Die Schule geht wieder los – trotz rasant steigender Fälle des Coronavirus. Eine Familie aus Köln (D) behält ihren Sohn jedoch zu Hause. Jetzt droht eine Busse.
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Eine Deutsche schickt ihren Sohn nicht mehr zur Schule, weil die Corona-Massnahmen ihr nicht streng genug sind. (Symbolbild) - dpa/dpa/picture-alliance

Das Wichtigste in Kürze

  • Nach den Weihnachtsferien müssen die Kinder jetzt wieder zur Schule.
  • Eine Familie aus Köln (D) findet die Corona-Massnahmen allerdings zu lasch.
  • Weil die Eltern den Sohn nicht zur Schule schicken, droht jetzt eine Geldstrafe.

Die Festtage sind vorbei, der Weihnachtsbaum ist entsorgt. Für die meisten Kinder bedeutet das: zurück zur Schule!

Aber die Omikron-Variante des Coronavirus lässt die Anzahl Neuinfektionen rasant steigen – nicht nur in der Schweiz. Auch in Deutschland ist Omikron auf dem Vormarsch und bereitet einigen Eltern angesichts des Schulstarts Kopfzerbrechen: Ist es wegen der aktuellen Infektionslage wirklich sicher, die Kinder zur Schule zu schicken?

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Eine Familie aus Köln (D) findet die Massnahmen zum Schutz gegen das Coronavirus an der Schule ihres Sohnes seien zu lasch. - Keystone

Nein, findet eine Familie aus Köln (D). Denn die Massnahmen zum Schutz gegen das Coronavirus in der Schule sind den Eltern zu lasch, wie «RTL» berichtet. Sie beschliessen, ihren Sohn von zu Hause aus zu unterrichten.

Dafür drohen ihnen jetzt aber harte Konsequenzen: Eine Busse in der Höhe von über 10'000 Euro könnte auf die Familie zukommen.

Eltern nehmen Coronavirus «sehr ernst»

Dabei würden die Eltern ihr Kind eigentlich gerne zur Schule schicken, wäre die Corona-Lage eine andere. Mutter Alexandra, die Medizin studiert hat, erklärt gegenüber dem Sender: «Wir haben von Anfang an unserer Schulleitung klargemacht, dass uns der Schulbesuch wichtig ist. Und wir auch immer wieder neu abwägen.»

Die Eltern nehmen Covid-19 «sehr ernst» – was auch damit zu tun hat, dass sie sich beruflich stark damit auseinandersetzen.

Bereitet Ihnen die aktuelle Infektionslage Sorgen?

Vonseiten der Behörden gibt es jedoch kein Verständnis für die Entscheidung, das Kind zu Hause zu behalten. Denn es gilt die Schulpflicht, wie Eva Becker, Fachanwältin für Familienrecht, gegenüber «RTL» erklärt.

Bei einer Missachtung dieser Pflicht spiele es «keine Rolle», aus welchen Gründen dies geschieht. Egal, ob «die Eltern jetzt Querdenker sind, Corona-Leugner oder Eltern, die sich aus ganz nachvollziehbaren Gründen sorgen.»

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