WM 2026: Fans müssen sich an diese neuen Regeln gewöhnen
An der WM 2026 greifen einige neue Regeln. Die Schiedsrichter dürfen künftig härter durchgreifen, zugleich gelten strenge Zeit-Limits – und neue TV-Pausen.

Das Wichtigste in Kürze
- Für die WM 2026 hat die FIFA am Fussball-Regelbuch geschraubt.
- Gegen Zeitspiel wird härter vorgegangen, bei Beleidigungen scharf durchgegriffen.
- Der VAR erhält neue Befugnisse, künftig gibt es zudem verpflichtende Trinkpausen.
An der WM 2026 wird es eine ganze Reihe von Neuerungen im Fussball-Regelbuch geben. Ein grosser Teil davon soll den Spielfluss fördern, zum Teil geht es aber auch um unsportliches Verhalten. Und der VAR erhält ab der WM-Endrunde in den USA, Mexiko und Kanada einige Zusatz-Befugnisse.
Im Fokus steht an der WM 2026 vor allem ein erneutes hartes Vorgehen gegen Zeitspiel. An der Endrunde 2022 in Katar hatten Nachspielzeiten im oft zweistelligen Minutenbereich für Aufsehen gesorgt. Bei dieser Ausgabe wird den Schiedsrichtern mehr Handhabe im Spiel gegeben.
Strenge Zeit-Limits an der WM 2026
So gibt es künftig ein Zehn-Sekunden-Limit für Auswechslungen: Braucht der ausgewechselte Spieler länger, um den Platz zu verlassen, darf sein Ersatz frühestens 60 Sekunden später eingreifen. Dadurch droht bei langsamen Auswechslungen eine potenziell gefährliche Unterzahl-Situation.

Zudem gibt es neu ein Fünf-Sekunden-Limit für Einwürfe und Abstösse. Der Schiedsrichter zählt diese fünf Sekunden an der Hand herunter. Braucht ein Spieler für den Einwurf oder Abstoss zu lange, erhält die gegnerische Mannschaft den Ball. Zudem darf natürlich weiterhin wegen Zeitspiel Gelb gezeigt werden.
Apropos Zeitlimit: Muss ein Spieler auf dem Platz behandelt werden, muss er in Zukunft das Feld verlassen und draussen eine Minute warten. Ausgenommen von dieser Regel sind verletzte Torhüter oder Spieler, die mit eigenen Teamkollegen zusammengeprallt sind. Zudem gilt die Regel nicht bei kartenwürdigen Fouls oder bei Elfmeterschützen.
Rote Karte für Hand-Vorhalten
Eine drastische Massnahme gibt es im Hinblick auf beleidigende Äusserungen: Wenn ein Spieler bei einer Konfrontation den Mund verdeckt, ob mit der Hand oder dem Trikot, gibt es Rot. Damit reagiert die FIFA direkt auf den Vorfall zwischen Benficas Gianluca Prestianni und Real-Star Vinicius in der Champions League.

Rote Karten kann es künftig auch geben, wenn Spieler aus Protest gegen Schiedsrichter-Entscheidungen den Platz verlassen. Das gilt auch für Staff-Mitglieder, die sie dazu auffordern. Zudem werden so erzwungene Spiel-Abbrüche neu grundsätzlich für den Gegner gewertet. Eine Reaktion auf den Afrika-Cup-Skandal rund um Senegal.
Mehr VAR-Rechte, neue Trinkpausen
Der Video-Assistent darf sich künftig bei zusätzlichen Situationen einschalten. So darf der VAR ab der WM 2026 fehlerhafte Eckball-Entscheidungen korrigieren. Ausserdem darf er sich auch bei Gelb-Roten Karten oder bei Verwechslungen einmischen. Gelbe Karten werden zudem künftig nach der Gruppenphase und nach den Viertelfinals gestrichen.

Eine strittige Änderung sind die neuen Trinkpausen jeweils zur Hälfte der beiden Halbzeiten. Nach 22 Minuten und nach 67 Minuten gibt es künftig eine dreiminütige Unterbrechung. Gemäss FIFA soll damit den voraussichtlich heissen Bedingungen Rechnung getragen werden. Die zusätzliche Werbezeit ist sicherlich ein reiner Zufall.
















