Formel 1 – CEO Domenicali: «Auf Verstappens Stimme muss man hören»

Mathias Kainz
Mathias Kainz

USA,

Max Verstappen steht unter den Kritikern der neuen Formel 1 weit vorne. Und sogar der Serien-Chef gibt zu: Das Wort des Vierfach-Weltmeisters hat Gewicht.

Max Verstappen Formel 1
Max Verstappen ist kein Fan der neuen Formel 1. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die viele Kritik an der neuen Formel 1 geht auch am Chef der Rennserie nicht vorbei.
  • Stefano Domenicali verspricht: Die Fahrer sind in die Diskussionen mit der FIA einbezogen.
  • Vor allem die Kritik von Vierfach-Weltmeister Max Verstappen hat viel Gewicht für ihn.

In der Formel 1 zeichnen sich während der Frühlingspause im April erste Anpassungen am neuen Reglement ab. Durch den kriegsbedingten Ausfall der Nahost-Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien hat die Königsklasse viel Zeit zum Nachdenken. Anfang kommender Woche sollen die Änderungen in der Formel 1 beschlossen werden.

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Die FIA bestätigte bereits letzte Woche, dass man durchaus Verbesserungs-Potenzial erkannt habe. Dabei steht zum einen das Qualifying im Fokus, wo selbst auf eine schnelle Runde Energie-Management nötig ist. Zum anderen sollen Unfälle durch grosse Tempo-Unterschiede – wie bei Ollie Bearman in Japan – vermieden werden.

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Der Crash von Oliver Bearman in Suzuka. - x.com/f1

Im Raum stehen zwei wesentliche Schritte: Einerseits soll der Output an elektrischer Energie reduziert werden, damit die Batterien nicht so schnell entladen. Andererseits soll die maximale Energie-Gewinnung durch das umstrittene «Super-Clipping» erhöht werden. Dadurch liessen sich die Batterien bei Vollgas schneller aufladen.

CEO der Formel 1 will Fahrer einbeziehen

Und Formel-1-CEO Stefano Domenicali gibt gegenüber «Motorsport.com» auch zu, dass die Kritik aus den Reihen der Fans und vor allem der Fahrer nicht ungehört verhallt. «Meine Gespräche mit den Fahrern sind sehr offen», verspricht der Italiener. «Sie wissen, dass mir ihre Meinung wichtig ist; ich will, dass sie einbezogen werden.»

Stefano Domenicali Formel 1
Stefano Domenicali ist CEO der Formel 1. - keystone

Gleichzeitig weiss Domenicali aber auch, dass die Kritik von manchen Piloten auch einen Schuss Politik beinhaltet. «Es gibt manchmal eine Art von Spiel, das man spielen muss», so der Ex-Ferrari-Teamchef. «Wenn man mit den Spitzenfahrern spricht, sind sie immer sehr glücklich, weil sie gewinnen. Die anderen können frustriert sein», meint Domenicali.

«Natürlich muss man auf Verstappen hören»

Dass gerade Vierfach-Weltmeister Max Verstappen ein so lautstarker Kritiker ist, überrascht Domenicali nicht. «Wir haben mit Max von Beginn an sehr, sehr oft gesprochen», verrät der Formel-1-CEO. «Er war gerade erst jetzt in einer Besprechung, in der er sehr daran interessiert war, Vorschläge zu machen. Er versteht das Gesamtbild», so Domenicali.

Max Verstappen Formel 1
Ex-Weltmeister Max Verstappen hat sich wiederholt kritisch über die Formel 1 geäussert. - keystone

«Er ist der beste Fahrer, er ist mehrfacher Weltmeister – natürlich muss man auf seine Stimme hören. Aber er weiss umgekehrt auch, dass seine Stimme Gewicht hat. Und er muss dieses Gewicht respektieren», warnt der Italiener. «Denn manchmal können die Leute falsch auffassen, was er sagt.»

Kommentare

User #1108 (nicht angemeldet)

Max hat recht, große Veränderungen gab es immer aber das man auf echtes Race verzichtet ist mir ein Wunder. Die Fake Überholmanöver sind Wrestling oder Arcade. Ein Profi muss natürlich anpassen er kriegt auch eine Menge Geld aber der Fakt ist der reale ist vorbei und da hat Max recht.

User #2125 (nicht angemeldet)

Dank der FIA mehrfacher Weltmeister,sonst ist er nichts besonderes.

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