Iran und USA tauschen nach Abschuss Vergeltungsschläge aus
Nach dem Abschuss eines US-Kampfhubschraubers durch den Iran bombardiert Washington Luftabwehranlagen – Teheran greift daraufhin US-Stützpunkte an.

Das Wichtigste in Kürze
Der Iran hat in der Nacht auf Mittwoch einen US-Kampfhubschrauber vom Typ Apache über der Strasse von Hormus abgeschossen. Die beiden Piloten konnten laut dem US-Regionalkommando Centcom innerhalb von zwei Stunden sicher gerettet werden, wie der «ORF» berichtet.
Als Reaktion auf den Abschuss bombardierte das US-Militär iranische Luftabwehranlagen, Bodenkontrollstationen und Radaranlagen. Die Angriffe erfolgten laut US-Medien in drei Wellen gegen rund 20 Ziele, wie «ZDFheute» meldet.
Trump sprach von einer Reaktion, die «sehr stark, sehr kraftvoll» sein müsse. Das Centcom bezeichnete die Schläge als «angemessene Reaktion auf die ungerechtfertigte iranische Aggression», wie der «ORF» berichtet.
Irans Gegenschlag auf US-Stützpunkte
Die iranischen Revolutionsgarden antworteten mit einem Drohnenangriff auf einen US-Stützpunkt in Bahrain. Zudem griff der Iran nach eigenen Angaben US-Stützpunkte in Jordanien an, darunter angeblich Stellplätze für F-35-Kampfjets, berichtet der «ORF».
Die jordanische Armee erklärte, fünf iranische Raketen abgeschossen zu haben. Auch Kuwait meldete Luftangriffe; die Armee des Golfemirats gab an, die Luftabwehr sei im Einsatz.
Iranische Medien berichteten von Explosionen an der Südküste des Landes nahe der Strasse von Hormus. Betroffen waren laut der Nachrichtenagentur Mehr unter anderem die Hafenstadt Sirik und die Grossstadt Bandar Abbas, wie «ZDFheute» berichtet.
Teheran droht mit schärferer Antwort
Die Revolutionsgarden drohten, bei anhaltenden US-Angriffen eine noch «schärfere Antwort» zu geben. Der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf warnte die USA davor, ihre «Verpflichtungen» zu brechen, berichtet «T-Online».

Das iranische Aussenministerium sieht die Golfstaaten in der «rechtlichen und moralischen Verantwortung», US-Angriffe auf den Iran zu verhindern. Der Iran werde nötigenfalls von seinem Recht auf Selbstverteidigung Gebrauch machen, wie der «ORF» meldet.
Es ist bereits der zweite Verlust einer bemannten US-Militärmaschine im laufenden Konflikt. Im April war ein F-15-Kampfjet über dem Iran abgeschossen worden – auch damals wurden beide Piloten gerettet.












