Papst Leo XIV. zieht in den Apostolischen Palast
Gut zehn Monate nach seiner Wahl zum Papst zieht Leo XIV. in den Apostolischen Palast im Vatikan. Das Oberhaupt von weltweit etwa 1,4 Milliarden Katholiken werde am Nachmittag seine Dienstwohnung dort in Besitz nehmen und gemeinsam mit seinen engsten Mitarbeitern in die Räumlichkeiten einziehen, teilte Vatikan-Sprecher Matteo Bruni mit.

Die päpstliche Dienstwohnung im Apostolischen Palast, der vom Petersplatz zu sehen ist, stand seit 2013 leer. Leos im vergangenen April gestorbener Vorgänger Papst Franziskus verzichtete nach seiner Wahl auf die Wohnung und nutzte das vatikanische Gästehaus Santa Marta als seinen offiziellen Wohnort.
Franziskus entschied sich bewusst gegen die Papst-Wohnung im Palast und wohnte in einer Suite des Gästehauses. Er wollte damit seinen bescheidenen Lebensstil und die Abkehr von der Isolation des Papstpalastes betonen. Franziskus sprach immer wieder von einer «armen Kirche für die Armen».
Nach dem Leerstand wies die Wohnung italienischen Medienberichten zufolge einige Missstände auf – von Schimmelbefall, Wasserschäden sowie veralteten Wasser- und Elektroleitungen und einem undichten Dach war die Rede. Die Renovierung zog sich über mehrere Monate. Leo blieb deshalb nach seiner Wahl in seiner Kardinalswohnung im Gebäude der Vatikan-Glaubensbehörde.
Schon kurz nach seiner Wahl am 8. Mai vergangenen Jahres machte Leo – mit bürgerlichem Namen Robert Francis Prevost – klar, er wolle wie die früheren Päpste, aber anders als sein Vorgänger Franziskus, wieder in den Apostolischen Palast ziehen. Überhaupt betont Leo die Bewahrung von Tradition. Er tritt etwa im Gegensatz zu Franziskus auch in formellerer, traditionsreicher Kleidung auf.













