Donald Trump: Jetzt will er nach Grönland die nächste Insel kaufen

Stephan Felder
Stephan Felder

Planet Erde,

Nach Grönland hat Donald Trump offenbar die nächste Inselgruppe im Visier: Die USA prüfen den Kauf der strategisch wichtigen Chagos-Inseln.

Donald Trump
Donald Trump hat ein Auge auf die Chagos-Inseln geworfen. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Donald Trump prüft laut Bericht den Kauf der Chagos-Inseln.
  • Im Fokus steht die Militärbasis Diego Garcia.
  • Mauritius lehnt Verhandlungen über die Souveränität aber ab.

Erst Grönland, jetzt die Chagos-Inseln: Donald Trump will offenbar die nächste strategisch wichtige Inselgruppe unter US-Kontrolle bringen.

Die US-Regierung prüft einen Kauf des Archipels im Indischen Ozean. Im Zentrum der Überlegungen steht die Militärbasis Diego Garcia, deren strategische Bedeutung für Washington kaum überschätzt werden kann.

Die Inselgruppe liegt rund 2000 Kilometer nordöstlich von Mauritius und umfasst mehrere Atolle. Obwohl sie geografisch abgelegen ist, zählt Diego Garcia zu den wichtigsten Militärstandorten der USA ausserhalb des eigenen Staatsgebiets.

Washington sucht nach Alternativen

Nach Angaben des Berichts haben US-Regierungsvertreter verschiedene Optionen ausgearbeitet. Darunter befindet sich auch die Idee, Grossbritannien zu umgehen und direkt mit Mauritius über einen Kauf zu verhandeln.

Hintergrund ist ein seit Jahren schwelender Streit um die Zukunft des Archipels. Die Chagos-Inseln wurden während der britischen Kolonialherrschaft von Mauritius abgetrennt. Mauritius fordert ihre Rückgabe seit Jahrzehnten.

2019 stellte der Internationale Gerichtshof in einem Gutachten fest, dass Grossbritannien die Inseln an Mauritius zurückgeben sollte.

Nach langen Verhandlungen einigten sich London und Port Louis schliesslich auf einen Deal: Die Inseln sollten an Mauritius übergehen, während Grossbritannien die Militärbasis auf Diego Garcia für 99 Jahre weiter nutzen dürfte.

Doch das Vorhaben geriet ins Stocken.

Donald Trump nennt Rückgabe «grosse Dummheit»

Donald Trump unterstützte die Vereinbarung zunächst. Später kritisierte er sie jedoch scharf und bezeichnete die Übergabe der Inseln als «grosse Dummheit». Im Frühjahr legte Grossbritannien die Umsetzung des Abkommens auf Eis.

Wem sollen die Chagos-Inseln gehören?

Aus der Sicht Washingtons ist Diego Garcia für die nationale Sicherheit unverzichtbar. Die Basis spielte in zahlreichen Militäreinsätzen eine zentrale Rolle. Vom Golfkrieg über Einsätze in Afghanistan und im Irak bis hin zu jüngeren Operationen im Nahen Osten.

Zusätzlich gewinnt der Standort im Machtkampf mit China weiter an Bedeutung. Die Insel liegt zwischen Afrika, der Arabischen Halbinsel, Indien und Australien. Sie ermöglicht den USA eine militärische Präsenz in einer geopolitisch entscheidenden Region.

Mauritius zieht klare Grenze

Ob es tatsächlich zu einem Kaufangebot kommt, ist offen. Ein Preis wurde bislang nicht genannt. Zudem müsste eine solche Lösung mehrere politische und rechtliche Hürden überwinden.

Mauritius reagierte bereits zurückhaltend auf die Berichte. Die Regierung erklärte, bisher kein Angebot aus Washington erhalten zu haben. Gleichzeitig betonte sie, die Souveränität über die Chagos-Inseln sei «nicht verhandelbar».

Damit könnte Donald Trump ein ähnliches Schicksal drohen wie mit seinem umstrittenen Vorstoss zu Grönland. Auch dort stiess die Idee eines Kaufs auf massiven Widerstand.

Mehr zum Thema:

Kommentare

User #5931 (nicht angemeldet)

Die Zwei-Weihnachtsmänner-Strategie ist eine politische und wirtschaftliche Taktik der Republikanischen Partei, die seit etwa 45 Jahren angewendet wird. 1 Wie die Strategie funktioniert: Phase 1 – Wenn Republikaner an der Macht sind: Republikaner geben Geld wie ein "betrunkener Weihnachtsmann" aus und senken gleichzeitig Steuern für Wohlhabende. Ziel ist es, die US-Staatsverschuldung absichtlich so schnell und so weit wie möglich zu erhöhen. 2 3 Phase 2 – Wenn Demokraten an der Macht sind: Die Demokraten werden dann gezwungen, als der "Scrooge" (Geizhals) aufzutreten und müssen Ausgaben kürzen oder Steuern erhöhen, um die Schulden zu bekämpfen. Dies macht sie unpopulär. 2 Das Ziel: Die Strategie ermöglicht es Republikanern, die Reichen zu begünstigen, massive Schulden aufzubauen und anschließend Demokraten für die notwendigen Sparmaßnahmen verantwortlich zu machen. 1 Dies ist eine Methode, um wirtschaftliche und politische Kontrolle zu behalten, während man die gegnerische Partei diskreditiert.

User #3361 (nicht angemeldet)

Epstein hatte schliesslich auch eine Insel. Was Trump wohl plant?

Weiterlesen

Chagos-Insel
4 Interaktionen
Trump will nicht
Chagos-Inseln
Militärbasis bleibt
Donald Trump
10 Interaktionen
London

MEHR IN NEWS

Lissabon/Brüssel
whatsapp ki
Kettenbrief
Ryanair flugzeug
«Der schnellste Weg»

MEHR DONALD TRUMP

Donald Trump
123 Interaktionen
Vergeltung
trump interview
25 Interaktionen
NBC-Gespräch
fds
454 Interaktionen
Polizei vor Ort
4 Interaktionen
Washington

MEHR AUS PLANET ERDE

Prilly
2 Interaktionen
Güttingen / Konstanz D
Bagger Baumaschinen Gebirge Alben
Schwende-Rüte
2 Interaktionen
Rüschlikon