Formel 1 – Ex-Teamchef: «Lasst die neuen Autos doch mal fahren!»

Mathias Kainz
Mathias Kainz

Australien,

Die neue Auto-Generation der Formel 1 leidet unter chronischem Energiemangel. Ein Ex-Teamchef warnt aber vor Reglements-Schnellschüssen vor dem ersten Rennen.

Formel 1 2026
Die neue Formel 1 sorgt schon vor dem ersten Rennen für hitzige Debatten. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Ex-Formel-1-Teamchef Jost Capito (67) nimmt die neue Auto-Generation in Schutz.
  • Trotz drohender Energie-Knappheit plädiert der frühere Williams-Boss auf Geduld.
  • Man solle die Autos zuerst fahren lassen – und dann über Anpassungen entscheiden.

Die neuen Autos in der Formel 1 haben vor dem Saisonstart schon für heftige Diskussionen gesorgt. Bei den Testfahrten in Bahrain bestätigten sich die seit Jahren gehegten Befürchtungen: Auf den Geraden geht den jetzt mit 50 Prozent Elektro-Leistung angetriebenen Autos viel zu schnell die Energie aus.

Freust du dich auf die neue Saison in der Formel 1?

Die Rückgewinnung reicht bei normalem Fahrverhalten nicht aus, um die Batterien wieder voll aufzuladen. Die Folge ist, dass die Fahrer viel früher vom Gas gehen müssen, um mehr Energie zu rekuperieren. Teilweise muss sogar der Verbrennungsmotor als Generator herhalten – sogenanntes «Super-Clipping».

Formel 1 2026
Viele befürchten: 2026 steht in der Formel 1 nicht Racing, sondern Energie-Haushalt im Vordergrund. - keystone

Schon vor dem ersten Saisonrennen stehen deshalb Regel-Anpassungen im Raum. Eine Reduktion der elektrischen Leistung um bis zu 150 kW gilt als Option. Zwar würden die Autos dann rund 200 PS verlieren, gleichzeitig würde aber auch der Rekuperations-Bedarf sinken. Dann stünde das Energie-Management weniger im Vordergrund.

«Man muss die neuen Autos einfach fahren lassen»

Ex-Williams-Teamchef Jost Capito warnt gegenüber der «Kronen Zeitung» nun aber vor einem Reglements-Schnellschuss. Man solle erst Erfahrungswerte mit den neuen Autos sammeln. «Vielleicht wird die Leistungs-Aufteilung auf 60:40 oder 70:30 angepasst. Aber man muss irgendwo anfangen und die neuen Autos einfach mal fahren lassen.»

Jost Capito Formel 1
Jost Capito war Teamchef bei Williams in der Formel 1. - keystone

Der Deutsche, früher Motorsport-Chef bei Volkswagen, betont zudem, dass das Energie-Management auch ein Spannungs-Faktor sein könne. «Die schnellste Rundenzeit ist nicht das zentrale Thema», so der 67-Jährige. «Man muss strategisch fahren. Wie kann man die Batterie auf die effizienteste Weise aufladen, ohne Zeit zu verlieren?»

Neue Formel 1 ideal für Max Verstappen?

Für Capito gibt es auch einen Fahrer, dem das dank seiner Rennintelligenz besonders in die Karten spielen könnte: Ex-Weltmeister Max Verstappen. «Seine Rennintelligenz ist aussergewöhnlich», schwärmt der frühere Williams-Teamchef. Der Red-Bull-Superstar «versteht ein Rennen wie ein Ingenieur».

Max Verstappen Formel 1
Profitiert ausgerechnet Max Verstappen von den Autos, die er so scharf kritisiert? - keystone

«Die Tests in Bahrain müssen wir mit Vorsicht betrachten, niemand hat sein ganzes Potenzial gezeigt», so Capito. Deswegen will sich der Ex-Teamchef auch nicht auf eine Rangordnung in der Formel 1 festlegen. «Wir werden erst im Qualifying für den Australien-Grand-Prix das wahre Kräfte-Verhältnis sehen.»

Kommentare

User #1108 (nicht angemeldet)

“heute bezahlen die fahrer dass sie in den teams sind“ Das war früher gang und gebe Pay fahrer gab es immer auch der große Nikki Lauda musste Geld bringen um für das Team zu fahren, sogar er.

User #2443 (nicht angemeldet)

Kein Problem, die Grünen kommen und schieben die linken Karren, äh Gurken.

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