Formel 1 – Ex-Pilot Brundle: «Die FIA muss jetzt etwas unternehmen»

Mathias Kainz
Mathias Kainz

USA,

Die energie-armen neuen Motoren sorgen in der Formel 1 für Diskussionen – auch um die Sicherheit. Ex-F1-Pilot Martin Brundle fordert dringend Änderungen.

Formel 1 2026 Krise
Die neue Formel 1 hat ein erhebliches Motoren-Problem. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die neue Formel 1 steht während ihrer Frühlings-Pause im April in der Kritik.
  • Auch Ex-F1-Pilot und TV-Experte Martin Brundle fordert nun dringend Änderungen.
  • Die FIA müsse vor dem nächsten Rennen in Miami reagieren, fordert der Le-Mans-Sieger.

Die neue Auto-Generation in der Formel 1 spaltet die Gemüter: Auf der einen Seite steht eine deutlich höhere Anzahl an Überholmanövern. Andererseits kommt viel Kritik von Fahrern und Fans, weil eben diese Überholmanöver künstlich entstehen. Sie sind den stark variierenden Energie-Vorräten der einzelnen Autos geschuldet.

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Der Unfall von Ollie Bearman beim Japan-GP unterstrich zudem das dadurch entstehende Sicherheits-Risiko. Denn je nach Energie-Stand und Batterie-Verhalten können enorme Tempo-Unterschiede entstehen. Vor diesem Risiko hatten die Fahrer teilweise schon vor Jahren gewarnt – allerdings ohne Erfolg.

Max Verstappen Formel 1
Max Verstappen warnte schon 2023 vor den jetzigen Problemen der «neuen» Formel 1. - keystone

Ex-Formel-1-Pilot Martin Brundle, heute TV-Experte bei «Sky Sports», relativiert dieses Problem aber. «Die Tempo-Unterschiede waren früher, als wir Turbo-Motoren und Quali-Reifen hatten, doppelt so hoch», erinnert der Brite. «Man musste damit umgehen. Tun wir also nicht so, als wäre das ein Problem, das nur 2026 auftritt.»

«Intelligente» Autos in der Formel 1 ein Risiko?

Brundle sieht aber ein ganz anderes Problem – nämlich die «intelligenten» Autos der neuen Generation. Der Ex-F1-Star zitiert Weltmeister Lando Norris in Japan: «Ich wollte Lewis Hamilton nicht überholen, aber meine Batterie hat das anders entschieden. Und danach hatte ich keine Energie mehr, womit ich mich verteidigen konnte.»

Martin Brundle Formel 1
Martin Brundle ist als TV-Experte in der Formel 1 tätig. - Sky Sports F1

Worauf der McLaren-Pilot anspielt: Die Fahrer können nur teilweise selbst steuern, wann die Leistung aus der Batterie abgegeben oder in diese zurückgespeist wird. Diese Entscheidung fällt die Software in der Motor-Steuerungseinheit. «Der Fahrer sollte keine Überraschungen durch ein selbstlernendes Auto erleben», meint Brundle.

FIA muss eingreifen – aus Sicherheitsgründen

Dabei gehe es vor allem um die Sicherheit in der Formel 1, meint der Le-Mans-Gesamtsieger von 1990. «Die Leistung muss proportional zu dem sein, was der Fahrer mit dem Gaspedal macht – das muss linear sein. Das ist ein grosses Thema für die FIA, denn die Sicherheit der Fahrer ist nicht verhandelbar.»

Formel 1 2026
Gibt es in der Formel 1 schon beim Miami-GP Änderungen? - keystone

«Die FIA wird für Miami eine Änderung vornehmen müssen, weil die Fahrer das gefordert haben. Sie müssen jetzt etwas unternehmen und auf die Fahrer hören», fordert Brundle. «Aber wir stecken in einer verzwickten Lage, weil die Batterien einfach nicht tauglich sind. Und wir reden seit drei Jahren darüber – wir wussten, dass das so kommen würde.»

Kommentare

User #5401 (nicht angemeldet)

Wenn das Problem seit drei Jahren bekannt ist, warum sind dann jetzt alle überrascht und überfordert?

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