Andrew festgenommen: Nach König Charles – das sagen Kate und William

Aline Klötzli
Aline Klötzli

Grossbritannien,

Razzia auf Sandringham! Andrew Mountbatten-Windsor wurde an seinem 66. Geburtstag wegen Verdachts auf Amtsmissbrauch festgenommen.

Andrew
Andrew wurde zum gewöhnlichen Bürger degradiert. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Andrew wurde am Donnerstagmorgen von der Polizei festgenommen.
  • Der Grund: Es besteht der Verdacht auf Amtsmissbrauch.
  • Zur Festnahme seines Bruders sagt König Charles: «Das Gesetz muss seinen Lauf nehmen.»
  • Alle Entwicklungen gibt es hier im Liveticker.

Der Epstein-Skandal schlägt derzeit hohe Wellen. Mittendrin: Ex-Prinz Andrew (66).

Seitdem das US-Justizministerium neue Epstein-Files veröffentlicht hat, sieht er sich mit weiteren Anschuldigungen konfrontiert.

So soll der frühere britische Handelsbeauftragte vertrauliche Dokumente an den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66) weitergegeben haben.

Wird sich Andrew vor Gericht verantworten müssen?

Jetzt wurde der jüngere Bruder von König Charles (77) festgenommen. Das berichten britische Medien übereinstimmend.

Die neusten Entwicklungen gibt es hier im Liveticker.

Queen Camilla ignoriert Frage zu Andrew

15.10: Queen Camilla wurde während eines Termins im Zentrum von London zu Andrews Festnahme befragt, berichtet die BBC.

«Sind Sie besorgt über Andrews Verhaftung, Eure Majestät?», wollte eine anwende Person wissen. Doch Camilla antwortete nicht auf die Frage.

König Charles zeigt sich tapfer

14.55: König Charles wurde nach der Festnahme seines Bruders Andrew bereits gesichtet.

King Charles
King Charles setzt seine königlichen Pflichten fort – trotz Festnahme seines Bruders Andrew. - keystone

Der britische Monarch setzte am Donnerstag seine geplanten persönlichen Botschafteraudienzen im Buckingham-Palast fort.

Neue Details zur Festnahme des Ex-Prinzen

14.45: Es gibt neue Details zur Festnahme von Andrew Mountbatten-Windsor. Laut der BBC wurde der ehemalige Prinz heute Morgen gegen 8 Uhr verhaftet.

Das Anwesen, in welchem er sich befand, sowieso die Royal Lodge (sein früheres Zuhause) werden weiterhin von der Polizei durchsucht.

Diese vertraulichen Dokumente gab Andrew weiter

14.30: Das US-Justizministerium veröffentlichte kürzlich unzählige neue Epstein-Files. Darin waren auch brisante E-Mails von Andrew an Jeffrey Epstein (†66) zu finden. Diese deuteten daraufhin, dass der Blaublüter vertrauliche Dokumente weitergegeben hatte.

Prinz Andrew
Ex-Prinz Andrew und der verstorbene Sexualstraftäter Jeffrey Epstein waren enge Freunde. - X / @gobnewsportal

Dazu gehören Berichte offizieller Besuche in Hongkong, Vietnam und Singapur in Andrews Rolle als Handelsbeauftragter der britischen Regierung. Auch eine Analyse zu Investitionsmöglichkeiten in Afganistan landete in Epsteins Postfach.

Die E-Mails wurden teils im Dezember 2010 und Anfang 2011 versendet.

William und Kate unterstützen den König

13.55: Wie britische Medien berichten, unterstützen Prinz William und Prinzessin Kate die Erklärung von König Charles nach der Festnahme von Andrew.

Das Paar äusserte sich bereits vergangene Woche zum Epstein-Skandal.

Kate William
Prinzessin Kate und Prinz William wollten nicht mehr länger schweigen. - keystone

Ein Sprecher des Kensington-Palastes teilte damals mit: «Ich kann bestätigen, dass der Prinz und die Prinzessin von Wales über die anhaltenden Enthüllungen zutiefst besorgt sind.» Ihre Gedanken seien weiterhin bei den Opfern.

King Charles und Palast wussten nicht Bescheid

13.45: Laut Angaben der BBC wurden weder King Charles noch der Buckingham-Palast im Voraus über die heutige Festnahme von Andrew informiert.

Familie von Giuffre: «Er war nie ein Prinz»

13.25: Nach der Festnahme von Andrew hat die Familie von Virginia Giuffre (†41) ein Statement abgegeben.

«Endlich. Heute wurden unsere gebrochenen Herzen durch die Nachricht erleichtert, dass niemand über dem Gesetz steht, nicht einmal der Adel», heisst es.

Und weiter: «Im Namen unserer Schwester Virginia Roberts Giuffre möchten wir der britischen Thames Valley Police unseren Dank für ihre Ermittlungen und die Festnahme von Andrew Mountbatten Windsor aussprechen.»

jeffrey epstein Prinz Andrew
2001: Prinz Andrew mit der damals 17-jährigen Virginia Roberts. - Dukas

Abschliessend meint die Familie: «Er war nie ein Prinz. Für alle Überlebenden da draussen: Virginia hat das für euch getan.»

Virginia Giuffre (früher Roberts) warf Andrew vor, sie mehrmals missbraucht zu haben. Unter anderem im Jahr 2001 in London, als sie noch minderjährig war. Die Amerikanerin reichte 2021 eine Zivilklage gegen den damaligen Prinzen ein.

Andrew erzielte jedoch eine aussergerichtliche Einigung. Er zahlte mehrere Millionen und entkam so einem Zivilprozess.

Jetzt meldet sich König Charles zu Wort

13:05: King Charles äussert sich zur Festnahme seines Bruders Andrew. «Mit tiefster Besorgnis habe ich die Nachricht über Andrew Mountbatten-Windsor und den Verdacht des Fehlverhaltens im öffentlichen Amt vernommen», heisst es in einer Erklärung.

Und weiter: «Was nun folgt, ist ein vollständiger, fairer und ordnungsgemässer Prozess, in dem diese Angelegenheit in angemessener Weise und durch die zuständigen Behörden untersucht wird.»

King Charles
King Charles betont: «Das Gesetz muss seinen Lauf nehmen.» - keystone

Der britische Monarch betont nochmals: «Wie ich bereits gesagt habe, haben sie dabei unsere uneingeschränkte und uneingeschränkte Unterstützung und Zusammenarbeit. Lassen Sie mich klar sagen: Das Gesetz muss seinen Lauf nehmen.»

Solange dieser Prozess andauert, werde er sich jedoch nicht mehr weiter zu dieser Angelegenheit äussern. «In der Zwischenzeit werden meine Familie und ich unsere Pflicht und unseren Dienst an Ihnen allen fortsetzen. Charles R.»

Beamte durchsuchen Andrews früheres Daheim

13.00: Wie die BBC berichtet, werden derzeit Durchsuchungen in der Royal Lodge durchgeführt. Dabei handelt es sich um den früheren Wohnort von Andrew. Der Ex-Prinz lebte bis vor kurzem in dem luxuriösen Anwesen auf Windsor.

Royal Lodge
Blick auf die Royal Lodge: Hier wohnte Andrew jahrelang. - keystone

In Folge des Epstein-Skandals musste er sein geliebtes Daheim verlassen. Sein Bruder Charles warf ihn raus.

Wie lange darf die Polizei Andrew festhalten?

12.45: Im Gespräch mit der BBC erklärt der Polizeikommentator Danny Shaw, dass Andrew maximal 96 Stunden festgehalten werden darf. In den meisten Fällen bleiben Verdächtige jedoch 12 oder 24 Stunden in Gewahrsam. Dann werden sie entweder angeklagt oder bis zur weiteren Untersuchung freigelassen.

Wo genau der ehemalige Prinz untergebracht wurde, ist nicht bekannt. Shaw betont allerdings, dass er keine Sonderbehandlung erhalten werde. Andrew sitze in einer Zelle mit Bett und WC.

Mann befindet sich in Polizeigewahrsam

11.15: In einer Stellungnahme der Polizei heisst es: «Im Rahmen der Ermittlungen haben wir heute (19.2.) einen Mann in den Sechzigern aus Norfolk wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch festgenommen und führen Durchsuchungen an Adressen in Berkshire und Norfolk durch.»

Andrew
Hier fährt die Polizei bei Andrew vor. - Dukas

Der Mann befinde sich derzeit weiterhin in Polizeigewahrsam.

Die Behörden teilen weiter mit, dass man den Namen des festgenommenen Mannes gemäss den nationalen Richtlinien nicht bekannt geben werde.

Polizeichef Oliver Wright meint zudem: «Wir sind uns des grossen öffentlichen Interesses an diesem Fall bewusst und werden zu gegebener Zeit über den aktuellen Stand informieren.»

Polizei auf Sandringham gesichtet

11.00: Heute, am 66. Geburtstag des früheren Herzogs von Yorks, wurden Polizisten auf Sandringham gesichtet. Dort lebt Andrew seit kurzem, nachdem er von seinem Bruder Charles aus der Royal Lodge geschmissen wurde.

Andrew
Die Polizei in der Nähe von Andrews Wohnsitz. - Dukas

Mehrere Polizeiwagen trafen am Morgen kurz nach 8 Uhr auf dem Anwesen der Royals in Norfolk ein. Das berichtete die «Daily Mail». Der Zeitung lagen erste Fotos vor.

Augenzeugen berichteten, dass die Beamten in Zivilkleidung unterwegs waren. Der Grund für den Polizeieinsatz war zunächst unklar.

Mehrere Polizeibehörden in Grossbritannien haben davor gemeldet, dass sie Vorwürfe im Zusammenhang mit Jeffrey Epsteins Aktivitäten untersuchen.

Kommentare

User #5476 (nicht angemeldet)

Wen interessiert es, was Luxy, Huldrych und Hugo Köppel sagen? Gegen sie sollte auch ermittelt werden.

User #1718 (nicht angemeldet)

Nun kann die Queen nicht mehr schützend die Hand über ihn halten wie auch sehr oft bei Harry.

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