Mit geplanten 23 Grands Prix hat die Formel 1 eine Rekordsaison vor sich. Allerdings könnte der Rekord schon bald wieder der Vergangenheit angehören.
Formel 1 Leclerc Ferrari
Charles Leclerc (Ferrari) beim Bahrain-GP der Formel 1. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Formel-1-Kalender könnte in naher Zukunft noch einmal anwachsen.
  • F1-CEO Stefano Domenicali hält bis zu 30 Grands Prix für machbar.
  • Aktuell wären 24 Rennen aber die Obergrenze für den Kalender.

Steht der Formel 1 die nächste massive Kalender-Expansion bevor? 23 Rennen sind in dieser Saison geplant – wobei nach der Streichung des Russland-GP zumindest eines davon wackelt. Ersatz dürfte mit Katar aber bereits gefunden sein.

Wie finden Sie den aktuellen Kalender der Formel 1?

Sollten tatsächlich alle geplanten Rennen stattfinden, wäre es ein neuer Rekord in der Geschichte der Königsklasse. Der Kalender wächst stetig – vor zwanzig Jahren waren es etwa nur 17 Grands Prix. Die erste WM-Saison 1950 umfasste gar nur sieben Rennen!

«Potenzial für bis zu 30 Rennen»

Formel-1-CEO Stefano Domenicali deutet aber an, dass der Kalender in Zukunft noch deutlich umfassender werden könnte. 24 Rennen seien kein Problem, so der F1-Boss im Interview mit Sky.

Momentan wäre das auch die Obergrenze – mehr als zwei Dutzend Rennen lässt das Concorde Agreement nicht zu. Der Vertrag zwischen der FIA und den Teams der Formel 1 begrenzt die Anzahl der Rennen bisher auf 24.

Stefano Domenicali Formel 1
Stefano Domenicali, CEO der Formel 1. - F1.com

Domenicali sieht da allerdings noch reichlich Luft nach oben. «Ich würde sagen, es gibt Potenzial für bis zu 30 Rennen», so der Ex-Ferrari-Teamchef. Gut möglich, dass es dafür zu Rotationen im Kalender kommen würde.

Formel 1 bald in Afrika statt in Monaco?

Denn: Die Veranstalter, die die höchsten Summen bezahlen, haben langfristige Verträge. So etwa Katar, Abu Dhabi, Bahrain oder Saudi-Arabien. Traditionsstrecken wie Silverstone, Spa-Francorchamps oder sogar Monaco sind hingegen Wackelkandidaten.

Formel 1 Monte Carlo
Esteban Ocon (Alpine) beim Monaco-GP der Formel 1 im Jahr 2021. - Keystone

Und Domenicali deutet auch an, dass die Formel 1 künftig wieder in Afrika gastieren könnte. Zuletzt war die Königsklasse 1993 in Südafrika am Start. Sowohl eine Rückkehr dorthin als auch ein Gastspiel in Marokko wären eine Möglichkeit.

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