Formel 1: Die Teams und Fahrer der Saison 2026
22 Fahrer, verteilt auf elf Teams, stehen in der Saison 2026 in der Startaufstellung der Formel 1. Das Fahrerfeld der Königsklasse im Überblick.

Das Wichtigste in Kürze
- 22 Fahrer nehmen die Formel-1-Saison 2026 in Angriff.
- Im Vergleich zur Vorsaison gibt es zahlreiche Veränderungen im Fahrerfeld.
- Die grösste Änderung: Mit Cadillac stösst ein neues Team hinzu.
In der Formel 1 gehen in der Saison 2026 insgesamt 22 Fahrer an den Start. Verteilt sind die Piloten auf elf Teams zu je zwei Fahrern. Fahrerwechsel sind zu jedem beliebigen Zeitpunkt während der Saison gestattet. Allerdings darf ein Team – sofern keine besonderen Umstände vorliegen – nur vier Fahrer pro Jahr einsetzen.
McLaren-Mercedes
Binnen weniger Jahre hat sich McLaren vom Hinterbänkler zur dominanten Kraft in der Formel 1 entwickelt. Nach dem Konstrukteurs-WM-Titel 2024 folgte 2025 der ganz grosse Erfolg: Neben der Team-WM holte man mit Lando Norris erstmals seit 2008 auch wieder den Fahrer-WM-Titel.

Lando Norris war am Ende der strahlende Sieger in einem packenden Titelkampf. Der Brite setzte sich trotz einiger Wackler im Finish gegen Max Verstappen und Oscar Piastri durch. 2026 darf er erstmals mit der Startnummer 1 als Weltmeister an den Start gehen.
Oscar Piastri hat seinen Status als angehender Weltmeister mittlerweile weitgehend zementiert. Der Australier lag 2025 zwischenzeitlich scheinbar uneinholbar voran. Ein Durchhänger in der zweiten Saisonhälfte warf ihn aber noch auf Rang drei zurück.
Mercedes
Mercedes gilt vielen als der grosse Favorit auf den WM-Titel in diesem Jahr: Die Silberpfeile sollen den mit grossem Abstand besten Motor entwickelt haben. Zudem hat man in Brackley offenbar vergleichsweise früh mit der Entwicklung für 2026 begonnen. Ist Mercedes also für die Konkurrenz in diesem Jahr unantastbar?

George Russell könnte 2026 der Geheimtipp auf den WM-Titel sein. Der Brite war im Vorjahr ein verlässlicher Punktesammler, erlaubte sich kaum Fehler. Als Rennfahrer ist Russell mittlerweile zum Top-Piloten gereift. Reicht das 2026 für den grossen Triumph?
Kimi Antonelli hat eine Rookie-Saison mit Licht- und Schattenseiten hinter sich. Der junge Italiener liess wiederholt sein unbestrittenes Talent durchblitzen. Er erlaubte sich aber auch eine ganze Reihe kostspieliger Fehler. 2026 ist ein Schritt vorwärts gefordert.
Red Bull
Die Saison 2026 steht bei Red Bull im Zeichen des Neubeginns: Mit Ford kommt ein neuer Motoren-Partner an Bord, der Antrieb ist erstmals eine Red-Bull-Eigenkonstruktion. Auch optisch hat man sich frisch aufgestellt: Das Design des RB22 ist stärker an die Anfangs-Jahre des Teams in der Formel 1 angelehnt.

Max Verstappen findet sich nach vier Jahren als Titelverteidiger wieder in der Verfolgerrolle. Im Vorjahr verpasste der Holländer seinen fünften Titel nur um zwei Punkte. Für 2026 geht der vierfache Weltmeister zudem neu mit der Startnummer 3 ins Rennen.
Isack Hadjar hat sich mit einer starken Rookie-Saison die Beförderung von Racing Bulls zu Red Bull verdient. Seine Vorgänger an der Seite von Verstappen sind jeweils dramatisch gescheitert. Kann sich der Franzose bei den Bullen etablieren?
Ferrari
Nach einer enttäuschenden Vorsaison ist der Druck bei Ferrari gross: Nur WM-Rang vier, selbst hinter dem Ein-Fahrer-Team von Red Bull, war eindeutig zu wenig. Die Erwartungen sind nicht nur angesichts der hochkarätigen Fahrerpaarung klar: Ferrari muss um den WM-Titel fahren, sonst wackelt auch Teamchef Fred Vasseur bald.

Charles Leclerc hat sich im Vorjahr trotz der Ankunft eines siebenfachen Weltmeisters als Nummer 1 bei der Scuderia behauptet. Um Siege oder gar WM-Titel fuhr der Monegasse aber nicht mit. Wie lange glaubt er noch an Ferrari?
Lewis Hamilton hat die schlechteste Saison seiner Formel-1-Karriere hinter sich und ist mittlerweile 41 Jahre alt. Der ersehnte achte WM-Titel wirkt fast unerreichbar. Zumindest hat man bei der Scuderia auf ihn gehört – und Renningenieur Riccardo Adami versetzt.
Williams
Bei Williams hatte man für 2026 enorme Erwartungen – nicht nur dank zwei Podestplätzen im Vorjahr. Schliesslich hatte man die Entwicklung schon früh fast vollständig auf das neue Auto konzentriert. Doch das Jahr startet mit einer Hiobs-Botschaft: Williams wird nicht fertig und verpasst den ersten Test in Barcelona. Ein böses Omen?

Carlos Sainz startete verhalten in seine erste Saison bei Williams. Doch mit Fortdauer des Jahres schwang sich der Spanier intern zum Team-Leader auf. Mit zwei Podestplätzen untermauerte er seine Position zum Saisonende hin.
Alex Albon steht erstmals seit dem Wechsel zu Williams im internen Duell unter Druck. Der Thailänder war Sainz nach dessen Startschwierigkeiten nur noch selten gewachsen. Als verlässlicher Punktesammler glänzte Albon aber dennoch.
Racing Bulls
Das B-Team von Red Bull geht mit einigen Fragezeichen in die Saison. Wie gut funktioniert der Ford-Motor? Wie stark ist die Fahrer-Paarung mit dem bei Red Bull degradierten Liam Lawson und Rookie Arvid Lindblad? Kaum ein Team ist für 2026 schwerer einzuschätzen als das Junioren-Team der Bullen.

Liam Lawson hat den Nackenschlag der Degradierung nach nur zwei Wochenenden erstaunlich gut verkraftet. Der Neuseeländer stabilisierte sich im Saisonverlauf und erhielt für 2026 den Vorzug vor Yuki Tsunoda. Er muss sich aber vom ersten Training an beweisen ...
Arvid Lindblad steigt nach nur einer Formel-2-Saison in die Formel 1 auf. Für viele kommt die Beförderung des jungen Briten, der sein einziges F2-Jahr als Sechster abschloss, zu früh. Lindblad muss sich also auf einigen Druck gefasst machen.
Aston Martin
Auf dem Papier ist Aston Martin im Jahr 2026 eine Traum-Paarung: Adrian Newey als Teamchef und Chef-Designer, Werks-Motoren von Honda und Formel-1-Legende Fernando Alonso im Cockpit. Tatsächlich stehen angesichts der Umbrüche in der Team-Struktur aber viele Fragezeichen hinter dem Potenzial der Mannschaft.

Fernando Alonso geht – so vermuten viele – in seine wohl letzte Saison in der Königsklasse. Dass der mittlerweile 44-Jährige noch um Siege oder gar den Titel fahren kann, gilt als ausgeschlossen. Aber vielleicht gelingt Aston Martin ja ein Wunder?
Lance Stroll ist nur deshalb noch Formel-1-Fahrer, weil das Team seinem Vater gehört. Von seinem einst unbestrittenen Potenzial war 2025 viel zu wenig zu sehen. Ändert sich das 2026 – oder endet vielleicht das Kapitel Königsklasse für den oft lustlosen Kanadier?
Haas
Aus neutraler Sicht ist Haas vielleicht eines der spannendsten Teams in diesem Jahr: Der vergleichsweise kleine US-Rennstall spannt zunehmend enger mit Toyota zusammen. 2026 tritt der japanische Auto-Gigant sogar als Titelsponsor auf. Die Gerüchte über eine werksseitige Rückkehr in die Königsklasse werden dadurch nicht abgeschwächt ...

Esteban Ocon hat ein schwieriges erstes Haas-Jahr hinter sich, verlor das teaminterne Duell gegen Oliver Bearman um drei Punkte. Von einem Grand-Prix-Sieger muss man mehr erwarten dürfen – sonst könnte Ocon bald wieder auf Team-Suche sein.
Oliver Bearman hat die hohen Erwartungen als Ferrari-Junior in seiner Debüt-Saison weitgehend bestätigt. Der Brite lieferte einige (Achtung, Wortwitz) bärenstarke Rennen ab. Mittelfristig gilt er als gesetzter Nachfolger von Lewis Hamilton bei der Scuderia.
Audi
Mittelfristig hat man bei Audi in der Formel 1 enorme Ambitionen: Der deutsche Hersteller will um Siege und WM-Titel kämpfen. Für 2026 hat man sich nach der Übernahme des ehemaligen Schweizer Sauber-Teams etwas niedrigere Ziele gesteckt. Konkurrenzfähig sein und Auto und Motor weiterentwickeln lautet die Devise.

Nico Hülkenberg brach 2025 endlich seinen «Podest-Fluch» und untermauerte seinen Ruf als unterschätzter Top-Pilot. Das Audi-Projekt ist vielleicht die letzte Chance des 38-Jährigen, seine Formel-1-Karriere doch noch zu krönen. Aber wohl erst 2027.
Gabriel Bortoleto kam als Formel-2-Champion in die Königsklasse und lieferte eine grundsolide Rookie-Saison ab. Ob der Brasilianer mittelfristig zu dem Top-Piloten reift, den sich Audi wünscht, ist noch offen. Das Potenzial dazu hat er in jedem Fall gezeigt.
Alpine
Das Renault-Werksteam hat ein turbulentes Jahr hinter sich: Das Motoren-Werk in Frankreich wurde geschlossen, zudem kam der umstrittene Flavio Briatore als De-facto-Teamboss zurück. In diesen Wirren stürzte man zum Schlusslicht der Königsklasse ab. Mit Mercedes-Motoren soll 2026 wieder ein Schritt vorwärts gelingen.

Pierre Gasly konnte einem im Vorjahr regelmässig Leid tun: Der Franzose fuhr sich die Seele aus dem Leib, kämpfte aber mit stumpfen Waffen. Gelingt Alpine kein erheblicher Sprung nach vorne, dann ist wohl Gasly auf dem Sprung zur Konkurrenz.
Franco Colapinto ersetzte Jack Doohan nach nur sechs Rennen, war aber kein wirkliches Upgrade zum Australier. Dank finanzkräftiger Sponsoren erhält der Argentinier 2026 nochmals die Chance. Er fährt aber von Saisonbeginn an unter Beobachtung ...
Cadillac
Das neue Team in der Formel 1 ist auf dem Papier die ganz grosse Unbekannte für 2026. Klar ist aber, dass die Erwartungen bei Cadillac intern bewusst gering gehalten werden: Konstant besser werden, den Rückstand zur Konkurrenz verringern, Fehler identifizieren und ausmerzen. Gelingt das, ist die Debüt-Saison bereits ein Erfolg.

Valtteri Bottas kehrt nach einem Jahr als Mercedes-Reservist zurück in die Startaufstellung. Der populäre Finne bringt enorme Erfahrung in der Königsklasse mit und war bei Mercedes lange Jahre in einem Top-Team. Für Cadillac ein unschätzbarer Wert.
Sergio Perez ist wie sein neuer Teamkollege Bottas ein absoluter F1-Veteran. Der Mexikaner ist aber auch aus Marketing-Sicht ein voller Erfolg für den US-Rennstall. Spannend wird das interne Duell gegen den Finnen in jedem Fall.
















