Donald Trump will Grönland: Diese Inseln haben USA bereits gekauft

    Luna Gerber
    Luna Gerber

    USA,

    Mal mit Geld, mal mit Kanonen: Die USA vergrösserten etappenweise ihr Territorium. Heute sind sie eine kontinentale Supermacht.

    Donald Trump us
    Um einen dauerhaften Frieden im Gazastreifen zu sichern, wollen fünf Staaten nach Angaben von US-Präsident Donald Trump Soldaten in den zerstörten Küstenstreifen schicken. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Donald Trump sorgt seit Wochen mit seinen Ansprüchen an Grönland für Schlagzeilen.
    • Es wäre nicht das erste Mal, dass sich die USA eine Insel holen.
    • Die Amerikaner vergrösserten ihr Territorium in der Vergangenheit bereits mehrfach.

    Nur die Spitze des Eisbergs: Der US-Präsident Donald Trump hat es auf Grönland abgesehen – und macht seinen Vorgängern damit alle Ehre.

    Denn die heutige Grösse der Vereinigten Staaten ist das Ergebnis gezielter Expansion. Mal wurde Land gekauft, mal militärisch erzwungen, oft beides zugleich.

    Eine chronologische Übersicht gemäss «Spiegel», wie aus einem jungen Staat eine Grossmacht wurde:

    1803 – Der Louisiana-Kauf

    Einen der folgenreichsten Deals der Geschichte schlossen die USA im Jahr 1803 ab.

    Frankreichs Machthaber Napoleon Bonaparte verkaufte die Kolonie Louisiana für 15 Millionen Dollar an die Vereinigten Staaten. Heute wären das 315 Millionen Dollar.

    US-Präsident Thomas Jefferson hatte dabei vor allem ein strategisches Ziel: Den Zugang zum Hafen von New Orleans.

    Frankreich hingegen brauchte dringend Geld, nicht zuletzt wegen drohender militärischer Auseinandersetzungen mit Grossbritannien.

    Der Kauf hatte enorme Auswirkungen. Mit einem Schlag verdoppelte sich das Staatsgebiet der USA.

    Das neu erworbene Land reichte vom Mississippi bis zu den Rocky Mountains und von der Golfküste bis zur kanadischen Grenze.

    Heute macht dieses Gebiet etwa ein Viertel der gesamten Fläche der Vereinigten Staaten aus.

    1819 – Florida wechselt den Besitzer

    Weniger freiwillig verlief der nächste grosse Gebietszuwachs.

    Spanien stimmte 1819 dem Verkauf Floridas an die USA für fünf Millionen Dollar zu – heute etwa 121 Millionen. Im Gegenzug erhielt Spanien Teile von Texas.

    Florida hatte zuvor eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Seit der spanischen Besetzung im Jahr 1513 war das Gebiet mehrfach zwischen europäischen Mächten hin- und hergegangen.

    Nach dem Siebenjährigen Krieg fiel es an Grossbritannien, kam aber nach dem Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg wieder unter spanische Kontrolle.

    Als Spanien schliesslich zustimmte, war der Druck enorm: Bereits seit 1812 hielten amerikanische Truppen weite Teile Floridas besetzt.

    Der Verkauf war daher weniger eine freie Entscheidung als eine politische Notlösung.

    1848 – der Krieg gegen Mexiko und seine Folgen

    Den grössten territorialen Verlust erlitt Mexiko im Jahr 1848 nach dem Mexikanisch-Amerikanischen Krieg. Kalifornien, Nevada, Utah, New Mexico sowie Teile von Arizona und Colorado gingen an die USA.

    Als Gegenleistung zahlten die Vereinigten Staaten 15 Millionen Dollar und übernahmen offene Forderungen amerikanischer Bürger gegenüber Mexiko.

    US-Präsident James K. Polk hatte schon bei seinem Amtsantritt 1845 offen erklärt, das Land nach Westen ausdehnen zu wollen.

    Unter dem Schlagwort der «göttlichen Bestimmung» rechtfertigten die USA ihre Expansion.

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    James K. Polks Expansionspolitik gilt als besonders problematisch. Er erzwang einen bewusst provozierten Krieg gegen Mexiko und annektierte damit mehr als die Hälfte des Staatsgebiets. - keystone

    Der Krieg endete mit der Besetzung von Mexiko-Stadt, woraufhin Mexiko dem Vertrag von Guadalupe Hidalgo zustimmen musste.

    Am Ende verlor das Land mehr als die Hälfte seines Staatsgebiets – für umgerechnet etwa zwölf Dollar pro Quadratkilometer.

    1867 – Alaska wird amerikanisch

    Mit dem Kauf Alaskas von Russland setzten die USA ihre Expansion fort. Für 7,2 Millionen Dollar – heute etwa 125 Millionen – ging das riesige Gebiet in amerikanischen Besitz über.

    Präsident Andrew Johnson handelte den Deal mit Zar Alexander II. aus, Der nach dem Krimkrieg dringend finanzielle Mittel benötigte.

    In den USA selbst wurde der Kauf zunächst verspottet. Alaska galt als wertlose Eiswüste und erhielt abfällige Spitznamen wie „Gefriertruhe“ oder „Eisbärgehege“.

    Doch diese Einschätzung erwies sich als falsch. Goldfunde und später riesige Erdölvorkommen machten das Gebiet wirtschaftlich interessant.

    1959 wurde Alaska offiziell zum 49. Bundesstaat der USA – und der einst belächelte Kauf zahlte sich langfristig aus. Die Tatsache, dass dort bereits indigene Bevölkerungen lebten, spielte bei den Verhandlungen keine Rolle.

    1899 – deutsche Inselkäufe im Pazifik

    Während die USA ihr Territorium ausbauten, versuchte auch das Deutsche Reich, Kolonialmacht zu werden. 1899 kaufte Deutschland von Spanien die Karolinen-, Marianen- und Palau-Inseln im Pazifik.

    Bereits zuvor hatte Berlin mehrfach versucht, die Karolinen zu erwerben. Ein Konflikt mit Spanien zwischen 1884 und 1885 konnte nur durch die Vermittlung von Papst Leo XIII. entschärft werden. Erst nach dem Spanisch-Amerikanischen Krieg kam es zu erfolgreichen Verhandlungen.

    Kennst du dich mit der Kolonialgeschichte der USA aus?

    Die kolonialen Hoffnungen erfüllten sich jedoch nicht. Kaum deutsche Siedler zogen auf die Inseln und Widerstand der lokalen Bevölkerung führte zum gewaltsamen Niederschlagen des Aufstands.

    1917 – die Amerikanischen Jungferninseln

    Ein weiterer Inselkauf folgte während des Ersten Weltkriegs. Die USA erwarben die Jungferninseln von Dänemark für 25 Millionen Dollar in Goldmünzen.

    Die Inselgruppe war seit dem 17. Jahrhundert dänische Kolonie und spielte lange eine Rolle im Zucker- und Sklavenhandel.

    Nach einem Sklavenaufstand auf St. Croix im Jahr 1848 wurden alle Versklavten freigelassen. Das reduzierte die wirtschaftliche Bedeutung der Inseln für Dänemark stark.

    Für die USA hingegen waren sie strategisch relevant: Washington befürchtete, Deutschland könnte die Inseln als Stützpunkt für Angriffe auf den Panamakanal nutzen.

    Zuletzt gerieten die Jungferninseln erneut in die Schlagzeilen. Grund sind Klagen über das Missbrauchsverbrechen von Jeffrey Epstein auf seinen Privatinseln innerhalb des Territoriums.

    1946 – der gescheiterte Grönland-Deal

    Zuletzt macht der US-Präsident Donald Trump mit seinem Interesse an Grönland Schlagzeilen. Doch bereits nach dem Zweiten Weltkrieg rückte Grönland stärker in den Fokus der amerikanischen Aussenpolitik.

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    US-Präsident Donald Trump betont aktuell sein Interesse an Grönland besonders. Das Interesse der USA für Grönland geht bereits auf den 2. Weltkrieg zurück. - keystone

    Bereits während des Krieges hatten die USA Luftstützpunkte auf der Insel eingerichtet, nachdem Dänemark von Deutschland besetzt worden war.

    1946 bot Präsident Harry S. Truman Dänemark schliesslich an, Grönland für Gold im Wert von 100 Millionen Dollar zu kaufen. Kopenhagen lehnte das Angebot ab.

    Kommentare

    User #2264 (nicht angemeldet)

    Es geht der Atommacht USA nicht um die Sicherheit, sie alleine können die Menschheit gleich mehrfach ausrotten. Ergo werden sie nicht angegriffen. Es geht einzig und allein um den freien Zugang zu den riesigen Bodenschätze die sie für sich ausbeuten wollen. Sie haben ja zufälligerweise auch schon die Kontrolle über das Erdöl in Venezuela, dem Irak etc. Früher hiess das Kolonialismus, wenn andere Länder ausgebeutet wurden.

    User #1624 (nicht angemeldet)

    The Swiss are obsessed with Trump Shame on you. Don't talk about Nato. You don't know anything about it. You claim you are neutral. You only have a part-time military

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