Formel 1 sagt Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien ab

    Simon Binz
    Simon Binz

    Bahrain,

    Der Krieg im Nahen Osten hat nun auch Auswirkungen auf die Formel 1. Die Königsklasse des Motorsports hat die Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien abgesagt.

    FIA Formel 1 Bahrain
    FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem mit Max Verstappen beim letztjährigen Bahrain-GP der Formel 1. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Krieg im Nahen Osten zwingt Formel 1 zu Absage von zwei Rennen.
    • Sicherheitsrisiken und Logistikprobleme machen Durchführung unmöglich.
    • Es gibt eine Kalender-Lücke: Fünf Wochen Pause zwischen Japan und Miami.

    Geplant waren die beiden Grands Prix am 12. April in Bahrain und am 19. April in Saudi-Arabien. Doch die Verantwortlichen entschieden, die Rennen nicht stattfinden zu lassen.

    Die Formel 1 und der Weltverband FIA, die Sicherheit aller Beteiligten habe oberste Priorität.

    FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem sagte: «Die FIA wird die Sicherheit und das Wohlergehen unserer Gemeinschaft und unserer Kolleginnen und Kollegen immer an erste Stelle setzen. Nach sorgfältiger Abwägung haben wir diese Entscheidung mit genau dieser Verantwortung getroffen.»

    Sollte die Formel 1 in politisch instabilen Regionen überhaupt Rennen austragen?

    Besonders heikel ist die Lage in Bahrain. Die Rennstrecke in Sakhir liegt nur rund 32 Kilometer von einer US-Militärbasis entfernt, die bereits Ziel iranischer Angriffe war. Zudem steckt ein Teil der Ausrüstung der Teams noch immer im Land fest.

    Unter diesen Umständen wollten die Verantwortlichen verhindern, dass weiteres Material in die Region transportiert wird. Es bestehe das Risiko, dass dieses dann möglicherweise nicht mehr zurückgebracht werden kann.

    Wohl keine Ersatzrennen in der Formel 1

    Ersatzrennen sind derzeit kaum realistisch. Kurzfristig neue Austragungsorte zu finden und die gesamte Logistik dafür aufzubauen, gilt als sehr schwierig.

    Die beiden abgesagten Rennen reissen deshalb eine Lücke in den Rennkalender. Nach dem dritten Saisonlauf in Suzuka am 29. März folgt nun eine fünf Wochen lange Pause, bevor die Saison am 3. Mai beim Grand Prix von Miami weitergeht.

    Formel 1
    Die Formel 1 kann heuer nicht wie im letzten Jahr einen GP in Saudi-Arabien austragen. - keystone

    Ben Sulayem betonte, Bahrain und Saudi-Arabien blieben wichtige Austragungsorte. Man hoffe, sobald wie möglich dorthin zurückzukehren, wenn es die Umstände erlauben.

    Kommentare

    User #1542 (nicht angemeldet)

    'Brot und Spiele' gehören sowieso abgeschafft! Weltweit!

    User #4036 (nicht angemeldet)

    Eigentlich müßte das Rennen in dem Aggressor-Terror-Staat USA boykottiert werden.

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