Formel 1: Diebe stehlen Karts von F1-Pilot Jules Bianchi (†25)
Schwerer Schlag für die Familie des verstorbenen Formel-1-Piloten Jules Bianchi (†25): Diebe haben ein Kart mit enormem emotionalem Wert gestohlen.

Das Wichtigste in Kürze
- Der Familie von Jules Bianchi (†25) wurden neun Karts gestohlen.
- Darunter ist auch das letzte Kart des französischen Formel-1-Piloten.
- Der Vater des 2015 verstorbenen Ferrari-Jungstars appelliert an die Diebe.
Die Familie des verstorbenen Formel-1-Fahrers Jules Bianchi (†25) wurde Opfer eines Einbruchs. Philippe Bianchi, Vater von Jules, berichtete, dass neun Karts aus seinem Haus gestohlen wurden. Darunter auch das letzte Kart, mit dem sein Sohn einst fuhr.
Der damalige Ferrari-Junior hatte 2009 die Formel-3-Euroserie gewonnen und fuhr 2013 und 2014 in der Formel 1. Beim Japan-GP 2014 erlitt er bei einem Unfall schwerste Kopfverletzungen. Nach neun Monaten im Koma starb er 2015 im Alter von 25 Jahren.
Die Familie des Franzosen – enger Freund von Ferrari-Star Charles Leclerc – zeigt sich tief betroffen. Der Diebstahl sei «ein symbolisches, intimes und zutiefst erschütterndes Vergehen», so Philippe Bianchi. Die Tat reisse «eine immense Wunde wieder auf».

Er forderte die Diebe auf, die gestohlenen Karts zurückzugeben. Der materielle Wert des Diebesguts sei beschränkt – schon allein wegen des Alters der Rennfahrzeuge. Dafür sei der emotionale Wert und das Vermächtnis von Bianchi enorm.
Familienfreund: «Kein kommerzieller Wert»
Auch ein ehemaliger Mechaniker des Franzosen und enger Familienfreund ruft die Diebe auf, sich zu stellen. «Was ihr gestohlen habt, ist nicht nur Ausrüstung. Es hat aus einem offensichtlichen Grund kaum oder gar keinen kommerziellen Wert.»

Zudem würden die Diebe die Karts weder verkaufen noch selbst einsetzen können. «Ihr werdet nie damit fahren können. Sie sind identifizierbar, rückverfolgbar und auf einer Kartbahn unbrauchbar. Wer versucht, sie zu benutzen, wird sofort erkannt werden.»
















