Formel 1 verbietet neue aktive Aerodynamik beim Monaco-Grand-Prix
Die Formel 1 wird in den Strassen von Monte Carlo auf die in diesem Jahr eingeführte aktive Aerodynamik verzichten – aus Sicherheitsgründen.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Formel 1 passt für den Monaco-Grand-Prix das Reglement an.
- Die aktive Aerodynamik kommt auf dem engen Strassenkurs nicht zum Einsatz.
- Das könnte vor allem einem Team zugutekommen – nämlich Ferrari.
Die Formel 1 hat eine ihrer prominentesten Neuerungen in dieser Saison für das bevorstehende Rennen verboten: Beim Monaco-Grand-Prix wird die aktive Aerodynamik nicht zum Einsatz kommen. Grund dafür sind Sicherheitsbedenken, wie die Formel 1 knapp eine Woche vor dem Gastspiel im Fürstentum bestätigt.
Die aktive Aerodynamik, gemeinhin «Straight Mode» genannt, ist zu Beginn dieser Saison eingeführt worden. Dabei klappen Front- und Heckflügel auf den Geraden um – ähnlich wie beim altbekannten, für 2026 abgeschafften DRS-System. Der «Straight Mode» ist aber keine Überholhilfe, sondern reduziert den Abtrieb und dadurch den Energieverbrauch.

Gleichzeitig steigt durch den verringerten Luftwiderstand die Höchstgeschwindigkeit – und genau hier liegt das Problem. Denn Auslaufzonen gibt es in Monaco noch weniger als auf jeder anderen Rennstrecke. Die Problemzone nach Ansicht der F1-Verantwortlichen ist insbesondere der Tunnel-Ausgang.
Formel 1 reagiert auf Sicherheits-Bedenken
Das ist die schnellste Stelle der Strecke, die härteste Bremszone – und viel Auslauf gibt es nach der Hafen-Schikane nicht. Die Befürchtung, dass die Autos mit zu viel Top-Speed am Tunnel-Ausgang ankommen, führt nun zur drastischen Massnahme. Die Klapp-Flügel gibt es im Fürstentum kommendes Wochenende also nicht.

Das könnte auch das Kräfteverhältnis für dieses eine Rennwochenende spürbar verschieben. Denn in Monaco ist Leistung nebensächlich, stattdessen zählt die Performance in langsamen und mittelschnellen Kurven. Und genau in diesen Bereichen ist der Saison-Dominator Mercedes nicht der Klassen-Primus.
Ferrari in Monte Carlo die Gejagten?
Stattdessen liegen diese Aspekte eher dem Ferrari SF-26 von Lewis Hamilton und Charles Leclerc. Die «Rote Göttin» hat sich in der Startphase der Saison zwar in Sachen Motoren-Leistung als dürftig erwiesen. Bei der Aerodynamik gilt der SF-26 aber aktuell als das beste Auto der Formel 1.

Gut möglich also, dass nicht die Silberpfeile, sondern die Scuderia im Fürstentum den Ton angeben. Mercedes brachte aber in Kanada ein Update-Paket ans Auto, das auch beim Abtrieb eine Verbesserung darstellt. Und McLaren hat den kürzesten Radstand im Feld, was auf den engen Strassen von Monaco ebenfalls ein Vorteil ist ...
















