Nahost-Krieg: Formel 1 und MotoGP wackeln – erstes Rennen abgesagt
Die Eskalation im Nahen Osten betrifft auch den Motorsport: Formel 1, Langstrecken-WM und MotoGP gastieren im Krisengebiet – müssen sie ausweichen?

Das Wichtigste in Kürze
- Die Formel 1 muss sich auf mögliche Renn-Absagen im April gefasst machen.
- Sowohl das Gastspiel in Katar als auch in Saudi-Arabien steht auf wackeligen Beinen.
- Eine andere Weltmeisterschaft hat am Donnerstag bereits die Reissleine gezogen.
Die Eskalation im Nahen Osten mit den Angriffen von USA und Israel auf den Iran betrifft auch den Motorsport: Die Luftraum-Sperren an wichtigen Flughäfen in der Region machen etwa die Anreise nach Australien für F1-Personal schwierig. Trotzdem soll der Saison-Auftakt der Formel 1 am Sonntag planmässig über die Bühne gehen.
Nichtsdestotrotz schaut die Motorsport-Welt wachsam auf die Situation am Golf. Denn in mehreren grossen Weltmeisterschaften stehen in naher Zukunft Stationen in verschiedenen Golfstaaten auf dem Programm. So ist etwa die Formel 1 am 12. April in Bahrain und eine Woche später in Jeddah in Saudi-Arabien zu Gast.

Die MotoGP ist Mitte April ebenfalls in Katar zu Gast. Dort sollte auch die Langstrecken-WM in gut drei Wochen ihren Saison-Auftakt bestreiten. Dieser ist am Dienstag aber bereits abgesagt worden. Stattdessen soll nun ein neuer Termin in der zweiten Saisonhälfte gefunden werden.
Formel 1 zurück auf den «Pandemie-Strecken»?
Mit Absagen hat man aus jüngster Vergangenheit durch die Corona-Pandemie durchaus Erfahrung. Damals stellte die Formel 1 binnen kürzester Zeit einen Ersatz-Kalender zusammen. Rennstrecken, die sich damals bewährten, wären auch jetzt wieder die ersten Anlaufstellen. Beispiele wären Imola oder Portimao.

Ein Top-Kandidat für die Königsklasse ist auch die Türkei. Dort hat man sich zuletzt intensiv um einen Kalender-Stammplatz ab 2027 oder 2028 beworben. Auch hier war der Grand-Prix-Zirkus während der Pandemie-Jahre zu Gast. Rein logistisch macht aber Imola beispielsweise mehr Sinn, da die Teams auf dem Landweg anreisen könnten.
Schwierige Ausgangslage für die MotoGP
Schwieriger könnte sich die Situation für die MotoGP gestalten: Ein Katar-Ausfall würde eine einmonatige Pause zwischen dem US-Grand-Prix und dem Europa-Auftakt in Spanien bedeuten.

Denkbar wäre ein «Double-Header» in Austin oder Jerez eine Woche vor respektive nach dem eigentlichen Katar-Termin. Die Alternative ist eine Verschiebung des Katar-Rennens in die zweite Saisonhälfte – analog zur Langstrecken-WM.
















