Iran-Krieg: USA zerstören 16 Minenleger in Hormus-Nähe
Die Lage im Nahen Osten bleibt hoch angespannt. Nach Angriffen, Gegenschlägen und politischen Drohungen überschlagen sich im Iran-Krieg die Ereignisse.

Das Wichtigste in Kürze
- Mojtaba Khamenei wird neuer oberster Führer des Irans inmitten des Krieges.
- Luftangriffe der USA und Israels sowie iranische Gegenangriffe intensivieren die Gewalt.
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Seit nun mehr als einer Woche spitzt sich der Konflikt rund um den Iran immer weiter zu. Nach Angriffen, Gegenschlägen und scharfer Rhetorik wächst international die Sorge vor einer weiteren Eskalation im Nahen Osten. Mehrere Länder haben ihre Sicherheitsvorkehrungen erhöht, während Diplomaten gleichzeitig versuchen, eine Ausweitung des Konflikts zu verhindern.
Am Montag war auch der Ölpreis erstmals seit Jahren auf weit über 100 US-Dollar angestiegen. Jüngste Aussagen von Donald Trump, nach denen der Krieg schon bald zu Ende sein könnte, liessen den Preis anschliessend wieder deutlich sinken.
Zusätzlich verschärft ein politischer Umbruch in Teheran die Lage: Nach dem Tod von Ali Khamenei wurde sein Sohn Mojtaba Khamenei zum neuen obersten Führer ernannt. Bei einer Pressekonferenz wollte sich Trump nicht dazu äussern, ob der Chamenei-Sohn ebenfalls ein Ziel der US-Angriffe sein wird.
USA zerstören 16 Minenleger in Hormus-Nähe
00.27: Das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) mit, US-Streitkräfte hätten mehrere iranische Marineschiffe, darunter 16 sogenannte Minenleger, in der Nähe der Strasse von Hormus zerstört.
Zuvor hatte Trump dem Teheran mit Vergeltung gedroht, sollten «aus irgendeinem Grund Minen» ausgelegt worden sein. Er sprach von «militärischen Konsequenzen in einem bisher nie dagewesenen Ausmass».
Laut CNN hatte der Iran in den vergangenen Tagen rund ein Dutzend Minen in der für die Schifffahrt wichtigen Meeresenge platziert. Der Sender stützt sich dabei auf Aussagen von ungenannten Quellen.
Eine der Personen sagte demnach, der Iran verfüge noch immer über das Gros seiner kleinen Boote und Minenleger. Die Streitkräfte könnten demnach Hunderte von Minen in der Wasserstrasse verlegen. Der Sender CBS berichtete über entsprechende Pläne des Irans.
Netanjahu ruft Iraner zum Sturz der Führung auf
23.36: Der israelische Ministerpräsident hat sich in einer Botschaft direkt an das iranische Volk gewandt und angekündigt, den Druck auf die Führung in Teheran weiter zu erhöhen. In einem Post Netanjahus auf der Plattform X hiess es, Israel werde gemeinsam mit den USA «mit wachsender Stärke gegen die Tyrannen vorgehen», die das iranische Volk seit Jahrzehnten unterdrückten.
In den kommenden Tagen wolle man Bedingungen schaffen, die es den Menschen im Iran ermöglichen sollen, «ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen». «Die Ajatollahs und ihre Handlanger sind auf der Flucht – doch diese Feiglinge haben keinen Ort, an dem sie sich verstecken können.»

Israel und die USA führten «einen historischen Krieg für die Freiheit», hiess es weiter. «Dies ist eine einmalige Gelegenheit für euch, das Regime der Ayatollahs zu stürzen und eure Freiheit zu erlangen.» Das iranische Volk habe um Hilfe gebeten, «und die Hilfe ist angekommen».
UN-Sicherheitsrat berät zur Lage im Libanon
22.55: Vor dem Hintergrund des Kriegs im Nahen Osten kommt der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen an diesem Mittwoch zu einer Dringlichkeitssitzung über die Lage im Libanon zusammen. Das mächtigste Gremium der UN soll unter US-amerikanischem Vorsitz ab 15.00 Uhr MEZ in New York tagen. Der Rat soll auch über einen von Bahrain im Namen der Länder des Golfkooperationsrates eingebrachten Resolutionsentwurf abstimmen, hiess es aus Diplomatenkreisen.
Libanon: Fast 760'000 Vertriebene durch Israels Angriffe
22.31: Im Libanon wurden durch Angriffe des südlichen Nachbarn Israel nach offiziellen Angaben bisher nahezu 760'000 Menschen vertrieben. Darunter seien mehr als 122'000 Menschen, die sich derzeit in Notunterkünften aufhalten, teilte das Ministerium für soziale Angelegenheiten mit.
580 solcher Unterkünfte sind landesweit derzeit geöffnet. Allein innerhalb der vergangenen zwei Tage kamen nach Zählungen des Ministeriums mehr als 500'000 Vertriebene hinzu.
USA: Noch kein Schiff durch Strasse von Hormus eskortiert
22.11: Die USA haben bislang keine Tanker durch die für den Schiffsverkehr wichtige, aber durch den Iran-Krieg weitgehend blockierte Strasse von Hormus eskortiert. Regierungssprecherin Karoline Leavitt sagte am Dienstagmittag (US-Ortszeit), sie könne bestätigen, dass die US-Marine derzeit keinen Tanker oder ein anderes Schiff eskortiere.

Für Verwirrung hatte laut Medien kurzzeitig eine Äusserung des US-Energieministers Chris Wright gesorgt, wonach es bereits eine Eskorte gegeben habe. Laut Leavitt wurde sein Beitrag auf einer sozialen Plattform schnell wieder gelöscht. Warum der Post überhaupt abgesetzt worden war, blieb zunächst unklar.
















