Arbeiten Formel 1 und FIA schon an einem Energie-Plan-B?

Mathias Kainz
Mathias Kainz

Australien,

Das neue Reglement in der Formel 1 droht sich als Reinfall zu erweisen – die Energie fehlt. Hinter den Kulissen wird offenbar bereits an einem Plan B gefeilt.

Formel 1 McLaren Mercedes3
Die Formel 1 hat grosse Probleme mit den neuen Triebwerken. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Den neuen Formel-1-Autos geht auf Highspeed-Strecken schnell die Energie aus.
  • Die FIA soll bereits an einem Notfall-Plan arbeiten, um das Reglement anzupassen.
  • Die gute Nachricht: Dieser Plan B könnte problemlos noch 2026 umgesetzt werden.

In etwas mehr als einer Woche startet die Formel 1 in Australien in die neue Saison. Dann gibt es das erste verlässliche Bild zum aktuellen Kräfteverhältnis. Und die Fans sehen erstmals auch die neue Auto-Generation im Renneinsatz. Aber die Befürchtungen über die Qualität des Rennsports nehmen nicht ab.

Freust du dich auf die neue Saison in der Formel 1?

Der Grund ist einfach: Der neuen Formel 1 fehlt schlicht und ergreifend die Energie, um wirklich Vollgas zu fahren. Die Autos sind nicht in der Lage, ihre Batterien über eine Runde gesehen vollständig aufzuladen. Zumindest nicht, ohne dass die Fahrer – und das Auto selbst – zu unkonventionellen Fahr-Manövern greifen.

Formel 1 2026
Überholen könnte in der Formel 1 mit dem neuen Reglement sogar noch schwieriger werden. - keystone

In der Theorie sollte die MGU-K – die kinetische Rückgewinnung – die Batterien in der Bremszone aufladen. Durch die Anhebung der elektrischen Leistung auf 350 kW reicht die Verzögerung alleine aber nicht aus. Die Fahrer müssen also frühzeitig vom Gas gehen und so die Batterien laden. Teilweise muss sogar der Verbrennungsmotor als Generator herhalten.

Die Formel 1 steckt in der Energie-Krise

Auf manchen Strecken – vor allem bei langen Geraden – wird sich das stärker auswirken als auf anderen. In Bahrain war von einer Unterscheidung in «energiereiche» und «energiearme» Kurse die Rede. Auf letzteren Strecken müssen die Fahrer aggressives «Harvesting», also Energie-Rückgewinnung, betreiben – weit weg von Vollgas-Rennsport.

Formel 1 2026
Die Formel 1 leidet 2026 unter Energie-Armut. - keystone

Diese Bedenken sind nicht erst bei den Testfahrten aufgetreten – schon 2023 äusserte etwa Max Verstappen derartige Befürchtungen. Bis zuletzt hielt sich aber die Hoffnung, dass die Teams das Problem in den Griff bekommen. Jetzt zeichnet sich ab: Das ist nicht der Fall – also wird nun nach Lösungen gesucht.

Arbeitet die FIA schon an einem Plan B?

Gemäss «AutoRacer» hat die FIA an den letzten Testtagen in Bahrain die Teams schon um Test-Durchläufe gebeten. Dabei soll die Batterie-Leistung schrittweise um 50 bis 150 kW reduziert worden sein. Die dabei gesammelten Daten sollen nun für die Entwicklung eines «Plan B» herhalten.

Formel 1 2026
Die FIA könnte die Elektro-Power in der Formel 1 vergleichsweise einfach anpassen. - keystone

Wie dieser aussehen könnte? Sollten sich die Befürchtungen in Australien bestätigen, steht eine dauerhafte Reduktion der Elektro-Power im Raum. Denn 200 kW lassen sich deutlich einfacher rekuperieren als 350 kW. Allerdings würde die Formel 1 dann bis zu 200 PS an Leistung verlieren – eine dramatische Reduktion ...

Kommentare

User #1938 (nicht angemeldet)

Mit Taschenlampen kann man kein Motorsport betreiben!

User #4549 (nicht angemeldet)

Nur gut ist Sauber nicht mehr dabei, schaue mir ja schon seit 20 jahen kein Rennen mehr an, ist nur noch langweilig, schade für den Strom und die Zeit.

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