Der Dominoeffekt hat eingesetzt, in der Formel 1 wird ein Cockpit nach dem anderen besetzt. Nur bei Alfa-Sauber und bei Williams sind noch Plätze frei.
Formel 1 George Russell
George Russell (Williams) beim Holland-GP der Formel 1. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Fahrerkarussell in der Formel 1 dreht sich immer schneller.
  • Die letzten Cockpits für die kommende Saison werden demnächst vergeben.
  • Drei Plätze sind noch frei – Kandidaten gibt es viele.

Das lange Warten hat ein Ende, die «Silly Season» in der Formel 1 ist in vollem Gange. Die letzten Plätze für die Saison 2022 werden wohl in den kommenden Tagen vergeben. Den Anfang machte Kimi Räikkönen mit seiner Bekanntgabe, am Jahresende zurückzutreten.

Kimi Räikkönen Formel 1
Kimi Räikkönen ist in der Formel 1 auf Abschiedstournee. - keystone

Damit wurde bei Alfa-Sauber ein Cockpit frei. Den Platz des Finnen beim Schweizer Team übernimmt Räikkönens Landsmann Valtteri Bottas. Für den 32-Jährigen ist bei Mercedes nach fünf Jahren Endstation.

Ist George Russell der richtige Teamkollege für Lewis Hamilton?

Ihn beerbt wenig überraschend Jungstar George Russell, der bei Mercedes als designierter Nachfolger von Lewis Hamilton aufgebaut wird. Bei Williams glänzt der Engländer seit drei Jahren, nun folgt der Sprung in ein Spitzenteam.

George Russell Formel 1
George Russell (Mercedes) beim Sakhir-GP der Formel 1. - Mercedes AMG F1

Damit hat das heitere Sesselrücken begonnen – und nun werden die Plätze langsam knapp. Bei Red Bull, Ferrari, McLaren, Alpine, Aston Martin und Haas bleibt 2022 alles beim Alten. Am Dienstag bestätigte auch AlphaTauri seine Fahrerpaarung für die kommende Saison.

Ein Weltmeister für Alfa-Sauber?

Nur am hinteren Ende des Feldes sind in der Formel 1 noch Plätze zu vergeben. Wer bei Alfa-Sauber im nächsten Jahr Teamkollege von Valtteri Bottas wird, ist völlig offen. Antonio Giovinazzi hat noch die Hoffnung, sein Cockpit ein weiteres Jahr zu behalten.

Alfa-Sauber Giovinazzi Formel 1
Antonio Giovinazzi (Alfa-Sauber) beim Holland-GP der Formel 1. - keystone

Und bei Williams sind sogar noch zwei Cockpits frei, weil Nicholas Latifi für 2022 noch nicht bestätigt ist. Der Kanadier darf aber dank seiner ansteigenden Form hoffen, auch kommendes Jahr für das Traditionsteam zu starten.

de Vries Formel E
Nyck de Vries (Mercedes EQ) vor dem Start zum Ad-Diriyah-ePrix der Formel E. - Formula E

Kandidaten für die drei freien Cockpits gibt es reichlich. Sowohl Formel-E-Weltmeister Nyck de Vries als auch Red-Bull-Reservist Alexander Albon stehen bei beiden Teams hoch im Kurs. Albons Wunschziel wäre Williams – wenn er von Red Bull die Freigabe erhält.

Nachwuchs-Talente drängen in die Formel 1

De Vries hingegen hat sich Berichten zufolge rund um den Zandvoort-GP mehrmals bei Alfa-Sauber-Teamchef Frederic Vasseur gemeldet. Dort sind aber auch die Ferrari-Junioren Callum Ilott und Robert Shwartzman ein Thema.

Callum Ilott Ferrari
Callum Ilott bei Testfahrten für Ferrari in Fiorano.
Robert Shwartzman Ferrari
Robert Shwartzman bei Testfahrten für Ferrari in Fiorano.
Fernando Alonso Guanyu Zhou
Fernando Alonso (l.) und Guanyu Zhou im Einsatz für Renault beim Young-Driver-Test der Formel 1 in Abu Dhabi.

Und auch Shwartzmans Formel-2-Rivale Guanyu Zhou arbeitet fieberhaft am Formel-1-Aufstieg. Der Chinese brächte neben seinem beachtlichen Talent auch reichlich Sponsor-Gelder mit. Rund 50 Millionen Franken wäre er für seinen Arbeitgeber wert.

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