Marathonsitzung vor Führungs-Entscheidung beim ORF
Der ORF sucht nach einem neuen Chef oder einer neuen Chefin ab 2027. Die entscheidende Sitzung des ORF-Stiftungsrats samt Hearing der neun Kandidaten dauert wesentlich länger als geplant.

Die Entscheidung über die neue Führungsspitze des öffentlich-rechtlichen ORF in Österreich zieht sich hin. Rund zehn Stunden nach Beginn der Sitzung des ORF-Stiftungsrats hatten sich erst sechs der neun Kandidaten und Kandidatinnen dem 35-köpfigen Gremium gestellt. Mit einer Wahl des neuen Generaldirektors oder der neuen Generaldirektorin ab 2027 wird am Donnerstag erst gegen Mitternacht gerechnet.
Als einer der Favoriten wird der scheidende Chef der österreichischen Nachrichtenagentur APA, Clemens Pig, gehandelt. Allein sein Auftritt und seine Befragung dauerte nach Angaben aus Konferenzkreisen rund zweieinhalb Stunden statt der eingeplanten 30 Minuten. Pig amtet ebenfalls als Vizepräsident des Verwaltungsrats der Schweizer Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Auch bei anderen Bewerbern wurde der Zeitplan deutlich überschritten.
Der ORF ist mit seinen 4000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Österreichs grösstes Medienunternehmen. Der Sender betreibt mehrere TV-Programme, zwölf Radioprogramme und verfügt über ein umfangreiches Online-Angebot. Die Bedeutung des ORF in Österreich ist immens. Zugleich flammen immer wieder Diskussionen um die politische Unabhängigkeit des Senders auf.














