Protest

Spaniens Galeristen streiken aus Protest gegen hohe Steuern

Keystone-SDA
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Spanien,

Spaniens Kunstgaleristen haben am Montag einen sechstägigen Proteststreik begonnen.

Arco Madrid Skulptur
Eine Skulptur an der Internationalen Madrider Kunstmesse Arco. - keystone

Bis zum 7. Februar schliessen landesweit rund 200 Galerien für zeitgenössische Kunst, um gegen die Mehrwertsteuer von 21 Prozent auf Kunstverkäufe zu protestieren.

In der Schweiz liegt der Mehrwertsteuersatz für Kunstverkäufe bei 8,1 Prozent. Die meisten EU-Länder haben für Kunstverkäufe spezielle und reduzierte Mehrwertsteuersätze: Deutschland erhebt 7 Prozent, Frankreich 5,5 und Österreich 13 Prozent. Vergangenen Sommer reduzierte auch Italien die Mehrwertsteuer für Kunstverkäufe auf 5 Prozent.

«Somit haben wir spanischen Galeristen einen deutlichen Wettbewerbsnachteil auf dem internationalen Kunstmarkt», erklärte die mallorquinische Galeristin Idoia Fernández, Vorsitzende des spanischen Kunstgalerienverbands, gegenüber der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Auch auf dem heimischen Markt mache sich der höchste Mehrwertsteuersatz für Kunstwerke in Westeuropa negativ bemerkbar, «weil Kunstwerke mit einem Aufschlag von 21 Prozent deutlich teurer sind als in anderen europäischen Ländern», so Fernández.

Der Protest der spanischen Galeristen ist nicht neu. Die Steuer, die 2012 von der damals regierenden konservativen Volkspartei von 8 auf 21 Prozent erhöht wurde, ist seit Langem ein Streitpunkt. Seit Jahren schieben sich das Kultur- und das Finanzministerium die Verantwortung über diese Entscheidung gegenseitig zu. Aus diesem Grund gingen Spaniens Galeristen spätestens seit dem vergangenen Jahr zu Protestaktionen über.

Bereits 2025 schalteten die 70 spanischen Galerien an ihren Ständen auf der Internationalen Madrider Kunstmesse Arco symbolisch ihre Lichter aus. Auch in diesem Jahr sind auf der vom 4. bis 8. März stattfindende Arco-Kunstmesse, die 2026 ihr 45. Jubiläum feiert, wieder Protestaktionen für eine Angleichung der Mehrwertsteuer auf Kunstwerke an andere EU-Steuersätze vorgesehen.

Kommentare

User #5879 (nicht angemeldet)

Die müssen halt wie ein Museum eins auf Nonorofit machen und der standort vermieten, bei verkauf gibts provision...

User #1360 (nicht angemeldet)

Wenn man von der eigenen gewählte Regierung zur Kasse gebeten wird. Und wenn auf die nächsten Wahlen zugeht bekommt man es wieder. So hält man Wähler an der Kandare. Bei uns nicht anders.

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