Formel 1 – Norris: «Ferrari wird in Monaco auf Pole-Position stehen»
Lando Norris prognostiziert vor dem umstrittenen Saison-Highlight der Formel 1 einen klaren Favoriten: Monaco sei wie gemacht für Ferrari, so der Weltmeister.

Das Wichtigste in Kürze
- Der Monaco-GP der Formel 1 ist üblicherweise nach dem Qualifying entschieden.
- Weltmeister Lando Norris sieht Ferrari ausnahmsweise in der Favoriten-Rolle.
- Der Strassenkurs im Fürstentum komme den Stärken der Scuderia entgegen, glaubt Norris.
Kaum ein Rennen polarisiert im Kalender der Formel 1 so sehr wie der Monaco-Grand-Prix: Für die einen ist der Klassiker in den Häuserschluchten an der Côte d'Azur unverzichtbares Motorsport-Weltkulturerbe. Für die anderen ist der Rundkurs im Fürstentum schon lange nicht mehr tauglich für die Formel 1.
Klar ist: Auf keinem anderen Kurs im Grand-Prix-Kalender ist das Qualifying so wichtig wie in Monte Carlo. Überholen ist in den engen Strassen des Fürstentums fast unmöglich – egal, welche Überholhilfen die Königsklasse einführt. Selbst deutlich langsamere Autos können zu rollenden Schikanen werden.

Entsprechend fällt die Entscheidung über den Sieg in Monaco oftmals nicht am Sonntag, sondern schon am Samstag. Wer sich die Pole-Position sichert, hat tags darauf meist die Hand am Siegerpokal. Und Weltmeister Lando Norris hat für 2026 einen klaren Favoriten für das Monaco-Qualifying.
Ferrari in der Formel 1 in Monaco der Favorit?
«Ich glaube, dass Ferrari in Monaco auf der Pole-Position stehen wird», so Norris nach dem Kanada-Grand-Prix. Die Strecke im Fürstentum sei für die Vorzüge des SF-26 wie massgeschneidert, glaubt der Titelverteidiger. «Ihre Performance in den langsamen Kurven ist weitaus besser als bei allen anderen.»

Die Scuderia leidet in dieser Saison vor allem auf langen Geraden unter einem schwächelnden Motor und zu hohem Abtrieb. Beides sind in Monaco aber keine Schwächen – Der hohe Abtrieb ist sogar ein Vorteil. Denn Top-Speed-Sektionen gibt es in den Häuserschluchten kaum.
Stella sieht McLaren «in einer guten Position»
Das sieht auch McLaren-Teamchef Andrea Stella ähnlich. «Ferrari hat definitiv ein sehr starkes Chassis für die Kurven», so der Italiener in Kanada. Das habe man in Montreal auch im engen, eher langsamen ersten Sektor gesehen. «Das sind normalerweise Eigenschaften, die auf einer Strecke wie Monaco belohnt werden.»

«Und wir haben in Kanada gesehen, dass Ferrari auf den Geraden Zeit verliert. Aber davon gibt es in Monaco nicht viele», so der Ex-Ferrari-Ingenieur. Sein eigenes Team sieht er «wahrscheinlich besser für langsame Kurven geeignet als für mittelschnelle und schnelle. Das sollte uns in Monaco in eine gute Position bringen», so Stella.
















