Brasilien durchbricht eine Marke, die bisher nur die USA überschritten hatten: 300.000 Menschen sterben an den Folgen einer Infektion. Das Tempo, in dem Infizierte sterben, steigt sogar noch an.
Im Gedenken an die rund 300.000 Corona-Toten in Brasilien legt eine Frau eine Rose ab. Foto: Andre Borges/dpa
Im Gedenken an die rund 300.000 Corona-Toten in Brasilien legt eine Frau eine Rose ab. Foto: Andre Borges/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Als zweites Land der Welt nach den USA hat Brasilien die Grenze von 300.000 registrierten Corona-Toten überschritten.

300.685 Menschen seien seit Beginn der Pandemie vor rund einem Jahr im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben, teilte das brasilianische Gesundheitsministerium mit. Nur in den Vereinigten Staaten sind mit rund 545.000 Todesfällen dem Virus bislang mehr Menschen zum Opfer gefallen. Brasilien hatte am Dienstag erstmals die Marke von 3000 Toten innerhalb von 24 Stunden überschritten.

Im grössten Land Lateinamerikas haben sich nachweislich über 12,2 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. In den meisten Bundesstaaten sind die Intensivstationen an der Belastungsgrenze. Der rechte Präsident Jair Bolsonaro hat das Coronavirus von Anfang an verharmlost, einen landesweiten Lockdown lehnt er aus wirtschaftlichen Gründen ab. Nach einer Fernsehansprache des Staatschefs am Dienstag kam es in zahlreichen Städten des Landes zu Unmutsbekundungen gegen die Corona-Politik der Regierung.

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