Formel 1 – George Russell: «Mache mir keine Sorgen wegen Kimi»
Der WM-Kampf in der Formel 1 könnte ein Duell der beiden Mercedes-Piloten werden. George Russell liegt aktuell zurück – macht sich aber keine Sorgen.

Das Wichtigste in Kürze
- Kimi Antonelli führt in der Formel-1-Weltmeisterschaft vor Teamkollege George Russell.
- Der 28-jährige Brite hat plötzlich seinen 19-jährigen Stallgefährten vor der Nase.
- Macht sich der Mercedes-Star deshalb Sorgen?
Das neue Reglement hat die Karten in der Formel 1 nach der Ground-Effect-Ära neu gemischt. Red Bull und McLaren, die in den vergangenen Jahren der Massstab in der Königsklasse waren, sind zurückgefallen. Aktuell dominiert Mercedes in der Formel 1, dicht gefolgt von Ferrari.
Dass die Scuderia-Piloten in den WM-Kampf eingreifen können, ist nicht ausgeschlossen. Aber nach den ersten drei Rennen sind die beiden Silberpfeil-Stars in der klaren Favoritenrolle. Kimi Antonelli führt die Gesamtwertung dank seiner zwei Grand-Prix-Siege an. Sein Teamkollege George Russell ist dahinter WM-Zweiter.

Für den Briten ist es eine prekäre Lage: Der mittlerweile 28-Jährige wird seit seinem Debüt-Jahr 2019 als Nachfolger von Lewis Hamilton aufgebaut. Doch just zu seiner Beförderung ins Werksteam von Mercedes fielen die Silberpfeile ins Mittelfeld zurück. Jetzt ist man wieder WM-Kandidat – und plötzlich steht ihm Jungstar Antonelli vor der Sonne.
Antonelli in der Formel 1 der WM-Favorit?
Fürchtet Russell also, seinem neun Jahre jüngeren Teamkollegen den Vortritt lassen zu müssen? Der Italiener reist als WM-Leader zum vierten Saisonrennen nach Miami, wo er im Vorjahr einen starken Auftritt hinlegte. Russell betont aber, dass er «überhaupt nicht» besorgt ist, dass ihm Antonelli davonfahren könnte.

«Das war letztes Jahr seine stärkste Strecke», gibt Russell vor dem Miami-GP zu. Antonelli fuhr dort als Rookie auf die Sprint-Pole. «Aber ich hatte mehr als 20 Strecken, auf denen ich sehr stark war. Eine Weltmeisterschaft wird nicht an einem Wochenende gewonnen, sondern über die gesamte Saison.»
Russell kennt das Rezept für den Meistertitel
Entsprechend will Russell auch nicht auf seinen Teamkollegen achten, sondern nur auf sich selbst. «Solange ich bis zum Saisonende meine Punkte maximiere, erinnert sich niemand daran, was von Rennen zu Rennen passiert. Das ist mein Ziel. Ich bin zuversichtlich, dass ich das im Laufe der Saison auch erreichen werde.»

Das Rezept für Meistertitel kennt der Brite schon aus der Formel 2 und der damaligen GP3-Serie. «Konstanz, gute Ergebnisse an schlechten Tagen, Siege an guten Tagen», fasst Russell zusammen. «Das wird mein Ziel sein – mir keine Sorgen über Kimi oder den Titel machen. Ich konzentriere mich nur auf mich selbst.»
















