Formel 1: Jetzt hat auch Red Bull einen «Macarena»-Flügel

Mathias Kainz
Mathias Kainz

Grossbritannien,

Der rotierende Heckflügel von Ferrari wird in der Formel 1 zum Trendsetter: Bei Red Bull ist bei Testfahrten in Silverstone ein ähnliches System im Einsatz.

Formel 1 Red Bull
Red Bull bringt in der Formel 1 ein von Ferrari abgeschautes Update ans Auto. - Red Bull Content Pool

Das Wichtigste in Kürze

  • Red Bull hat den «Macarena»-Flügel vom Ferrari SF-26 kopiert.
  • Bei einem Filmtag in Silverstone kommt der rotierende Heckflügel erstmals zum Einsatz.
  • Ob Red Bull das Upgrade auch in Miami ans Auto bringt, ist aber noch offen.

Wer in der Formel 1 ein revolutionäres Konzept an den Start bringt, erwartet eines von zwei Resultaten: Entweder versucht die Konkurrenz, dieses Konzept ans eigene Auto zu bringen. Oder sie versucht, es verbieten zu lassen.

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Dass der rotierende Heckflügel von Ferrari kopiert werden würde, war also absehbar. Der Versuch, den «Macarena»-Flügel durch die FIA verbieten zu lassen, blieb fruchtlos. Im Rahmen der neuen aktiven Aerodynamik ist das wilde Konzept am SF-26 nämlich völlig legal.

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Der rotierende Heckflügel am Ferrari kam in China im Training zum Einsatz, nicht aber im Rennen. - F1 TV

Damit war klar, dass früher oder später auch andere Teams mit einem ähnlichen System experimentieren würden. Der erste Nachahmer heisst Red Bull – und ist bereits damit auf der Strecke.

Red Bull kopiert das Ferrari-Konzept

Bei einem Filmtag mit dem RB22 in Silverstone hatte Max Verstappen einen solchen rotierenden Flügel an seinem Auto. Aufnahmen vom Streckenrand zeigen den Red-Bull-Renner mit um 180 Grad gedrehter Flügelplatte.

Formel 1 Red Bull
Red Bull setzt in der Formel 1 nun ebenfalls einen rotierenden Heckflügel ein. - RBR Brasil

Dramatische Abweichungen vom Ferrari-Konzept gibt es dabei auf den ersten Blick nicht: Wie beim Ferrari SF-26 ist auch am RB22 die Flügel-Aufhängung zentral montiert. Das obere Leit-Element klappt im «Straight Line Mode» um 180 Grad auf.

«Macarena»-Flügel in der Formel 1 doppelt wertvoll

Wie beim Ferrari verspricht man sich auch bei Red Bull gleich zwei Vorteile. Zum einen reduziert das umgekehrte Flügel-Profil den Abtrieb auf den Geraden. Das bringt einen Top-Speed-Zuwachs von fünf bis zehn Kilometern pro Stunde.

Max Verstappen Formel 1
Kommt Max Verstappen mit den Updates am RB22 näher an die Spitze der Formel 1 heran? - Red Bull Content Pool

Zum anderen wirkt sich der reduzierte Abtrieb auch positiv auf das Energie-Management aus. Je geringer der Luftwiderstand, desto geringer der Energie-Bedarf. Das bringt weniger Super-Clipping und damit mehr Zeit bei Höchstgeschwindigkeit mit sich.

Kommentare

User #3339 (nicht angemeldet)

Typisch Red Bull. Zuerst alles was andere besser machen wie sie durch die FIA verbieten lassen(was Jahrelang funktionierte) . Jetzt geht es nicht mehr und sie kopieren es .

User #5401 (nicht angemeldet)

Cool wenn ein cleverer System nicht einfach verboten wird, sondern von anderen Teams nachgemacht wird. Musterschutz oder Patentrecht greifen hier wohl nicht😃

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