Warum Ballaststoffe unterschätzt werden und deiner Gesundheit helfen
Hier erfährst du, weshalb Ballaststoffe ein langweiliges, aber wichtiges Element deiner Ernährung sind – und ob du genügend davon isst.

Das Wichtigste in Kürze
- Ballaststoffe sind nicht sexy aber essenziell für die Gesundheit.
- Die besten Ballaststoffquellen: Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkorn, Obst und Nüsse.
- Die meisten Menschen essen nur 15-20 Gramm pro Tag – optimal sind 30-40 Gramm.
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Protein ist in aller Munde, Kreatin ist im Trend und Omega-drei ist hip und man weiss, dass es gesund ist. Und dann gibt es Ballaststoffe. «Ein unsexy Thema der Ernährung», meint Alain Bartlome lachend, Ernährungsberater und Sport-/Trainingswissenschaftler. «Niemand postet Instagram-Stories über seine Ballaststoffzufuhr. Niemand prahlt damit, 35 Gramm Ballaststoffe gegessen zu haben.»
Aber – und das ist entscheidend – dieser Nährstoff hat massive Auswirkungen auf die langfristige Gesundheit. «Ballaststoffe sind langweilig. Aber sie sind absolut essenziell», sagt Alain Bartlome. «Und die meisten Menschen essen viel zu wenig davon.»
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Was sind Ballaststoffe überhaupt?
Ballaststoffe sind unverdauliche Pflanzenfasern. «Dein Körper kann sie nicht verstoffwechseln – und genau das macht sie so wertvoll», erklärt der Experte. Es gibt zwei Arten:

Lösliche Ballaststoffe:
- Lösen sich in Wasser, bilden ein Gel
- Können Cholesterin und Blutzucker senken
- Füttern die guten Darmbakterien
- Quellen: Hafer, Äpfel, Linsen, Flohsamen
Unlösliche Ballaststoffe:
- Lösen sich nicht in Wasser
- Fördern die Verdauung, beugen Verstopfung vor
- Erhöhen das Stuhlvolumen
- Quellen: Vollkorn, Gemüse, Nüsse «Du brauchst beide», sagt der Ernährungsexperte.
«Die meisten ballaststoffreichen Lebensmittel enthalten beide Formen» fügt Alain Bartlome hinzu.

Warum Ballaststoffe so wichtig sind
«Ballaststoffe sind nicht nur für die Verdauung wertvoll», betont Alain Bartlome. «Sie beeinflussen viele Aspekt der Gesundheit positiv.»
1. Darmgesundheit
Ballaststoffe sind Futter für deine Darmbakterien. Studien zeigen: Menschen mit hoher Ballaststoffzufuhr haben vielfältigere Darmflora – das reduziert chronische Entzündungen und stärkt das Immunsystem.
2. Blutzucker-Kontrolle
Lösliche Ballaststoffe verlangsamen die Zuckeraufnahme ins Blut. «Das bedeutet: stabile Blutzuckerspiegel, weniger Heisshunger», erklärt Alain Bartlome. Studien zeigen: Hohe Ballaststoffzufuhr kann das Diabetes-Risiko um bis zu 30 Prozent reduzieren.
3. Cholesterin-Senkung
Lösliche Ballaststoffe binden Gallensäuren im Darm – dein Körper muss Cholesterin aus dem Blut verwenden, um neue zu produzieren. Meta-Analysen zeigen: zehn Gramm zusätzliche Ballaststoffe senken LDL-Cholesterin um etwa fünf Prozent.
4. Gewichtskontrolle
Ballaststoffe machen satt ohne zusätzliche Kalorien. Menschen mit hoher Ballaststoffzufuhr wiegen durchschnittlich weniger und nehmen leichter ab. «Der beste natürliche Appetit-Unterdrücker», meint Alain Bartlome.
5. Herz-Kreislauf-Gesundheit
Eine Meta-Analyse mit über einer Million Menschen zeigte: Pro sieben Gramm zusätzliche Ballaststoffe sinkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um neun Prozent. «Das ist ein starker Zusammenhang in der Ernährungsforschung», betont Alain Bartlome.

Wie viel brauchst du?
Die Empfehlung: Rund 30-40 Gramm am Tag. «Das ist das Optimum», sagt Alain Bartlome. Die Realität? «Der durchschnittliche Erwachsene isst 15-20 Gramm pro Tag – deutlich zu wenig», warnt er. Das Problem: Moderne Ernährung ist ballaststoffarm. Weissbrot statt Vollkorn, wenig Gemüse, kaum Hülsenfrüchte. «Wir essen zu viel verarbeitete Lebensmittel – und diese enthalten kaum Ballaststoffe», erklärt Alain Bartlome.
«Die gute Nachricht: Ballaststoffe sind in den meisten pflanzlichen Lebensmitteln enthalten», sagt Alain Bartlome.
So erhöhst du deine Ballaststoffzufuhr
Top Quellen
Hülsenfrüchte: Linsen (8g/100g gekocht), Kichererbsen (7g/100g), schwarze Bohnen (7g/100g)
Vollkorn: Haferflocken (10g/100g), Vollkornbrot (7g/100g), Quinoa (3g/100g gekocht)
Gemüse: Brokkoli (3g/100g), Karotten (3g/100g), Rosenkohl (4g/100g)
Obst: Himbeeren (7g/100g), Äpfel mit Schale (2.4g/Stück), Birnen (6g/Stück)
Nüsse & Samen: Chiasamen (34g/100g), Mandeln (12g/100g), Leinsamen (27g/100g)
«Langsam steigern!», warnt Alain Bartlome. «Wenn du von 15 Gramm auf 40 Gramm springst, wird dein Darm rebellieren. Furzkonzerte sind vorprogrammiert. Dein Darm braucht Zeit, sich anzupassen», erklärt der Ernährungs- und Trainingsprofi.» Wichtig: Viel trinken! Ballaststoffe brauchen Wasser, um richtig zu funktionieren», sagt Alain Bartlome.

Fazit: Langweilig – aber unverzichtbar
«Ballaststoffe werden nie sexy sein», betont Alain Bartlome. «Niemand wird Instagram-Posts darüber machen. Es gibt keine Ballaststoff-Influencer.» «Aber wenn du eine wichtige Sache in deiner Ernährung ändern könntest, um deine langfristige Gesundheit zu verbessern – mehr Ballaststoffe wäre eine meiner Empfehlungen», sagt der Ernährungsberater. «Sie haben so unzählig viele positive Eigenschaften und helfen dir noch dazu abzunehmen. Und das alles aus natürlichen Lebensmitteln.» «Langweilig? Ja. Wichtig? Absolut. Unverzichtbar? Definitiv.»

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Über den Autor
Alain Bartlome ist Inhaber der BARTLOME health GmbH, verfügt über einen Masterabschluss in Trainings-/Sportwissenschaften (mit Zusatzmodulen in Sporternährung), ist zertifizierter Strength & Conditioning Specialist (CSCS®, by NSCA USA), Konditionstrainer Swiss Olympic und diplomierter Ernährungsberater. Aktuell befindet sich zudem seine Forschungsarbeit über Hüft-Beweglichkeit und Sprintleistung im Spitzensport (Eishockey) im internationalen Publikationsprozess.
Als ehemaliger Profieishockeyspieler und Personal Trainer in Bern trainiert er mit seinem Team in ihrem eigenen privaten Gym Profisportler und ambitionierte Freizeitsportler, führt Ernährungsberatungen durch und entwickelt evidenzbasierte Online-Trainingsprogramme.







