Formel 1: Jetzt hat auch Red Bull einen «Macarena»-Flügel
Der rotierende Heckflügel von Ferrari wird in der Formel 1 zum Trendsetter: Bei Red Bull ist bei Testfahrten in Silverstone ein ähnliches System im Einsatz.

Das Wichtigste in Kürze
- Red Bull hat den «Macarena»-Flügel vom Ferrari SF-26 kopiert.
- Bei einem Filmtag in Silverstone kommt der rotierende Heckflügel erstmals zum Einsatz.
- Ob Red Bull das Upgrade auch in Miami ans Auto bringt, ist aber noch offen.
Wer in der Formel 1 ein revolutionäres Konzept an den Start bringt, erwartet eines von zwei Resultaten: Entweder versucht die Konkurrenz, dieses Konzept ans eigene Auto zu bringen. Oder sie versucht, es verbieten zu lassen.
Dass der rotierende Heckflügel von Ferrari kopiert werden würde, war also absehbar. Der Versuch, den «Macarena»-Flügel durch die FIA verbieten zu lassen, blieb fruchtlos. Im Rahmen der neuen aktiven Aerodynamik ist das wilde Konzept am SF-26 nämlich völlig legal.
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Damit war klar, dass früher oder später auch andere Teams mit einem ähnlichen System experimentieren würden. Der erste Nachahmer heisst Red Bull – und ist bereits damit auf der Strecke.
Red Bull kopiert das Ferrari-Konzept
Bei einem Filmtag mit dem RB22 in Silverstone hatte Max Verstappen einen solchen rotierenden Flügel an seinem Auto. Aufnahmen vom Streckenrand zeigen den Red-Bull-Renner mit um 180 Grad gedrehter Flügelplatte.

Dramatische Abweichungen vom Ferrari-Konzept gibt es dabei auf den ersten Blick nicht: Wie beim Ferrari SF-26 ist auch am RB22 die Flügel-Aufhängung zentral montiert. Das obere Leit-Element klappt im «Straight Line Mode» um 180 Grad auf.
«Macarena»-Flügel in der Formel 1 doppelt wertvoll
Wie beim Ferrari verspricht man sich auch bei Red Bull gleich zwei Vorteile. Zum einen reduziert das umgekehrte Flügel-Profil den Abtrieb auf den Geraden. Das bringt einen Top-Speed-Zuwachs von fünf bis zehn Kilometern pro Stunde.

Zum anderen wirkt sich der reduzierte Abtrieb auch positiv auf das Energie-Management aus. Je geringer der Luftwiderstand, desto geringer der Energie-Bedarf. Das bringt weniger Super-Clipping und damit mehr Zeit bei Höchstgeschwindigkeit mit sich.
















