Ferrari: Feiert der «Macarena-Flügel» in Japan sein Renn-Debüt?

Mathias Kainz
Mathias Kainz

Japan,

Ferrari hat mit seinem rotierenden Heckflügel für viel Aufsehen gesorgt – zum Einsatz kam er aber noch nicht. Das soll sich in Suzuka in zwei Wochen ändern.

00:00 / 00:00

Der rotierende Heckflügel am Ferrari kam in China im Training zum Einsatz, nicht aber im Rennen. - F1 TV

Das Wichtigste in Kürze

  • Ferrari hat seinen spektakulären «Macarena-Heckflügel» bislang noch nicht eingesetzt.
  • Nur bei den Bahrain-Testfahrten und im China-Training erprobte man den Flügel bisher.
  • Ist es in knapp zwei Wochen beim Japan-Grand-Prix soweit?

Einer der grossen Aufreger in der Formel 1 in diesem Jahr hat noch gar keinen Renn-Einsatz absolviert: Bei den Vorsaison-Testfahrten schockte Ferrari die Konkurrenz mit einem rotierenden Heckflügel. Das aktive Aerodynamik-Element dreht sich dabei um 180 Grad – unter dem neuen Reglement völlig legal.

Was hältst du bisher von der neuen Formel 1?

Die Vorteile sind offensichtlich: Auf den Geraden – bei Verwendung des neuen «Straight Line Mode» – rotiert das obere Flügel-Element. Das senkt nicht nur den Abtrieb dramatisch, sondern erzeugt womöglich sogar etwas Auftrieb. Das würde neben einem Top-Speed-Vorteil auch den Reifenverschleiss an den Hinterrädern leicht reduzieren.

Die Fans tauften den Aerodynamik-Trick auf den Namen «Macarena-Flügel», auch «Flip-Flop-Flügel» erweist sich als populärer Spitzname. Nur eines fehlt bei Ferrari bislang noch – nämlich das Renn-Debüt des neuen Konzepts. In Australien war der «Macarena-Flügel» gar nicht dabei, in China kam er nur im Training zum Einsatz.

Ferrari Formel 1 Hamilton
In den Rennen setzte Ferrari in China auf seinen konventionellen Heckflügel. - keystone

In knapp zwei Wochen soll es in Japan nun zum ersten echten Auftritt dieses bislang einzigartigen Flügels kommen. Teamchef Fred Vasseur kündigte in China zumindest einen erneuten Einsatz im Freitags-Training an. «Wenn wir Laufleistung mit neuen Teilen sammeln wollen, dann müssen wir das im FP1 machen», so Vasseur.

Bringt Ferrari den «Macarena-Flügel» zum Einsatz?

«Wahrscheinlich machen wir es nächste Woche in Japan wieder», verrät der Franzose. Klappt dann im Training alles, dürfte der «Macarena-Flügel» sein Grand-Prix-Debüt geben. «Wenn die Zuverlässigkeit in Ordnung ist und wir genug Kilometer sammeln, dann setzen wir ihn nächstes Wochenende ein.»

Ferrari Fred Vasseur
Ferrari-Teamchef Fred Vasseur setzt Hoffnungen in den «Macarena-Flügel». - keystone

Ein Sicherheits-Risiko soll das System nicht darstellen – das liegt in der Natur des neuen «Straight-Line-Mode»: Das Standard-Setting ist nämlich die geschlossene Position, zur Rotation braucht es einen hydraulischen Aktuator. Anders als beim DRS, das 2026 abgeschafft wurde, soll ein «Feststecken» in der offenen Position nicht möglich sein.

Kommentare

User #6151 (nicht angemeldet)

Unglaublich, dass dieser Bschiss weitergehen darf - überlegt sich die FIA eigentlich auch einwenig etwas, bevor sie so einen Entscheid trifft? Das ist Wettbewerbsverzerrung!

User #2465 (nicht angemeldet)

Nach zwei Rennen kann man doch noch nicht alles so schlecht reden. Braucht vermutlich 5 bis 8 Jahre bis alles eingerenkt wird.

Weiterlesen

Ferrari Formel 1 Bahrain
41 Interaktionen
Formel 1
Formel 1 Max Verstappen
51 Interaktionen
Kein echtes Racing?
Kimi Antonelli Formel 1
51 Interaktionen
China-GP

MEHR IN SPORT

fc thun
6 Interaktionen
Wirbel im Titelkampf
de
68 Interaktionen
«Einfach schade»
gc
68 Interaktionen
«Musste sein»
de
2 Interaktionen
Mexiko statt USA?

MEHR FERRARI

Ferrari Formel 1 2026
5 Interaktionen
Mit Problemen?
Max Verstappen Michael Schumacher
8 Interaktionen
«Ein Anführer»
Der Kindermörder
1 Interaktionen
Lenzburg AG
Ferrari Formel 1 Vasseur
4 Interaktionen
Nur WM-Rang vier?

MEHR AUS JAPAN

Formel 1 Motorsport 2026
51 Interaktionen
Nach GP-Absagen
one piece
1 Interaktionen
Release 2027
Little Nightmares VR
6 Interaktionen
Ankündigung
Fukushima Schweigeminute
3 Interaktionen
Erinnerung