Formel 1: Aufregung um Aero-Trick bei Ferrari und Mercedes!

Mathias Kainz
Mathias Kainz

Italien,

Haben Ferrari und Mercedes in der Formel 1 ein Regel-Schlupfloch entdeckt? An beiden Autos ist bei ihren ersten Shakedowns ein Aerodynamik-Trick aufgefallen.

Ferrari Formel 1 Hamilton
Lewis Hamilton bei der ersten Ausfahrt mit dem Ferrari SF-26. Ein Detail versetzt die Formel 1 in Aufruhr. - F1.com

Das Wichtigste in Kürze

  • Bei den Shakedowns von Mercedes und Ferrari sorgt ein Detail für Aufsehen.
  • Beide Teams scheinen einen Unterboden-Trick entdeckt zu haben.
  • Insbesondere bei Mercedes fällt der «Slotted Diffusor» auf.

Am Freitag war Ferrari erstmals mit seinem neuen Formel-1-Renner auf der Strecke: Auf dem hauseigenen Kurs in Fiorano durfte erst Lewis Hamilton, dann Charles Leclerc, den neuen SF-26 pilotieren. Insgesamt waren für die Demo-Ausfahrt nur 15 Kilometer gestattet – das entspricht fünf Runden auf der Ferrari-Teststrecke.

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Doch diese kurze Distanz genügte, um die Formel 1 in Aufruhr zu versetzen. Denn die Scuderia scheint ein Schlupfloch im Regelwerk entdeckt zu haben, das einen enormen Vorteil darstellen könnte: Ein vergleichsweise winziges Loch in der Aerodynamik, im Graubereich des Reglements.

Und Ferrari ist mit dieser Innovation in der Formel 1 wohl nicht alleine: Auch am neuen Mercedes W17 ist der Trick aufgefallen – sogar noch stärker ausgeprägt. Konkret handelt es sich um eine Lücke im Unterboden auf Höhe der Hinterräder. Dort strömt Luft hindurch zum Diffusor, was den Abtrieb am Heck drastisch erhöhen soll.

Clevere Lösung oder Lücke im Regelwerk?

Eigentlich schreibt das Reglement vor, dass die Aerodynamik in diesem Bereich durchgehend ist. Aber eine Lücke im Regelwerk könnte die Lösung von Mercedes und Ferrari legal machen. Und damit hätten diese beiden Teams einen potenziell erheblichen Vorteil gegenüber Konkurrenten ohne den «Slotted Diffusor».

Formel 1 Aerodynamik Ferrari
Grob vereinfacht: Die Aerodynamik am Ferrari SF-26 zwingt grosse Luftströme durch die Unterboden-Lücke in den Diffusor. - F1.com / Nau.ch

Unklar ist, ob bei anderen Teams ähnliche Lösungen im Einsatz sind. Scharfe Aufnahmen von den tatsächlichen Autos gab es bisher eben nur von Mercedes und Ferrari. Zwar waren Audi, Cadillac, Racing Bulls und Alpine ebenfalls bereits bei Shakedowns auf der Strecke. Gut zu sehen war nur der VCARB – aber ohne den Aero-Trick ...

Was heisst der Aero-Trick für die Formel 1?

Bei der Konkurrenz werden spätestens jetzt die Regelbücher gewälzt, um zu klären: Ist dieser Aerodynamik-Trick legal? Lautet die Antwort «Nein», dann ist spätestens beim ersten Rennen in Melbourne mit Protesten zu rechnen. Lautet die Antwort aber «Ja», beginnt wohl in den kommenden Wochen ein hektisches Wettrüsten.

Racing Bulls Formel 1
Racing Bulls absolvierte in Imola einen Shakedown. Auf den Fotos von dort ist kein «Slotted Diffusor» zu erkennen ... - F1.com

Die Tatsache, dass zwei Teams die gleiche clevere Lösung entdeckt haben, lässt aber vermuten: Auch bei anderen Teams könnte man diesen Graubereich im Reglement identifiziert und potenziell ausgenutzt haben. Mit Bestimmtheit wissen wir das aber wohl erst bei den offiziellen Testfahrten in Bahrain in drei Wochen ...

Kommentare

User #6499 (nicht angemeldet)

Das ist kein Trick, sondern Professionalität. Aerodynamik Designer tricksen nicht. Also die einen besser, die anderen weniger.

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