Ferrari: Feiert der «Macarena-Flügel» in Japan sein Renn-Debüt?
Ferrari hat mit seinem rotierenden Heckflügel für viel Aufsehen gesorgt – zum Einsatz kam er aber noch nicht. Das soll sich in Suzuka in zwei Wochen ändern.
00:00 / 00:00
Das Wichtigste in Kürze
- Ferrari hat seinen spektakulären «Macarena-Heckflügel» bislang noch nicht eingesetzt.
- Nur bei den Bahrain-Testfahrten und im China-Training erprobte man den Flügel bisher.
- Ist es in knapp zwei Wochen beim Japan-Grand-Prix soweit?
Einer der grossen Aufreger in der Formel 1 in diesem Jahr hat noch gar keinen Renn-Einsatz absolviert: Bei den Vorsaison-Testfahrten schockte Ferrari die Konkurrenz mit einem rotierenden Heckflügel. Das aktive Aerodynamik-Element dreht sich dabei um 180 Grad – unter dem neuen Reglement völlig legal.
Die Vorteile sind offensichtlich: Auf den Geraden – bei Verwendung des neuen «Straight Line Mode» – rotiert das obere Flügel-Element. Das senkt nicht nur den Abtrieb dramatisch, sondern erzeugt womöglich sogar etwas Auftrieb. Das würde neben einem Top-Speed-Vorteil auch den Reifenverschleiss an den Hinterrädern leicht reduzieren.
Die Fans tauften den Aerodynamik-Trick auf den Namen «Macarena-Flügel», auch «Flip-Flop-Flügel» erweist sich als populärer Spitzname. Nur eines fehlt bei Ferrari bislang noch – nämlich das Renn-Debüt des neuen Konzepts. In Australien war der «Macarena-Flügel» gar nicht dabei, in China kam er nur im Training zum Einsatz.

In knapp zwei Wochen soll es in Japan nun zum ersten echten Auftritt dieses bislang einzigartigen Flügels kommen. Teamchef Fred Vasseur kündigte in China zumindest einen erneuten Einsatz im Freitags-Training an. «Wenn wir Laufleistung mit neuen Teilen sammeln wollen, dann müssen wir das im FP1 machen», so Vasseur.
Bringt Ferrari den «Macarena-Flügel» zum Einsatz?
«Wahrscheinlich machen wir es nächste Woche in Japan wieder», verrät der Franzose. Klappt dann im Training alles, dürfte der «Macarena-Flügel» sein Grand-Prix-Debüt geben. «Wenn die Zuverlässigkeit in Ordnung ist und wir genug Kilometer sammeln, dann setzen wir ihn nächstes Wochenende ein.»

Ein Sicherheits-Risiko soll das System nicht darstellen – das liegt in der Natur des neuen «Straight-Line-Mode»: Das Standard-Setting ist nämlich die geschlossene Position, zur Rotation braucht es einen hydraulischen Aktuator. Anders als beim DRS, das 2026 abgeschafft wurde, soll ein «Feststecken» in der offenen Position nicht möglich sein.
















