungen für neuen Führer Chamenei
21.14: Im Iran haben laut staatlichen Medienberichten Hunderttausende Menschen an organisierten Solidaritätskundgebungen für den neuen Revolutionsführer Modschtaba Chamenei teilgenommen.
In Teheran bekundeten Menschen demnach trotz der Gefahr von Raketenangriffe der USA und Israels dem obersten Führer ihre Treue.
Aufnahmen des staatlichen Fernsehens zeigten Autokorsos sowie Menschen mit iranischen Fahnen. Laut Staatsmedien erklärten die Demonstrierenden, gemeinsam mit dem neuen Führer den Konflikt bis zum «endgültigen Sieg» fortsetzen zu wollen.
Der 56 Jahre alte Modschtaba Chamenei war in der Nacht zum Montag – neun Tage nach dem Tod seines Vaters bei einem israelischen Luftangriff – zum neuen Religionsführer und Staatsoberhaupt ernannt worden.
Schweizer Reederei MSC stellt «bestimmte» Aktivitäten im Golf ein
20.54: Die Schweizer Reederei-Gruppe MSC hat am Montag angekündigt, «bestimmte» ihrer Aktivitäten im Golf aufgrund des Krieges im Nahen Osten einzustellen. Um welche es sich handelt, wurde aber nicht präzisiert.
«Angesichts der aktuellen Sicherheitslage im Nahen Osten muss MSC Ihnen leider mitteilen (...), dass für bestimmte Exportgüter, die sich derzeit in der Obhut und unter der Kontrolle von MSC in Häfen am Golf befinden, das Ende der Reise erklärt werden muss», teilte die Reederei in einer Mitteilung an ihre Kunden auf ihrer Website mit.

Diese Massnahme gelte für die betroffenen Ladungen, unabhängig davon, ob sie sich an Land oder bereits an Bord befänden. Diese Entscheidung sei gemäss Klausel 13 (besondere Umstände) des Vertrags getroffen worden und stelle keinen Vertragsbruch dar.
Am vergangenen Dienstag hatte die Reederei angekündigt, dass alle ihre Schiffe mit Ziel im Golf aufgrund des Krieges im Nahen Osten nicht dorthin fahren, sondern zum nächstgelegenen sicheren Hafen umgeleitet werden, um dort ihre Ladung zu entladen.
Am 1. März hatte MSC ausserdem bekannt gegeben, dass es seinen im Golf befindlichen Schiffen befohlen habe, einen sicheren Hafen anzulaufen, und alle Buchungen mit Ziel Naher Osten ausgesetzt habe.
Trump: «Denke, der Krieg ist so gut wie vorbei»
20.47: Der Krieg mit dem Iran könnte nach den jüngsten Worten von US-Präsident Donald Trump deutlich schneller beendet werden als von ihm selbst in Aussicht gestellt.
«Ich denke, der Krieg ist so gut wie beendet. Sie haben keine Marine, keine Kommunikationssysteme, sie haben keine Luftwaffe», zitierte ihn der US-Sender CBS News nach einem Telefoninterview. Der Krieg verlaufe «weit vor dem Zeitplan.»
Trump betonte demnach, dass die Raketen fast vollständig zerstört und die Drohnen samt Fabriken ausgeschaltet worden seien. «Wenn man sich das ansieht, haben sie nichts mehr übrig. Militärisch gesehen haben sie nichts mehr übrig.»

Mit Blick auf die für die Schifffahrt wichtige Strasse von Hormus sagte Trump, sie sei derzeit offen und werde befahren. Er denke aber darüber nach, sie zu «übernehmen». Zuvor hatte er bereits angekündigt, die US-Marine könne durchfahrende Schiffe zur Not eskortieren.
Ende Februar hatten Israel und die USA den Iran angegriffen. Nach dem Beginn der US-Offensive hatte Trump noch gesagt, dass er von einer Kriegsdauer von vier bis fünf Wochen ausgehe. Ende vergangener Woche nannte Regierungssprecherin Karoline Leavitt dann einen Zeitraum von vier bis sechs Wochen.
Für den späten Montagabend (MEZ) kündigte Trump eine Medienkonferenz an.
Niederlande schicken Fregatte zum Schutz gegen Angriffe des Irans
19.36: Die Niederlande beteiligen sich mit einer Luftverteidigungsfregatte im östlichen Mittelmeer am Schutz der Region vor iranischen Angriffen. Das teilte das Verteidigungs- und das Aussenministerium dem Parlament in Den Haag mit.
Frankreich hatte die Niederlande um Unterstützung gebeten, auch um die Sicherheit französischer Marineschiffe in der Region zu gewährleisten. Die Regierung spricht von einem «begrenzten Einsatz defensiver Art».
Es gehe um die Verteidigung «unser Verbündeter», sagte Verteidigungsministerin Dilan Yesilgöz. «Von einem offensiven Einsatz kann keine Rede sein.»
Die «Evertsen» mit 170 Personen an Bord ist mit Radartechnik gegen Drohnen, Raketen und Flugzeuge ausgerüstet. Sie befindet sich derzeit auf der Höhe von Malta.
Libanon meldet fast 500 Tote durch israelische Angriffe
18.59: Seit Ausbruch der jüngsten Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah sind im Libanon nach Behördenangaben fast 500 Menschen getötet worden.
486 Menschen seien seit vergangenen Montag getötet und 1313 weitere seien verletzt worden, teilte die Katastrophenschutzeinheit der Regierung in Beirut mit.
Nach erneutem Raketenbeschuss der Hisbollah auf Israel greift das israelische Militär wieder massiv in den Einflussgebieten der Schiitenorganisation im Libanon an.
Unter Beschuss stehen vor allem die südlichen Vororte der Hauptstadt Beirut, grosse Teile im Südlibanon und weitere Gebiete im Osten des Landes. Unter den Toten sind nach Behördenangaben auch Dutzende Kinder.
Israels Militär: Drohnenhauptquartier der Revolutionsgarden zerstört
18.45: Kampfflugzeuge der israelischen Luftwaffe haben nach Angaben eines Militärsprechers ein Drohnenhauptquartier der iranischen Revolutionsgarden zerstört.
Zum Standort der Anlage wurden zunächst keine Angaben gemacht. Sie sei im Rahmen einer Angriffswelle gegen militärische Infrastruktur im Iran attackiert worden, hiess es.
Von dort aus seien Drohnen zu Angriffen gegen Israel gestartet, aber auch gelagert worden.

Zudem wurden nach israelischen Angaben drei Raketenwerfer angegriffen, von denen in der Stunde zuvor Raketen auf Israel abgefeuert wurden.
Die staatliche iranische Rundfunkagentur IRIB berichtete von Angriffen auf diverse Militäranlagen im Westen Teherans.
Augenzeugen sagten, die Luft- und Raumfahrtbehörde der Revolutionsgarden im Stadtteil Tschitgar sei attackiert worden. Auch dort sollen Drohnen gelagert sein.
Rund 2700 Schweizerinnen und Schweizer noch bei EDA registriert
17.51: Die Zahl der Schweizer Reisenden, die nach der amerikanisch-israelischen Offensive gegen den Iran über die Travel-Admin-App registriert sind, ist weiter gesunken.
Laut den neusten Angaben des Bundes vom Montagnachmittag waren es noch gut 2700 Personen.
Mit Abstand am meisten Schweizer Staatsangehörige befanden sich gemäss dieser Aufstellung in den Vereinigten Arabischen Emiraten, nämlich 1600.
Je rund 300 der registrierten Personen waren in Katar und in Oman. Am Sonntag waren es noch 3349 Schweizer Reisende gewesen.
Über die Travel-Admin-App wünschen Registrierte Hilfe bei der Ausreise aus dem Nahen Osten.
Die Fluggesellschaft Swiss teilte am Montag mit, dass sie aus Sicherheitsgründen ihren Flugstopp in den Nahen und Mittleren Osten verlängere: Nach Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten fliegt sie bis und mit 15. März nicht, und die israelische Metropole Tel Aviv steuert sie bis einschliesslich 2. April nicht an.
WHO-Chef warnt vor Gesundheitsschäden durch Iran-Krieg
17.47: Angesichts der Eskalation im Iran-Krieg hat der Generalsekretär der Weltgesundheitsorganisation, Tedros Adhanom Ghebreyesus, vor ernsthaften Gefahren für die öffentliche Gesundheit in der gesamten Region gewarnt.
Beschädigungen an Erdölanlagen im Iran würden das Risiko einer Kontamination von Lebensmitteln, Wasser und Luft bergen, schrieb er auf X. Besonders Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen seien gefährdet.

Gleichzeitig verwies er auf die Situation im Libanon. Seit Ende Februar seien dort neun Mitarbeiter aus dem Gesundheitswesen getötet worden. 16 weitere seien verletzt worden.
43 medizinische Versorgungszentren und fünf Krankenhäuser mussten dem WHO-Chef zufolge aufgrund von Evakuierungsanordnungen der israelischen Armee schliessen.
Ghebreyesus rief zu sofortiger Deeskalation auf. «Frieden ist immer die beste Medizin», sagte er.
Cassis: «Grenze des Selbstverteidigungsrechts überschritten»
17.10: Der Iran habe mit Gegenschlägen nach dem Angriff durch die USA und Israel die Grenzen des Selbstverteidigungsrechts überschritten. Das sagte Aussenminister Ignazio Cassis am Montag im Nationalrat.
Der Bundesrat sei zutiefst besorgt über das militärische Vorgehen der Konfliktparteien im Nahen und Mittleren Osten, führte Cassis am Montag in der Fragestunde des Nationalrats aus. Dieses verletze das Völkerrecht und insbesondere das Gewaltverbot.

«Eine solche Verletzung liegt auch vor, wenn die Grenzen des Selbstverteidigungsrechts überschritten werden. Dies ist bei einem Teil der iranischen Gegenschläge der Fall», sagte Cassis zu Fragen von Fabian Molina (SP/ZH) und Laurence Fehlmann Rielle (SP/GE). Der Bundesrat fordere von allen Parteien, Völkerrecht einzuhalten.
EU startet Hilfsflüge für Menschen im Libanon
15.55: Die EU organisiert Hilfsflüge für die unter dem neuen Nahost-Krieg leidende Zivilbevölkerung im Libanon.
Nach den Plänen von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sollen für rund 130.000 Menschen Notfallvorräte mobilisiert werden, wie die EU mitteilte. Ein erster Flug sei für diesen Dienstag geplant.

Von der Leyen kündigte die EU-Hilfe in einer Videokonferenz mit Staats- und Regierungschefs aus Ländern des Nahen Ostens zum Krieg im Iran an.
Mit dabei waren Vertreter Jordaniens, Ägyptens, Bahrains, des Libanon, Syriens, der Türkei, Armeniens, des Irak, Katars, Kuwaits, der Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabiens und Omans sowie für die EU auch Ratspräsident António Costa.
Bund entscheidet nicht mehr über Asylgesuche von Iranern
15.44: Das Staatssekretariat für Migration (SEM) entscheidet wegen des Iran-Kriegs nicht mehr über Asylgesuche iranischer Staatsangehöriger. Das hat das SEM am Montag auf der Nachrichtenplattform X mitgeteilt.
Zur Begründung sagte SEM-Mediensprecherin Anne Césard der Nachrichtenagentur Keystone-SDA auf Anfrage, ein möglicher Regimewechsel im Iran könne nicht ausgeschlossen werden.
Ein solcher Regimewechsel würde eine Neubewertung der individuellen Risikoprofile iranischer Asylsuchender erforderlich machen.
Wie Césard weiter sagte, ist es nicht das erste Mal, dass das Staatssekretariat für Migration Asylentscheide aussetzt. «Das SEM passt seine Asylpraxis jeweils an die Situation in den betroffenen Ländern an», sagte Césard.

So sistierte das SEM nach dem Sturz des syrischen Langzeit-Machthabers Baschar al-Assad am 9. Dezember 2024 alle Asylverfahren und -entscheide von Asylsuchenden aus Syrien.
Ende August 2025 gab das SEM dann bekannt, es wolle die Gesuche von Syrerinnen und Syrern wieder prüfen.
Das SEM schrieb am Montag auch, es habe die Wegweisung von Iranerinnen und Iranern mit negativ ausgefallenem Asylentscheid sistiert. Davon ausgenommen seien straffällig Gewordene sowie Gefährderinnen und Gefährder.
Grund dafür sei, dass aufgrund der sich rasch ändernden Lage im Iran keine abschliessende Beurteilung der Zumutbarkeit solcher Wegweisungen möglich sei.
Schon als im Januar im Iran Proteste gegen das Regime ausbrachen und diese blutig niedergeschlagen wurden, gab das SEM bekannt, es verzichte derzeit auf Wegweisungen.
Frankreich plant Geleit für Schiffe durch Strasse von Hormus
15:04: Frankreich arbeitet mit Partnern an einer Initiative, um wieder mehr Seeverkehr durch die für den Handel wichtige Strasse von Hormus nahe der iranischen Küste zu ermöglichen.
Es handle sich um einen rein defensiven Einsatz, sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bei einem Besuch im zyprischen Paphos. Ziel sei es, Containerschiffe und Tanker zu begleiten, sobald die heisseste Phase des Iran-Kriegs vorbei sei.
Die Meeresenge sei für den internationalen Handel sowie den Transport von Gas und Öl essenziell, sagte Macron. Dem Franzosen zufolge müsse das Vorgehen sowohl mit europäischen wie nicht-europäischen Partnern vorbereitet werden. Wer konkret bei der Initiative an Bord ist, gab Macron nicht bekannt.

Ausserdem sicherte der französische Präsident Zypern Solidarität zu. «Wer Zypern angreift, greift auch Europa an», sagte Macron nach einem Treffen mit Zyperns Präsident Nikos Christodoulidis und Griechenlands Regierungschef Kyriakos Mitsotakis auf dem zyprischen Flughafen von Paphos.
Frankreich habe bereits eine Fregatte und Luftabwehrsysteme in die Region entsandt, sagte Macron. Auch der Flugzeugträger Charles de Gaulle und seine Kampfgruppe befänden sich in der Nähe Zyperns.
Warnung vor Hungersnot
14:58: Das Welternährungsprogramm (WFP) warnt vor weitreichenden Folgen der Eskalation im Iran-Krieg für die Ernährungssicherheit in der Region und darüber hinaus.
Infolge des Konflikts steigende Lebensmittel- und Treibstoffpreise könnten den Hunger unter besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen weiter verschärfen, teilte die UN-Organisation in einem jüngsten Bericht mit.
Die Eskalation habe bereits gravierende Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung. Diese trage die Hauptlast der Gewalt durch massenhafte Vertreibungen, zahlreiche Todesopfer und die Zerstörung wichtiger Infrastruktur.
Nach Angaben des WFP unterbricht der Konflikt Lieferketten, treibt Kosten in die Höhe und schwächt zugleich die Kaufkraft vieler Familien. Dadurch könnten Haushalte, die bereits in Not lebten, weiter in schwere Ernährungsunsicherheit geraten.
Über die Region hinaus drohten auch globale Folgen. Besonders problematisch sei die Lage in der Meerenge von Hormus, über die ein bedeutender Teil des weltweiten Düngemittelhandels abgewickelt werde. Unterbrechungen dort könnten die Verfügbarkeit von Dünger verringern, Ernteerträge senken und damit die weltweiten Lebensmittelpreise weiter steigen lassen.
Golfstaaten weiter unter Beschuss
14:38: Die iranischen Angriffe in den Golfstaaten gehen mehr als eine Woche nach Kriegsbeginn weiter. Katars Verteidigungsministerium teilte mit, die Luftabwehr habe mehrere Raketen abgefangen.
Anschliessend hiess es, die Bedrohung sei vorbei und die Sicherheitslage wieder normal. In Katar befindet sich unter anderem die wichtige US-Militärbasis al-Udaid.
Die Vereinigten Arabischen Emirate teilten mit, ihre Luftabwehr habe zwölf weitere Raketen abgefangen, drei seien zudem im Wasser niedergegangen. Ausserdem seien von insgesamt 18 Drohnen alle bis auf eine abgefangen worden.

Damit gab es im Land nach offiziellen Angaben bisher Angriffe mit etwa 250 Raketen und 1400 Drohnen. Die Emirate sind bisher besonders stark unter Beschuss. Dort wurden bisher vier Menschen bei Angriffen getötet, mehr als 110 wurden verletzt.
Vonseiten der iranischen Revolutionsgarden hiess es, es laufe bereits die 31. Welle an Raketen gegen Ziele in Israel und gegen US-Stellungen in der Region.
Swiss verlängert Aussetzung der Flüge nach Dubai und Tel Aviv
14:08: Die Swiss verlängert aufgrund der weiterhin angespannten Lage im Nahen Osten die Aussetzung ihrer Flüge nach Dubai bis einschliesslich 15. März. Die Flüge nach Tel Aviv bleiben neu bis und mit 2. April ausgesetzt. Das schreibt die Fluggesellschaft in einer Mitteilung .

Für die Swiss stehe demnach die Sicherheit ihrer Besatzungen und Passagiere jederzeit an erster Stelle. Vor diesem Hintergrund habe die Fluggesellschaft entschieden, die Verbindungen vorerst weiterhin nicht durchzuführen.
EU fliegt 356 Europäer aus Oman nach Rumänien
13:55: Die EU-Kommission hat 356 Europäer mit zwei gecharterten Flugzeugen aus Oman zurückgeholt. Die im Nahen Osten gestrandeten Bürger seien auf Wunsch der rumänischen Behörden von Oman nach Rumänien geflogen worden und am Morgen angekommen, teilte die Brüsseler Behörde mit.

Die Europäische Union habe ausserdem bislang 42 Flüge unterstützt, mit denen mehr als 4100 Europäerinnen und Europäer sicher zurückgebracht worden seien – unter anderem nach Belgien, in die Niederlande und nach Österreich. Insgesamt haben den Angaben nach bislang 23 Mitgliedstaaten die Unterstützung der EU angefordert. In den nächsten Tagen gebe es deshalb weitere Flüge.
Starmer warnt vor ökonomischen Auswirkungen
13:40: Mit einem Andauern des Krieges im Iran werden aus Sicht des britischen Premierministers Keir Starmer auch wirtschaftliche Folgen für die Menschen im Vereinigten Königreich wahrscheinlicher.
Je länger die Situation andauere, desto wahrscheinlicher seien «Auswirkungen auf unsere Wirtschaft, Auswirkungen auf das Leben und die Haushalte aller Menschen und alle Unternehmen», sagte Starmer in London.

Die Aufgabe der Regierung sei es, «dem zuvorzukommen, vorauszudenken, die Risiken einzuschätzen, sie zu überwachen und diesbezüglich mit anderen zusammenzuarbeiten».
Türkei fängt iranische Rakete ab
13:33: Die Luftabwehr der Nato hat im türkischen Luftraum erneut eine iranische Rakete abgeschossen. Das teilte das türkische Verteidigungsministerium mit. Demnach landeten Trümmerteile des Flugkörpers in der Nähe der Stadt Gaziantep.
Nun richtet die Türkei eine Warnung an den Iran. Zwar messe die Türkei guten nachbarschaftlichen Beziehungen grosse Bedeutung bei. «Wir bekräftigen jedoch, dass jede Bedrohung unseres Hoheitsgebiets oder Luftraums mit allen erforderlichen Massnahmen entschlossen und ohne zu zögern beantwortet wird», heisst es in einer Mitteilung.
Teheran von Explosionen erschüttert
13:19: Die iranische Hauptstadt Teheran ist erneut Ziel einer Angriffswelle.
Über der Metropole waren nach Angaben von Augenzeugen Kampfjets zu hören, die sich aus dem Norden über die Gipfel des Albors-Gebirges näherten. Laute Explosionen erschütterten die Stadt, wie Bewohner am Montag berichteten.
In der Grossstadt Karadsch, einem Vorort im Westen von Teheran, wurde Augenzeugen zufolge ein Regierungsquartier mit Polizeistationen, Justizgebäuden und Teilen der Stadtverwaltung bombardiert. «Die Gebäude haben gezittert wie bei einem Erdbeben», sagte ein Bewohner, der sich in der Nähe aufhielt.
Die israelische Armee teilte mit, sie habe eine grossangelegte Angriffswelle gegen Infrastruktur der iranischen Führung in den Städten Teheran und Isfahan sowie im Süden des Landes begonnen. Berichte über Opfer gab es zunächst nicht.
Russland sichert Iran Unterstützung zu
13:15: Der russische Präsident Wladimir Putin hat Modschtaba Chamenei zu der Ernennung zum neuen obersten Führer Irans in einem Telegram gratuliert. Zudem sicherte er Chamenei seine Unterstützung zu.
«Ich möchte unsererseits unsere unveränderte Unterstützung für Teheran und unsere Solidarität mit unseren iranischen Freunden bekräftigen. Russland war und bleibt ein verlässlicher Partner der Islamischen Republik», schreibt Putin weiter. «Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Bewältigung der vor Ihnen liegenden schwierigen Aufgaben sowie gute Gesundheit und Kraft.»

Russland pflegt zum Iran traditionell sehr enge Beziehungen. Beide Länder hatten im vergangenen Jahr auch eine strategische Partnerschaft besiegelt, die auch eine militärische Zusammenarbeit, aber – anders als zwischen Russland und Nordkorea – keinen gegenseitigen Beistand vorsieht, sollte eines der Länder angegriffen werden. Iran ist ein wichtiger Rüstungskunde Russlands.
Iranische Rakete tötet zwei Menschen in Israel
13:10: Bei einem neuen iranischen Raketenangriff auf Israel sind nach Angaben von Sanitätern zwei Menschen getötet worden.
Der israelische Rettungsdienst Magen David Adom berichtete zunächst, bei dem Angriff im Grossraum Tel Aviv sei ein rund 40-jähriger Mann getötet worden. Ein weiterer Mann sei mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden. Nach Angaben des Rettungsdienstes Zaka wurde er später für tot erklärt.

Ein aus dem Iran abgefeuertes Geschoss sei auf einer Baustelle eingeschlagen, bei den Betroffenen handelte es sich um Bauarbeiter, teilte Magen David Adom mit. Es habe auch an anderen Orten im Grossraum Tel Aviv Einschläge gegeben.
Hat Israel weissen Phosphor im Libanon eingesetzt?
12.24: Human Rights Watch (HRW) hat Israel vorgeworfen, vergangene Woche bei einem Angriff auf ein Wohngebiet im Südlibanon verbotenerweise weissen Phosphor eingesetzt zu haben.
Die Menschenrechtsorganisation habe sieben Aufnahmen verifizieren und geografisch zuordnen können, hiess es in einem Bericht. Ein Mitarbeiter sprach darin von schweren Folgen für Zivilisten. Die Brandeigenschaften von weissem Phosphor könnten zum Tod oder schweren Verletzungen führen, die lebenslanges Leid nach sich ziehen.
Das israelische Militär äusserte sich zunächst nicht zu dem Vorwurf.
Tötete eine amerikanische Rakete mindestens 168 Kinder?
11:45: Bei einem Angriff auf eine Mädchenschule im Iran starben mindestens 168 Kinder, wie «CNN» berichtet. Am Sonntag hatte Trump vor Journalisten den Iran beschuldigt, für die Bombardierung der Mädchenschule verantwortlich zu sein: «Meiner Meinung nach und nach dem, was ich gesehen habe, wurde das vom Iran getan.»
Jetzt zeichnen zwei unabhängige Recherchen ein anderes Bild. Wie Rechercheteams von «New York Times» und der Plattform «Bellingcat» unabhängig voneinander herausfanden, wurde die Mädchenschule von einem US-Flugkörper getroffen.

In einem Video sei zu sehen, wie ein US-Tomahawk-Marschflugkörper am 28. Februar eine Einrichtung der iranischen Revolutionsgarde treffe, schreibt Bellingcat. Das von den Journalisten überprüfte Videomaterial zeige zudem, wie bereits Rauch aus der Nähe der Mädchenschule aufsteige.
Die «New York Times» gibt an, der US-Marschflugkörper treffe einen Marinestützpunkt neben der Schule. «Das US-Militär ist die einzige an dem Konflikt beteiligte Streitkraft, die Tomahawks einsetzt», so die Zeitung.
Katar verhaftet 300 Personen – wegen Social Media Posts
11:25: Katar greift gegen Influencer hart durch. 313 Personen wurden verhaftet, weil sie unerlaubt Fotos und Videos von Raketen und Drohnen in den sozialen Medien teilten. Zuvor hatte der Wüstenstaat dazu augerufen, keine Beiträge zum Iran-Krieg zu teilen. Das berichtet CNN.
Die Festnahmen erfolgten wegen des Filmens und der Verbreitung nicht genehmigter Videoclips, der Verbreitung irreführender Informationen und Gerüchte sowie der Verbreitung von Inhalten, die die Öffentlichkeit beunruhigen sollen, erklärte das Ministerium in einer Stellungnahme.

Türkei schickt F-16-Kampfjets in besetzten Norden Zyperns
10:25: Vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs und einem Drohnenangriff auf den britischen Militärstützpunkt auf Zypern hat die Türkei sechs Kampfjets in den von ihr kontrollierten Norden der Mittelmeerinsel geschickt.
Zyprische Medien zeigten Bilder von der Landung der F-16-Jets auf dem Flughafen Ercan. Er liegt nordöstlich von der Hauptstadt Nikosia, aber in dem Teil Zyperns, der von türkischen Truppen besetzt ist und nur von Ankara als Türkische Republik Nordzypern anerkannt wird.
Neben den Kampfjets seien auch Luftverteidigungssysteme in den Norden Zyperns verlegt worden, teilte das türkische Verteidigungsministerium mit. Der Einsatz ziele darauf ab, die Sicherheit Nordzyperns «angesichts der jüngsten regionalen Entwicklungen» zu stärken, erklärte Ministerium auf der Plattform X. Je nachdem, wie sich die Lage weiter entwickele, könnten zusätzliche Massnahmen ergriffen werden.
China kontert Trump-Drohung
10:02: China weist die Drohung von US-Präsident Donald Trump gegen den Nachfolger an der Spitze des Irans zurück.
China lehne eine Einmischung in innere Angelegenheiten anderer Länder unter jeglichem Vorwand ab, sagte Aussenamtssprecher Guo Jiakun in Peking. Die Sicherheit, Souveränität und territoriale Integrität des Irans müssten respektiert werden. Erneut forderte Peking Verhandlungen und ein sofortiges Ende der Militäroperationen.

Trump hatte dem Iran am Wochenende gedroht, dass ein Nachfolger des bei einem israelischen Luftangriff getöteten obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei nicht lange im Amt bleiben werde, sollten die USA nicht in die Entscheidung einbezogen werden. Kurze Zeit später wurde Ali Chameneis Sohn Modschtaba Chamenei als Nachfolger bekanntgegeben.
Israel: Iran setzt bei Angriff erneut Streumunition ein
09:04: Der Iran hat bei seinen Raketenangriffen auf Israel nach Angaben der israelischen Armee erneut Streumunition eingesetzt. Welches Gebiet in dem Land genau betroffen gewesen ist, sagte der Armeesprecher jedoch nicht. Teheran hatte in diesem Krieg sowie im Krieg im vergangenen Jahr bereits Gefechtsköpfe mit Streumunition verwendet. Zuletzt hatte es den Einsatz selbst bestätigt.
Der Einsatz von Streumunition ist international weitgehend geächtet, weil sie grosse Flächen unkontrolliert mit Sprengkörpern überzieht und besonders für Zivilisten gefährlich ist.

Israel hat dem Iran vorgeworfen, mit dieser Art von Munition absichtlich auf zivile Gebiete geschossen zu haben. Die Armee warnt die Bürger des Landes immer wieder, sich den Bomben nach Einschlägen nicht zu nähern.
Israel greift erneut Einrichtungen der iranischen Führung an
09:01: Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben erneut Ziele der Führung im Iran angegriffen, darunter in der Stadt Isfahan. Derweil gab es in der Nacht und am Morgen demnach auch wieder iranische Raketenangriffe auf Israel.
Die Angriffe im Iran galten einer Mitteilung zufolge Kommandozentren von Behörden für innere Sicherheit und der Basidsch-Milizen. Die Basidsch-Milizen sind besonders für ihr hartes Vorgehen gegen die Proteste im eigenen Land bekannt. Ausserdem seien Raketenabschussrampen und eine Produktionsanlage für Raketentreibwerke im Iran beschossen worden.
Am Morgen und in der Nacht heulten in Israel erneut die Warnsirenen, darunter auch im Grossraum Tel Aviv. Nach Angaben des israelischen Rettungsdienstes Magen David Adom wurden bei den iranischen Raketenangriffen rund 20 Menschen verletzt. Einige davon seien gestürzt, als sie in Schutzräume rannten.

Benzin wird im Iran rationiert
08:40: Nach den israelischen Angriffen auf Öldepots in der iranischen Hauptstadt Teheran rationieren Tankstellen den Verkauf von Benzin stark. Autofahrerinnen und Autofahrer können aktuell pro Tankvorgang nur noch zehn Liter Sprit kaufen, wie Bewohner der Millionenmetropole berichteten. An den Tankstellen bildeten sich Kilometer lange Autoschlangen mit stundenlangen Wartezeiten.

Am Wochenende hatte Israels Luftwaffe Öldepots in Teheran bombardiert und in Flammen gesetzt. Dichter, schwarzer, toxischer Rauch verdunkelt seitdem den Himmel. Auf viele Dächer der Metropole regnete Öl herab.
Ölpreis-Schock schickt Börsen auf Talfahrt
08:20: Für die Aktienmärkte zeichnet sich erneut ein tiefroter Start in die neue Handelswoche ab. In der Nacht sind die Preise für Rohöl über die psychologisch wichtige Marke von 100 US-Dollar je Barrel gestiegen. Das befeuert die Ängste der Investoren und schickt die Aktienkurse erneut auf Talfahrt.

Für den Schweizer Aktienmarkt deuten die vorbörslichen Indikationen beim Broker IG aktuell Verluste von 1,2 Prozent an. Ähnlich rasant dürften auch die wichtigsten europäischen Börsen starten.
Die asiatischen Märkte haben bereits einen Vorgeschmack gegeben: Dort sackten etwa der koreanische Kospi oder der japanische Nikkei um 8,4, respektive 7 Prozent ab. Die Wall Street wird ebenfalls mit deutlichen Abgaben erwartet.
Chameneis Sohn wird oberster Führer im Iran
08:10: Im Iran ist mitten im Krieg der Sohn des getöteten Ajatollahs Ali Chamenei zum neuen religiösen und staatlichen Oberhaupt gewählt worden. Das gab das zuständige Wahlgremium laut der Nachrichtenagentur Irna und dem staatlichen Rundfunk Irib bekannt.
Der 56-jährige Modschtaba Chamenei wurde vom sogenannten Expertenrat, dem wichtigsten religiösen Gremium des Landes, ernannt. In dem Amt wird er künftig das letzte Wort in allen politischen und militärischen Belangen haben.

US-Präsident Donald Trump hatte jüngst bereits deutlich gemacht, dass er Modschtaba Chamenei als neues staatliches Oberhaupt ablehne. Dessen Vater war bei einem israelischen Luftangriff am 28. Februar in Teheran getötet worden.
Der Expertenrat habe «trotz der akuten Kriegssituation und der direkten Drohungen der Feinde» keinen Augenblick gezögert, hiess es in einer von Irna veröffentlichten Mitteilung des Gremiums. Die Entscheidung sei nach «sorgfältigen und umfassenden Prüfungen» erfolgt.
Bahrain meldet Dutzende Verletzte bei iranischem Drohnenangriff
04.45: Der Golfstaat Bahrain ist erneut zum Ziel eines Angriffs des iranischen Militärs geworden. Das Innenministerium des kleinen Inselstaats im Persischen Golf meldete in der Nacht 32 Verletzte, darunter Kinder und mehrere Schwerverletzte.

Alle Opfer seien Zivilisten und Bürger des Landes. Nach Angaben des Ministeriums war die südlich der Hauptstadt Manama gelegene Insel Sitra Ziel einer Drohnenattacke. Mehrere Häuser seien beschädigt worden.
Philippinen ordnen Energiesparen wegen Nahost-Krise an
04.01: Wegen der steigenden Energiepreise infolge des Iran-Kriegs führen die Philippinen vorübergehend eine Vier-Tage-Woche für viele staatliche Behörden ein. Die Regierung in Manila reagiert damit auf die wirtschaftlichen Folgen der Eskalation zwischen Israel, den USA und dem Iran, die zu höheren Ölpreisen geführt hat. Die Regelung gilt jedoch nicht für wichtige Dienste wie Polizei, Feuerwehr und andere Notfallkräfte.
Israel greift erneut im Iran und im Libanon an
03.39: Die israelische Armee setzt ihre Angriffe auf Ziele im Iran und im Libanon fort. Die Luftwaffe habe eine neue Welle an Attacken gegen Infrastruktur der iranischen Führung im Zentrum des Landes begonnen, teilte die Armee in der Nacht mit.
Zudem sei erneut Infrastruktur der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz in der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen worden. Derweil gab die Armee Entwarnung für die eigene Bevölkerung, nachdem der Iran zuvor erneut Raketen auf Israel gefeuert hatte.
Börsen in Ostasien brechen nach Ölpreisanstieg ein
02.30: Die Börsen in Ostasien haben mit heftigen Verlusten auf den rasanten Anstieg der Ölpreise reagiert. In Tokio stürzte der Nikkei-Index für 225 führende Werte im frühen Handel um mehr als 6 Prozent unter die Marke von 53'000 Zählern.
Rund 25 Minuten nach Handelsbeginn notierte der asiatische Leitindex bei einem satten Minus von 3409,92 Punkten oder 6,13 Prozent bei einem Zwischenstand von 52'210,92 Punkten.

Hohe Verluste verzeichnete auch die Börse in Südkorea. In Seoul verzeichnete der KOSPI nach Handelsbeginn zeitweise ein Minus von 378,55 Punkten – oder knapp 7 Prozent – bei einem Stand von 5200,17 Zählern.
Ölpreis schiesst über Marke von 100 US-Dollar
01.28: Der Ölpreis ist infolge des Iran-Kriegs erstmals seit Jahren wieder auf über 100 US-Dollar angestiegen. Der Preis für die in Europa massgebliche Nordseesorte Brent stieg zeitweise um knapp 19 Prozent auf fast 110 US-Dollar je Barrel (159 Liter).
Unmittelbar zuvor war zum Handelsbeginn in Chicago die in den USA bestimmende Sorte West Texas Intermediate (WTI) über die Marke von 100 Dollar gesprungen – ein Preisniveau, das es zuletzt 2022 gegeben hatte.
Teil des US-Botschaftspersonals soll Saudi-Arabien verlassen
01.11: Die USA haben angesichts von Sicherheitsrisiken wegen des Iran-Kriegs einen Teil ihres Botschaftspersonals in Saudi-Arabien angewiesen, das Land zu verlassen.
Das US-Aussenministerium ordnete die Ausreise des nicht für Notfälle benötigten Personals sowie der Angehörigen von Botschaftsmitarbeitern an, erklärte die Behörde.
Damit verschärfte sie eine vorige Empfehlung: Seit vergangener Woche hatte es schon eine Erlaubnis für diese Personengruppen zur Ausreise gegeben.
Israels Armee meldet weitere Raketenangriffe des Irans
01.04: Auch mehr als eine Woche nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran schiesst die Islamische Republik weiter auf Israel. In der Nacht meldete die israelische Armee wiederholt Raketenangriffe aus dem Iran.
In der Küstenmetropole Tel Aviv und anderen Gebieten des jüdischen Staates heulten in der Nacht wieder die Sirenen. Die Luftabwehr war erneut im Einsatz, wie das Militär auf Telegram mitteilte.
Katars Premier ruft Iran zu Deeskalation auf
01.11: Katars Ministerpräsident Mohammed bin Abdulrahman Al Thani hat zur Deeskalation im Iran-Krieg aufgerufen. «Wir werden weiterhin mit den Iranern sprechen und uns um eine Deeskalation bemühen», sagte Al Thani in einem Interview mit dem Sender Sky News. Was geschehen sei, habe das Vertrauen in die Beziehungen zum Iran erheblich erschüttert.

«Die Fehleinschätzung der Iraner, die Golfstaaten anzugreifen, hat alles zerstört», sagte der Ministerpräsident. Er rief auch die USA auf, zu deeskalieren. Diplomatie sei nach wie vor der einzige gangbare Weg aus der Krise, sagte er.
Bahrain: Verletzte bei iranischem Drohnenangriff
23.59: Der Golfstaat Bahrain ist erneut Ziel eines Angriffs des Irans geworden. Das Innenministerium des kleinen Landes meldete in der Nacht mehrere Verletzte durch eine Attacke mit Drohnen auf der südlich der Hauptstadt Manama gelegenen Insel Sitra. Mehrere Häuser seien beschädigt worden. Zuvor hatte der Iran bereits eine Anlage zur Wasser-Entsalzung mit einem Drohnenangriff beschädigt, wie das Ministerium am Sonntagvormittag mitteilte. Es handle sich um «iranische Aggression, die sich willkürlich gegen zivile Ziele» richte.
US-Minister: Wir zielen nicht auf Energieinfrastruktur ab
23.23: Die USA haben nach Angaben ihres Energieministers Chris Wright nicht vor, die iranische Ölindustrie anzugreifen. «Die USA zielen nicht auf die Energieinfrastruktur ab», sagte Wright dem Sender CNN. Zuvor hatte die Bombardierung eines Öllagers durch Israel im Iran für Aufsehen gesorgt, nach der dichte Rauchschwaden den Himmel über der Hauptstadt Teheran verdunkelten.
Israels Armeesprecher Effie Defrin betonte, Israel habe in der Nacht zu Sonntag Treibstofflager angegriffen, die vom iranischen Militär genutzt worden seien. «Dies ist das Öl, das die Räder des Regimes und seine Terroraktionen gegen den Staat Israel, gegen die Region und gegen die gesamte Bevölkerung am Laufen hält», sagte er. Israel kämpfe nicht gegen das «grossartige iranische Volk», sondern nur gegen das «Terrorregime», erklärte Defrin.
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Das Nachrichtenportal «Axios» berichtete, die israelischen Angriffe auf die Treibstofflager seien deutlich über das hinausgegangen, was die USA erwartet hätten, als Israel Washington vorab darüber informiert habe. Das soll zur ersten bedeutenden Unstimmigkeit zwischen den Verbündeten seit Beginn des Krieges vor gut einer Woche geführt haben, schreibt das Portal unter Berufung auf einen US-Beamten, einen israelischen Beamten und eine weitere informierte Quelle.
















