Knapp vor Weihnachten melden mehrere europäische Länder neue Höchststände bei Corona-Infektionen. Weniger schlimm sieht es aber bei den Hospitalisierungen aus.
Passanten mit Masken in London
Passanten mit Masken in London - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Omikron-Variante des Coronavirus breitet sich in Europa immer stärker aus.
  • Allein in Grossbritannien gibt es über 122'000 Neuansteckungen binnen 24 Stunden.

An Heiligabend meldeten Grossbritannien und Frankreich neue Höchststände bei der Zahl der täglich registrierten Corona-Neuinfektionen. In Grossbritannien wurden nach Angaben der Regierung binnen 24 Stunden 122'186 Neuansteckungen verzeichnet – mehr als 2000 mehr als am Vortag. Frankreich meldete 94'124 neue Infektionen binnen eines Tages.

In Grossbritannien steigen die Infektionszahlen seit Tagen massiv an. Weniger dramatisch ist dagegen der Anstieg bei den Todesfällen und den schweren Krankheitsverläufen.

Die britische Gesundheitsbehörde UKHSA hatte am Donnerstag erklärt, das Risiko, nach einer Infektion ins Krankenhaus eingeliefert werden zu müssen, sei laut jüngsten Erhebungen bei der Omikron-Variante um 50 bis 70 Prozent geringer als bei der zuvor im Königreich dominierenden Delta-Variante. Die Behörde warnte angesichts der dünnen Datenlage zugleich aber vor voreiligen Schlussfolgerungen.

UKHSA-Chefin Jenny Harries sagte der BBC am Freitag, die vorläufigen Daten seien ein «Hoffnungsschimmer zu Weihnachten». Es sei aber zu früh, um Entwarnung von der «ernsten Bedrohung» zu geben.

Am Mittwoch waren in Grossbritannien bereits zwei Studien veröffentlicht worden, die darauf hindeuten, dass Corona-Infektionen bei der Omikron-Variante im Vergleich zur Delta-Variante seltener zu einem Krankenhausaufenthalt führen. Die vorläufigen Studienergebnisse bestätigten frühere Erkenntnisse aus Südafrika, wo die Omikron-Variante erstmals entdeckt worden war. Experten warnen allerdings wegen der hohen Ansteckungsrate bei Omikron vor zu grossem Optimismus.

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