Formel 1

    Formel 1: Was verrät der «geheime» Shakedown in Barcelona wirklich?

    Mathias Kainz
    Mathias Kainz

    Spanien,

    Fünf Tage hat die Formel 1 in dieser Woche in Barcelona getestet. Viel verraten haben die Testkilometer im frostigen Katalonien nicht. Oder etwa doch?

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    Red Bull und vor allem das Schwester-Team Racing Bulls konnten ihre Runden im Grossen und Ganzen unbehelligt abspulen. - Instagram

    Das Wichtigste in Kürze

    • In Barcelona hat die Formel 1 ihre ersten Testfahrten beendet.
    • Hier kommen die wichtigsten Erkenntnisse aus dem «geheimen» Shakedown.

    Die Formel 1 hat ihre ersten Testfahrten in der Saison 2026 am Freitag in Barcelona beendet. Wenngleich die Teams sich bemüht haben, diese fünf Tage im kalten, teils regnerischen Katalonien nicht als «Test» verstanden zu wissen. Verschlossene Türen, Polizei-Präsenz, nur eine Handvoll Fotos auf den offiziellen Kanälen.

    Welcher Rennstall sichert sich dieses Jahr die Konstrukteurs-Wertung?

    Und natürlich sagen die – ohnehin nur spärlich kommunizierten – Rundenzeiten nichts über die Rangordnung aus. Wer wann mit wie viel Sprit, wie viel Motorleistung und welchen Reifen fuhr, ist praktisch nicht nachvollziehbar. Rückschlüsse auf die Kräfteverhältnisse sollte man auf Basis der Shakedown-Daten eher nicht ziehen.

    Aber was verrät der «geheime» Barcelona-Test wirklich?

    Erkenntnis #1: Mercedes ist der Favorit

    Wie passt diese Aussage mit dem eben noch betonten Vorbehalt hinsichtlich der Kräfteverhältnisse zusammen? Ganz einfach: Die Silberpfeile haben mit komfortablem Vorsprung das reibungsloseste Test-Programm hinter sich. George Russell und Kimi Antonelli spulten am Montag, Mittwoch und Donnerstag satte 500 Runden ab.

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    Kimi Antonelli hat seine Arbeit in Barcelona getan. - Instagram

    Damit waren sie an allen drei Tagen unter den Top-2 der fleissigsten Kilometersammler. Der neue W17 läuft zuverlässig und macht keine unvorhergesehenen Probleme. Zuverlässigkeit ist in jeder Saison mit einem neuen Reglement ein wesentlicher Erfolgs-Faktor. Und auch bei den Mercedes-Kunden läuft das neue Triebwerk bislang praktisch einwandfrei.

    Erkenntnis #2: Red-Bull-Ford wirkt gut aufgestellt

    Wenn ein Hersteller in Sachen Laufzeit mit Mercedes hätte mithalten können, dann vermutlich Red Bull. Der RB22 machte am Montag in den Händen von Isack Hadjar einen soliden Eindruck. Auch Max Verstappen schien gut zurechtzukommen – bis Hadjar den Boliden am Dienstag in die Wand setzte.

    Holt sich Max Verstappen dieses Jahr den Weltmeistertitel zurück?

    Aber: Das erste Red-Bull-eigene Triebwerk, der DM01, läuft bislang weitgehend problemlos. Red Bull und vor allem das Schwester-Team Racing Bulls konnten ihre Runden im Grossen und Ganzen unbehelligt abspulen. Für einen Debüt-Motor eine starke Leistung – das zeigt auch der Blick zur Konkurrenz.

    Erkenntnis #3: Audi als Sorgenkind der Formel 1

    Das genaue Gegenteil von Red Bull zeigt sich beim neuen Werksteam von Audi: Der deutsche Hersteller, der in dieser Saison anstelle von Sauber in der Formel 1 antritt, erlebt einen schwierigen Barcelona-Shakedown. Sowohl am Montag als auch am Mittwoch musste Audi seinen neuen R26 mit Problemen abstellen.

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    Der Audi R26 dreht seine ersten Runden in Barcelona. - Instagram

    Gabriel Bortoleto schaffte am Montag gerade einmal 27 Runden, bei Nico Hülkenberg waren es am Mittwoch immerhin 68. Die Laufleistung des neuen deutschen Triebwerks dürfte dem Sauber-Nachfolger-Team aber Kopfzerbrechen bereiten.

    Erkenntnis #4: Fragezeichen bei Cadillac und Aston Martin

    Die Ambitionen bei Aston Martin waren vor dem neuen Reglement enorm. Schliesslich ist der AMR26 das erste Aston-Martin-Auto aus der Feder von Star-Designer und Neo-Teamchef Adrian Newey. Aber das Team tauchte erst am Donnerstag auf – und Lance Stroll rollte nach nur fünf Runden aus.

    Schon am Montag auf der Strecke, aber nicht mit überragender Laufleistung präsentierte sich Cadillac. Der US-Rennstall geniesst aber im Vergleich zur Konkurrenz als komplett neu aufgestelltes Team noch Welpenschutz. Bei Cadillac weiss man, dass es 2026 nur darum geht, sich an die Formel 1 zu gewöhnen.

    Kommentare

    User #3188 (nicht angemeldet)

    Es wird sicher noch viele schlagzeilen von audi geben . Audi ist ja bekannt im schummeln

    User #5561 (nicht angemeldet)

    Nun, der Beste gewinnt. Wie immer. Kommt drauf an, wer wie seine Hausaufgaben gemacht hat. Überraschumgen kanns immer geben und das ist keine Frage des Geldes. Die Frage ist: welches ist das beste TEAM.

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