Formel 1 – FIA plant Motor-Änderungen: «Allgemeine Einigkeit»
Beim nächsten Rennen der Formel 1 in Miami Anfang Mai wird es Änderungen am Motoren-Reglement geben. Einen totalen Umbruch plant die FIA aber (noch) nicht.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Formel-1-Verantwortlichen verhandeln über Änderungen am Motoren-Reglement.
- Beim Miami-Grand-Prix Anfang Mai sollen erste Anpassungen bereits greifen.
- Drastische Änderungen sind nicht geplant – zumindest vorerst.
Die ersten Rennen der neuen Formel 1 haben zwar für zahlreiche Überholmanöver gesorgt, aber auch für hitzige Debatten. Durch das problematische Energie-Management geht der Königsklasse auf langen Geraden die Puste aus. Das fällt besonders im Qualifying negativ auf – selbst auf eine schnelle Runde reicht die Power nicht.
Im Rennen führt das auf dem Papier zwar zu mehr Positionswechseln. Mehrere Fahrer haben diese aber als «künstlich» kritisiert. Überholen passiere fast automatisch, wenn dem vorderen Auto die Energie ausgeht. Teilweise überholen die Fahrer sogar gegen ihren Willen, wenn das automatisierte Batterie-Management das entscheidet.

Die unfreiwillige Frühlingspause durch die Absage der Grands Prix in Bahrain und Saudi-Arabien nutzt die Formel 1 nun für Anpassungen. Am Donnerstag trafen sich die Motoren-Hersteller mit der FIA, um ihre Bedenken offiziell vorzubringen. Dabei wurden auch erste mögliche Änderungen am Regelwerk diskutiert.
«Konstruktiver Dialog» in der Formel 1
In einer Stellungnahme am Donnerstagabend liefert der Automobil-Weltverband nun einen Einblick in die Gespräche. «Es herrschte allgemeine Einigkeit darüber, dass die bisherigen Rennen zwar spannend waren. Wir sind jedoch verpflichtet, einige Aspekte der Vorschriften im Bereich des Energiemanagements anzupassen», so die FIA.

Es habe «einen konstruktiven Dialog über schwierige Themen» gegeben, teilt der Verband weiter mit. In den kommenden zwei Wochen soll es weitere Gespräche geben, sowohl auf technischer als auch reglementarischer Seite. Endgültig über Änderungen entschieden wird bei einem Treffen der Formel-1-Kommission am 20. April.
Was ändert sich für den Miami-GP?
Wie diese Änderungen aussehen könnten, hat die FIA bislang noch nicht kommuniziert. Im Raum stehen aber zwei wesentliche Änderungen, die sowohl im Qualifying als auch im Rennen greifen sollten. Zudem sollen sie dramatische Szenen wie den Unfall von Ollie Bearman in Japan verhindern.
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Einerseits soll der Output an elektrischer Energie reduziert werden, damit die Batterien nicht so schnell entladen. Andererseits soll die maximale Energie-Gewinnung durch das umstrittene «Super-Clipping» erhöht werden. Dadurch liessen sich die Batterien bei Vollgas schneller aufladen.
















