Formel 1 – Ocon spekuliert: Sieht so die neue Rangordnung aus?
Haas-Pilot Esteban Ocon liefert eine erste Einschätzung zu den Kräfteverhältnissen in der Formel 1. Einen klaren Favoriten sieht der Franzose schon jetzt.

Das Wichtigste in Kürze
- Wie sieht die Rangordnung in der Formel 1 mit dem neuen Reglement aus?
- Haas-Pilot Esteban Ocon zieht ein erstes vorsichtiges Fazit nach dem Barcelona-Test.
- Der Franzose sieht einen klaren Favoriten – und auch zwei Hinterbänkler.
Viel Aussagekraft hatte der erste Shakedown-Test der Formel 1 in Barcelona noch nicht. Die Königsklasse hielt Informationen ganz bewusst bei einem Minimum, Zugang zur Strecke oder zu Rundenzeiten gab es kaum. Entsprechend wenig ist bislang über die Rangordnung in der Formel 1 mit dem neuen Reglement bekannt.
Einer der Shakedown-Teilnehmer liefert nun aber ein erstes grobes Bild über die neu geordneten Kräfteverhältnisse. Esteban Ocon lässt gegenüber «Motorsport.com» zumindest durchblicken, dass es einen klaren Favoriten gibt: Wie erwartet macht Mercedes aktuell den stärksten Eindruck.

Die Silberpfeile machten beim Shakedown in Barcelona eine gute Figur. George Russell und Kimi Antonelli spulten an ihren drei Tagen gute 500 Runden ab – fast acht Renndistanzen! Der neue W17 lief dabei praktisch ohne Probleme, auch die wenigen durchgesickerten Rundenzeiten waren stark.
Mercedes in der Formel 1 als Favorit?
«Ich denke, es ist noch etwas früh, um über eine Rangordnung zu sprechen», bekräftigt Ocon. «Aber wir haben gesehen, dass Mercedes während des gesamten Shakedown-Tests sehr schnell war.» Für den Franzosen sind die Silberpfeile vor der neuen Saison damit zumindest in einer guten Ausgangslage.

Dahinter sieht Ocon ein wenig überraschendes Dreier-Paket. «Wir haben auch gesehen, dass Ferrari in einer sehr guten Position ist», lobt der Franzose. «Red Bull hat ebenfalls gut abgeschnitten, und auch McLaren hat vorne mitgemischt. Das ist zumindest das Fazit, das wir aus Barcelona ziehen können.»
Audi und Cadillac wohl die Schlusslichter
Hinter diesen Top-4 erwartet Ocon ein umkämpftes Mittelfeld. «In der Gruppe dahinter wird es enger», meint der Haas-Pilot, der auch seinen Rennstall dort verortet. «Das sind die Racing Bulls, Alpine und wir selbst. Und etwas weiter dahinter liegen derzeit Audi und Cadillac», mutmasst der einmalige Grand-Prix-Sieger.

Noch keine Einschätzung traut sich Ocon bei zwei Teams zu: Aston Martin konnte mit dem neuen AMR26 nur am letzten Tag Kilometer sammeln. In Barcelona überhaupt nicht mit dabei war Williams. Das britische Traditionsteam ist mit dem FW48 in Verzug, das Auto soll zudem deutlich zu schwer geraten sein.
















