Studie

Grossteil des Buspersonals leidet an gesundheitlichen Problemen

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Lausanne,

Ein Grossteil der Busfahrerinnen und Busfahrer leidet an gesundheitlichen Problemen. Zu den Belastungsfaktoren gehören Personalmangel oder schlechte Planung.

Busfahrer
Busfahrerinnen und Busfahrer etwa sorgen auch im Sommer dafür, dass Bern in Bewegung bleibt. (Symbolbild) - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Mehr als die Hälfte der Busfahrerinnen und Busfahrern leidet unter Gelenkschmerzen.
  • Grund für gesundheitliche Probleme sind unter anderem Sparmassnahmen und Personalmangel.
  • Gleichzeitig besteht laut einer Studie ein erhöhtes Risiko für Stress und Burnout.

Viele Busfahrerinnen und Busfahrer leiden an gesundheitlichen Problemen. Zu den wachsenden Belastungsfaktoren für das Personal gehören unter anderem auch Sparmassnahmen, Personalmangel und schlechte Planung, wie eine Studie darlegt.

Mehr als die Hälfte der Befragten leidet unter Gelenkschmerzen. Dies stellt die Trapheac-Studie des Universitären Zentrums für Allgemeinmedizin und öffentliche Gesundheit in Lausanne fest.

Die Ergebnisse wurden im Rahmen der Delegiertenversammlung der Gewerkschaft des Verkehrspersonals (SEV) am Donnerstag in Lausanne vorgestellt.

Gleichzeitig bestehe ein erhöhtes Risiko für Stress und Burnout. Häufige Nacht- und Frühschichten sowie lange Arbeitstage von mehr als zehn Stunden hätten nachweislich negative Auswirkungen auf die psychische Gesundheit. Auch wiederholte Übergriffe einzelner Fahrgäste zählen dazu, so die Studie.

Auch Personal der Bahnunternehmen betroffen

Die Ergebnisse zeigen weiter, dass tägliche Angst vor Unfällen und konfliktreichen Situationen zu den stärksten Auslösern für Erschöpfung gehören. Gleichzeitig würden ausreichende Ruhezeiten und geeignete Pausenräume das Stressniveau messbar senken.

Nicht nur die Gesundheit des Buspersonals sei gefährdet, sondern auch das Wohlbefinden des Personals der Bahnunternehmen. Personalmangel und Spardruck haben auch hier spürbare Auswirkungen auf die Gesundheit, wie es weiter hiess.

Bist du Busfahrerin oder Busfahrer?

Die Zunahme der gesundheitlichen Probleme führe zu mehr Absenzen. Nicht nur die Unternehmen müssten handeln. Auch die Politik müsse sich bewusst werden, dass jede Sparmassnahme eine Zusatzbelastung für das Personal bedeute. So liess sich SEV-Präsident Matthias Hartwich in einer Medienmitteilung zitieren.

Die Gesundheit des Verkehrspersonals soll in den Mittelpunkt der gewerkschaftlichen Arbeit gestellt werden. Und auf dieser Grundlage soll eine Gewerkschaftskampagne gestartet werden. Dies wurde an der Versammlung der Delegierten des SEV beschlossen.

Kommentare

User #6260 (nicht angemeldet)

Ja, den Job den die Bus-Chauffeure machen, den bewundern wir schon länger. Hut ab, Respekt. Der Verkehr ist ja nicht weniger und die Fahrgäste sind auch nicht netter geworden. Bewundere deren Geduld und starke Nerven. Danke. Mehr solche Berichte bitte, das sind wertvolle Artikel.

User #3436 (nicht angemeldet)

Als ich bor 20 Jahren beim Busbetrieb angefangen habe da hatten wir noch Dienste über 10 Stunden (Arbeitszeit!) Heute ist es viel besser. Es liegt an jedem auch etwas für die Gesundheit zu tun. Jeder hat sein eigenes Lenkrad auch für sich selbst in der Hand.

Weiterlesen

Stadtbus Winterthur
150 Interaktionen
Chaos droht
Busfahrerin
45 Interaktionen
Fristlos!
Betreutes Wohnen
34 Interaktionen
Betreutes Wohnen

MEHR IN NEWS

a
Menschenopfer?
Buckelwal Deutschland
Untersuchung zeigt
UV Index Strahlung Europa
3 Interaktionen
Birgt Gefahren
flugzeug
12 Interaktionen
Aggressiv

MEHR STUDIE

astrozyten
9 Interaktionen
Neue Studie
Sport Schweiz
44 Interaktionen
Sport-Studie
4 Interaktionen
US-Studie
8 Interaktionen
Reading

MEHR AUS LAUSANNE

dittli
14 Interaktionen
Lausanne
31 Interaktionen
Lausanne
EPFL Lausanne
3 Interaktionen
Lausanne
12 Interaktionen
Lausanne