Donald Trump: Bis zu jeder sechste seiner Wähler würde anders wählen
Immer mehr Amerikaner bereuen laut Umfragen ihre Stimme für Donald Trump oder haben zumindest ernsthafte Zweifel an ihrer Wahlentscheidung.

Das Wichtigste in Kürze
- Trump verliert immer mehr Rückhalt – Zweifel wachsen auch in der eigenen Wählerschaft.
- Bis zu jeder sechste Trump-Wähler würde laut Umfragen heute anders entscheiden.
- Diese bröckelnde Basis könnte die Zwischenwahlen 2026 entscheiden.
Während Donald Trump in Umfragen deutlich an Zustimmung verliert, zeigt sich nun ein lange erwarteter Trend besonders klar: Ein wachsender Teil seiner Wähler beginnt, ihre Entscheidung zu hinterfragen.
Eine Umfrage der University of Massachusetts Amherst in Zusammenarbeit mit YouGov liefert in diesem Bezug besonders deutliche Hinweise. Im April 2025 erklärten noch 74 Prozent der Trump-Wähler, sie seien «sehr zuversichtlich» mit ihrer Wahl. Heute sind es nur noch 62 Prozent.
Gleichzeitig stieg der Anteil jener, die zumindest Zweifel oder gemischte Gefühle äussern, deutlich an. 21 Prozent der Trump-Wähler gaben demnach an, weiterhin hinter ihrer Wahl zu stehen, aber «gewisse Bedenken» zu haben. Der Anteil jener, die nur noch «gemischte Gefühle» oder weniger Zuversicht äussern, stieg von 8 auf 17 Prozent.
Zwar sagen nur 5 Prozent offen, sie bereuten ihre Wahl. Doch ein anderes Ergebnis deutet auf grössere Unzufriedenheit hin: Würde heute erneut gewählt, würden nur noch 84 Prozent der Trump-Wähler wieder für ihn stimmen. Bei seiner demokratischen Widersacherin Kamala Harris liegt dieser Wert bei 91 Prozent.
Das bedeutet: 16 Prozent der Trump-Wähler würden im Nachhinein anders entscheiden.
Unzufriedenheit mit Inflation, Wirtschaft und Benzinpreisen
Eine weitere Umfrage des Instituts Strength in Numbers-Verasight bestätigt den Trend. Demnach bereuen 13 Prozent der Trump-Wähler ihre Stimme – doppelt so viele wie unter Harris-Wählern. Besonders ausgeprägt ist die Reue bei jüngeren Wählern unter 30 Jahren sowie bei Hispanics.
Auch in zentralen politischen Themen verliert Donald Trump Rückhalt in seiner eigenen Basis. Laut einer aktuellen CNN-Umfrage lehnen 22 Prozent seiner Wähler seine Politik insgesamt ab. Besonders kritisch sehen sie Inflation, Wirtschaft und Benzinpreise – also Themen, mit denen Donald Trump im Wahlkampf besonders punkten wollte.

So missbilligen 39 Prozent seiner eigenen Wähler seine Inflationspolitik, 30 Prozent seine Wirtschaftspolitik und 45 Prozent seine Haltung zu Benzinpreisen. Auch in der Aussenpolitik wächst die Skepsis: 25 Prozent äussern hier Ablehnung, beim Iran-Konflikt sind es sogar 28 Prozent.
Verliert Donald Trump die Zwischenwahlen?
Besonders bemerkenswert ist der Rückgang bei einer wichtigen Kernwählerschaft: Den weissen Wählern aus der Arbeiterklasse. Noch im Februar 2025 lag Trumps Zustimmung in dieser Gruppe bei 63 Prozent. In der neuesten CNN-Umfrage sind es nur noch 49 Prozent.

Diese Entwicklung könnte politische Folgen haben. Ein Teil dieser enttäuschten Wähler könnte bei den Zwischenwahlen 2026 den Republikanern die Unterstützung entziehen. Dies wiederum dürfte zu einem klaren Sieg der Demokraten führen.
















