Neue Verschwörung: Xavier Naidoo spricht jetzt von «Kinderfressern»
Xavier Naidoo äussert sich auf einer Demo zu den Entwicklungen im Epstein-Skandal. Doch plötzlich wirft der Sänger mit fragwürdigen Aussagen um sich.

Das Wichtigste in Kürze
- Xavier Naidoo lieferte bei einer Demonstration in Berlin einen fragwürdigen Auftritt.
- Im Zusammenhang mit den neuesten Epstein-Akten spricht der Sänger von «Kinderfressern».
- Er fühle «unaussprechliches Leid».
Vor gerade erst zwei Monaten beendete Xavier Naidoo (54) seine ausverkaufte Comeback-Tournee. Eine Art Auferstehung des Sängers, der sich in den letzten Jahren mit Verschwörungstheorien und rechtsextremen Aussagen ins Abseits schoss.
Doch jetzt, nach Entschuldigungen und neuem Karriereschub, sorgt der Sänger erneut für Aufsehen …
Zentrum des Geschehens war laut «Bild» eine Kundgebung in Berlin (D) am Dienstagmittag. Nach der Veröffentlichung neuer Dokumente zu Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66) hatten sich Demonstranten vor dem Kanzleramt versammelt. Das Ziel: «Sexuelle Gewalt gegen Kinder stoppen».
Xavier Naidoo unter Demonstranten
Doch kaum hatte die Demo ihr Ende gefunden, ist es Naidoo, der unter den letzten verbliebenen Menschen auftaucht. Umringt von Social-Media-Reportern des rechtsextremen Netzwerks «Compact» steht der 54-Jährige vor laufender Kamera Rede und Antwort.

Seine Meinung zum Thema Kindesmissbrauch äussert er zunächst in ruhigem Ton: «Mir geht's hier nicht um die Rehabilitierung, sondern darum, dass wir einen Ansatz finden, wie wir den Kindern helfen können. [...] Was die Leute über mich denken, ist mir so egal.»
Naidoo soll dabei einen Demonstranten umarmt haben, der von seinem eigenen Missbrauch erzählt hatte. Kaum auf die Neuigkeiten im Epstein-Skandal angesprochen, fällt der frühere «DSDS»-Juror plötzlich mit bizarren Aussagen auf.
«Die fressen unsere Babys, verdammt nochmal!»
Sein Wortlaut: «Es wird Konsequenzen geben. Wir müssen jetzt erst mal die Fälle und das ganze System auseinandernehmen und die wahre Tragweite erfassen. Aber dass es Konsequenzen geben muss für Menschen, die unsere Kinder fressen, das ist, glaube ich, jedem klar. Vor allem allen Männern sollte das klar sein.»
Der Musikproduzent schimpft weiter: «Es geht nur um die eine Sache: Ich kann nicht mit Kinderfressern zusammenleben!»
Xavier Naidoo wirkt laut der Zeitung wie ausgewechselt, emotional stark aufgewühlt. «Unaussprechliches Leid, ich kann hier nicht mal drüber sprechen!», redet er vor sich hin. Ruft gar: «Die fressen unsere Babys, verdammt nochmal! »

Menschen, die Kinder missbrauchen, seien «selbst Kannibalen». Und hätten zum Ziel, «dass wir alle Kannibalen werden, damit wir alle in die Hölle runterfahren». Rundherum applaudieren Demonstranten, bis der Sänger vor der Klingel des Kanzleramts steht.
«Können Sie dem Herrn Merz bitte sagen, dass wir ihn gerne sprechen würden?», lautet Naidoos Bitte gegenüber den anwesenden Polizisten. Kurz darauf wird er aufgefordert, den Bereich rund um das Bundeskanzleramt zu verlassen.
Experte warnt vor Naidoos Aussagen
Naidoo selbst wie auch sein Management liessen den Vorfall von Dienstagmittag bisher unkommentiert.
Der Antisemitismus-Beauftragte Michael Blume (49) bewertet seine Wortwahl gegenüber der Deutschen Presse-Agentur jedoch als radikalisierend.

Er sagt: «In der Vergangenheit hat Xavier Naidoo mit sehr deutlichen Anspielungen wie ‹Tothschild› die Spur zum Antisemitismus gelegt und dies leider nicht glaubwürdig aufgearbeitet.»
Der Experte sieht darin eine grosse Gefahr: «Ein grosser Teil seiner Anhängerschaft wird daher auch die Begriffe ‹Kinderfresser› und ‹Menschenfresser› als antijüdische Verschwörungsmythen aufnehmen.»
















