Rally Dakar: Loeb schimpft nach Horror-Etappe – Sieg schon dahin?
Rallye-Legende Sébastien Loeb muss wohl mindestens ein weiteres Jahr auf den ersehnten ersten Sieg bei der Rally Dakar warten. Der Dacia-Star bleibt glücklos.

Das Wichtigste in Kürze
- Rallye-Legende Sébastien Loeb (51) hat an der Rally Dakar erneut kein Glück.
- Zwei Reifenschäden werfen den Franzosen auf der dritten Etappe bereits weit zurück.
- Den ersehnten ersten Dakar-Sieg muss Loeb wohl erneut frühzeitig abschreiben.
Auch beim zehnten Anlauf an der Rally Dakar wird Sébastien Loeb seinen ersehnten ersten Gesamtsieg wohl verpassen. Der neunmalige Rallye-Weltmeister, der bei der Extrem-Rallye schon dreimal Gesamt-Zweiter war, bleibt in Saudi-Arabien glücklos.
Auf der dritten Etappe ereilten den Franzosen am Dienstag schon früh gleich zwei Reifenschäden. Damit waren die Ersatzräder an seinem Dacia Sandrider aufgebraucht. Loeb musste die restliche Etappe praktisch im Schongang absolvieren.
Die Konsequenz war ein enormer Zeitverlust – mehr als 25 Minuten büsste Loeb auf Tagessieger Mitch Guthrie (Ford) ein. In der Gesamtwertung rutschte die Rallye-Legende auf Rang zwölf ab, sein Rückstand auf Guthrie beträgt bereits mehr als 16 Minuten.

Nach der Etappe schimpfte Loeb über die Routenführung. «Es war eine schwierige Etappe – für unsere Autos ist sie eigentlich nicht geeignet. Wir fahren vielleicht mit 20 Prozent der Leistung, um Reifenschäden zu vermeiden. Und trotzdem haben wir sie», so Loeb.
Loeb schimpft: «Du fährst wie im Stillstand»
«Man sieht die Plattfüsse nicht kommen», ärgert sich der Dacia-Pilot. «Wenn du zwei Reifenschäden hast und noch 300 Kilometer vor dir, und das ohne Ersatzreifen ... Dann fährst du die restliche Etappe wie im Stillstand.»

Am Mittwoch und Donnerstag wartet die erste Marathon-Etappe auf das Starterfeld der Rally Dakar. Dabei gibt es am Abend keine Rückkehr ins Fahrerlager, sondern eine Übernachtung im Biwak. Insgesamt warten an den zwei Etappentagen rund 800 Kilometer.












